Wie man vielleicht an den beiden Previews zu „Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen“ und „The Conduit“ sehen konnte, waren zwei von unseren Redakteuren in München bei SEGA Deutschland vor Ort und haben die genannten Titel angespielt. Alles, was ihr in den Previews nicht lesen könnt und was wir auf der Zugfahrt und in München erlebt haben, könnt ihr in einer etwas freien Version im Folgenden lesen. Nintendo-Online.de wünscht euch viel Spaß dabei, das Erlebte von Johannes und mir (Tobias) mitzuverfolgen und zu sehen, was wir für euch alles in Kauf nehmen.

Eine Zugfahrt, die ist lustig….


Wir haben Dienstag, den 02. Juni 2009 und es ist erst 11:49 Uhr, als ich am Bahnhof Ingolstadt Nord stehe und in einen völlig überfüllten Zug der Deutschen Bahn einsteige. Per SMS hat mir mein Kollege Jannes geschrieben, dass er sich im letzten Abteil befindet. Da ich im ersten Wagon eingestiegen bin, bahnte ich mir also einen Weg durch die Menschenmengen, bis ich schließlich im letzten Abteil den lieben Jannes und seine liebreizende Freundin Annelie auf dem Boden sitzend und DSi-spielend, erblickte. Als die beiden mich entdeckten, sind sie wie von der Tarantel gestochen aufgesprungen, haben sich zig male verbeugt und wollten mir stundenlang die Händeschütteln und die Füße küssen. Nett und sozial wie ich bin, habe ich sie natürlich gewähren lassen, bis ich sie letztendlich dann doch in die Schranken weisen musste. Zu viel ist einfach zu viel!

Irgendwie bin ich wohl die letzten drei Sätze in meine eigene kleine Welt abgedriftet, die ich gerne den Coke-Zero-Effekt nenne oder aber auch „Das Leben, wie es sein sollte…“. Zurück in der Realität sind die beiden Lumpen nicht einmal aufgestanden! Sei es drum, nach trotzdem kräftigem Händeschütteln habe ich mich zu ihnen eine Eben nach unten begeben und meinen höchsteignen, uralten Nintendo DS gezückt. Zum Spielen bin ich dann aber nicht wirklich gekommen, da wir uns die meiste Zeit nur unterhalten haben und was viel wichtiger war, Leute beobachten konnten. So wurden wir von ein paar vierzehnjährigen Mädchen und ihren Handy mit Liedern wie „Avril Lavigne – Girlfriend“ beglückt. Viel interessanter war aber die technische Begeisterung von einigen, auch älteren Damen. Diese äußerte sich darin, gegen jede Regel und lesbare Hinweise mit der Zugtechnik zu experimentieren.

Technik, die begeistert!


Wir konnten einige Damen beobachten, die die Zugklotür aufs Äußerste getestet haben und in jedem Testlabor für eben jene Türen gern gesehene Gäste wären. Der riesige Schriftzug „Tür schließt automatisch“ wird dabei einfach strikt ignoriert, stattdessen kämpft man mit aller Gewalt gegen die Automatik an und versucht die Tür manuell zu öffnen und zu schließen und schimpft währenddessen wie ein Rohrspatz über die verdammte Technik.

Eine andere interessanter und durchgeführter Test betraf dann noch die Zugtüren selbst. Bei normalen Zügen bedeutet der grüne Knopf mit dem „Auf“-Schriftzug normalerweise, dass die Tür nach dem Drücken aufgeht. Im Gegensatz dazu geht die Tür beim Drücken auf den roten Knopf mit dem Schriftzug „Zu“ zu. Clevere Personen wissen aber, dass dies nur eine ganz fiese Falle der immer zu spät kommenden Bahn ist und es eigentlich genau anders herum funktioniert! Also drücken wir statt auf grün, einfach auf rot und ärgern uns, dass die Bahn selbst das nicht hinbekommt und die Tür einfach geschlossen bleibt. Weil wir natürlich hilfsbereite und nette junge Männer sind, halfen wir jeder Person persönlich durch Anfeuerungsrufe und hilfreichen Tipps und Tricks aus unserem ganz persönlichen Repertoire. Meine persönliche Hilfeleistung gipfelte sogar darin, dass ich einer älteren Dame den Koffer aus dem Zug trug und als Pfadfinder, der ich nie gewesen bin, meinem Motto „Jeder Tag ist ein guter Tag“ erfolgreich folgen konnte.

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München, die Stadt der Bayern


Dann war die einstündige Zugfahrt auch schon vorbei und wir suchten unseren Weg nach draußen, wo von einigen nicht näher genannten Personen ein Laster gepflegt werden musste. Nachdem dem Nikotinmangel entgegengewirkt worden war, ging es in die Stadt um auch den Hunger zu stillen. Wie natürlich alle videospielenden Menschen sind auch wir Junkfood-Nerds und fragten uns bis zu einem McDonalds durch, denn gesund lebt man eben am längsten. Zu meiner freudigen Überraschung gab es ein „Sattmacher-Menü“, welches ich natürlich direkt ausprobieren musste. Ich kann euch sagen, ich war satt und ab diesem Zeitpunkt auch quengelig, da ich mich kaum noch bewegen konnte.
Seeeehr langsam ging es dann Richtung U-Bahn, wo Jannes sich von seiner Freundin vorerst verabschieden musste. Für uns ging es Richtung SEGA, für Annelie dafür ins Museum.

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An unserer zuvor ausgewählten Station angekommen, stellten wir sehr schnell fest, dass wir absolut keinen Plan hatten, wo wir überhaupt hin mussten. Nur mit dem Straßennamen und dem Wissen, dass diese Straße irgendwo in der Nähe sein musste, fragten wir zielstrebig einige Passanten, die uns aber leider allesamt nicht weiterhelfen konnten. Was macht man also als technikaffine, junge und intelligente Männer? Richtig man holt sein GPS-fähiges Handy aus der Tasche und zeigt der Welt, wie wichtig diese neuzeitliche Technik sein kann. Doof bei so einer Demonstration ist nur, wenn man diese Funktion vorher nie benutzt hat und einfach kein GPS-Signal bekommt. Das einzige, was wir irgendwie zu sehen bekommen haben, war ein Kartenausschnitt mit unserer Zielstraße. Eine der anderen angezeigten Straßen konnten wir in unserer Umgebung nicht finden, also fragten wir wieder eine nette Passantin, die uns sogar die richtige Richtung weisen konnte. Mit dieser wertvollen Information war der Rest für uns ein Kinderspiel und wie ein abgeschossener Pfeil kamen wir schnurgrade an unserem Ziel an.

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Wenn ihr wissen wollt, wie unser Tag bei SEGA selbst vonstatten gegangen ist und was wir bei "The Conduit" und "Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen" erlebt haben, dann schaut Morgen wieder bei uns vorbei und genießt den zweiten Teil unseres Erlebnisberichtes!