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Shin Megami Tensei: Devil Summoner: Soul Hackers

Durch NIS Americas Einsatz hat es „Shin Megami Tensei: Devil Summoner: Soul Hackers“ Ende September nach Europa geschafft. Bei dem Titel handelt es sich um ein Port des Sega Saturn-Rollenspiels, das 1997 erschienen ist. Allerdings hat Atlus in Japan keine einfache Portierung geliefert und das Spiel an mehreren Ecken verbessert. Dem Aufwand haben wir entsprechend unsere Anerkennung spendiert und uns in die postmoderne Stadt Amami City begeben. Unsere Eindrücke zum nächsten 3DS-Ableger des „Shin Megami Tensei“-Franchises findet ihr im folgenden Testbericht.

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Ein Mitglied der Spookies


Durch eine Kooperation der Regierung mit der Firma Algon Software möchte man durch die Software Paradigm X in der friedlichen Stadt Amami City eine virtuelle Stadt aufziehen, zu deren Beta-Zeit das Spiel beginnt. Die Testphase wird jedoch per Zufallsprinzip nur wenigen Bewohnern gegönnt. Als Mitglied der Spookies, einer Gruppe von Hackern, greift der Protagonist in die Server von Algon Soft ein und setzt seinen eigenen Namen auf die Liste der Glücklichen. Unterstützt wird er bei dem Hacken von Hitomi, einem weiteren Mitglied der Spookies.

Sobald ihm die Aktion gelungen ist, wird er von einem Wesen namens Kinap kontaktiert und bedroht. Ohne sich von der Bedrohung erholt zu haben, erreicht mit dem Anruf der Schwester die Bestätigung, dass der Protagonist in das Beta-Programm von Paradigm X aufgenommen wurde. Außerdem gibt Spooky, der Anführer der Spookies, bekannt, dass sie ihr Hauptquartier versetzen müssen, da er von verdächtigen Gestalten verfolgt wird, seitdem er einen waffenähnlichen Computer gefunden hat. Zugleich bittet er Hitomi und den Protagonisten, auf den Fund aufzupassen, während er einer Angelegenheit auf den Grund geht.

Hitomi, die von der Warterei gelangweilt ist, eröffnet mit dem Protagonisten die Beta-Phase von Paradigm X und findet sich schon bald in der virtuellen Welt wieder, die in den Servern von Algon Soft zur Stadt Amami City koexistiert. Hier werden sie von Captain Paradigm in das virtuelle Leben eingeführt und zur Erkundung aufgerufen. Als sich die beiden allerdings zur Rückkehr entschlossen haben, werden sie von einem Licht angegriffen, das es auf Menschenseelen abgesehen zu haben scheint, und erst im letzten Moment von Kinap in Gestalt eines Wolfes gerettet. Kinap, der sich zu dieser Gelegenheit ein weiteres Mal vorstellt, berichtet von den Gefahren des Lichts und versetzt den Protagonisten zur Aufklärung in das programmierte Leben eines Mannes namens Urabe durch die Vision Quest. Nach diesem Muster reist man zwischen Amami City und dem virtuellen Leben, um den Geheimnissen auf den Grund zu gehen.

Ein umfangreiches Abenteuer


Ohne weiter in die Details der Story eingehen zu müssen, darf der Spieler sich gewiss sein, dass auch dieser Titel aus dem „Shin Megami Tensei“-Franchise bis zu hundert Stunden fesseln kann. Um genau zu sein: Das bisher Erzählte stammt aus der ersten Stunde des Spiels und kratzt kaum am inhaltlichen Umfang dieses Titels.

Der Protagonist reist zwischen den Städten auf einer stadtbildähnlichen Karte. Er wird dabei als Kugel dargestellt und kann sowohl mit den Bewohnern interagieren als auch verschiedene Einrichtungen besuchen. In der virtuellen Welt und in verschiedenen Etablissements wechselt die Sicht in die eines Dungeon-Crawlers. Nach dem Zufallsprinzip tauchen dann Gegner oder Dämonen auf, die man vorher nicht sehen kann.

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In guter RPG-Tradition


Die Oberwelt bietet kaum spektakuläre Begegnungen, sowohl spielerisch als auch grafisch. Die Kämpfe laufen dagegen in gewohnter RPG-Tradition ab. Der Teamführer kämpft mit einem bis fünf weiteren Dämonenkumpanen und führt nacheinander verschiedene Angriffe aus. Der Initiativ-Wert ist dabei entscheidend, wer zuerst an der Reihe ist.

Sind die gegnerischen Dämonen besiegt, wird man mit Geld in Yen und Erfahrungspunkten ausgezahlt. Ein Levelaufstieg ermöglicht die Verteilung von zusätzlichen Punkte auf einige von insgesamt sechs Werten. „Devil Summoner: Soul Hackers“ demonstriert, wie treu sich die Reihe in dieser Hinsicht bis heute geblieben ist.

16 Jahre sind vergangen …


Folglich darf man auch vom erweiterten Port keine spektakulären Grafiken erwarten. Allerdings hat sich Atlus beim 3D-Effekt mehr Mühe gegeben als bei „Devil Survivor Overclocked“ und lässt diesen nahezu in allen Szenen aktiviert. Zwischensequenzen können nur selten mit dem Effekt punkten, in den Dungeon Crawler-Abschnitten bemerkt man jedenfalls die dritte Dimension und fühlt sich davon auch nicht gestört.

Technisch läuft das Spiel wie versprochen besser als auf dem Sega Saturn. Die Ladezeiten fallen angenehm kurz aus. Der Soundtrack unterhält gelegentlich mit tollen Stücken, insgesamt fühlt man sich mit durchschnittlicher Kost konfrontiert.

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Fazit & Wertung

Viele 3DS-Besitzer werden dank NIS America in „Shin Megami Tensei: Devil Summoner: Soul Hackers“ die Ursprünge des Franchises erleben können. Mit vielen Spielstunden, einer interessanten Story und kaum veralteten Strategieansätzen wird der Titel auch heute noch seine Fans zufrieden stellen. Für alle anderen ist das Spiel nur bedingt zu empfehlen, da er für Neueinsteiger fordernd und unübersichtlich sein dürfte. Wer die nötige Zeit sowie Geduld mitbringt und sich für eine etwas andere Story motivieren kann, für die das „Shin Megami Tensei“-Franchise bekannt ist, wird allerdings belohnt.

Bisher gibt es einen Kommentar

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  • Avatar von Sepo
    Sepo 23.10.2013, 14:56
    Mit Shin Megami Tensei habe ich noch keinerlei Erfahrung, deshalb ist das Spiel wohl eher nichts für mich. Und die Story hört sich echt seltsam an - dafür aber auch interessant.