„Die Jagd nach dem Schnark“ ist ein fantastisches Kinderbuch aus der Feder des Schriftsteller und Fotograf Lewis Carroll. Doch nicht „Die Jagd nach dem Schnark“ machte Lewis Carroll unsterblich, sondern seine beide zuvor veröffentlichten Kinderbücher „Alice im Wunderland“ und „Alice hinter den Spiegeln“. Egal ob Kinofilm, Zeichentrickserie, Comic oder Videospiel - die Abenteuer von Alice im Wunderland haben seit mehr als hundert Jahren Menschen jeden Alters fasziniert. Auch die japanische Mangaka Sakura Kinoshita wurde von der Geschichte ergriffen und hat sie nun in einem Manga verpackt. TOKYOPOP Deutschland hat das Werk nun auch bei uns in den Handel gebracht.

Geschichte


Alice schläft ein, während ihre Schwester ihr aus einem Buch vorliest. Im Traum sieht sie ein sprechendes, weißes Kaninchen, das hektisch auf seine Uhr starrt und plötzlich losläuft. Natürlich folgt Alice dem weißen Kaninchen und fällt in dessen Bau. Doch wiedererwarten landet sie nicht auf dem Boden des Baus, sondern zuerst in einem Raum mit unzähligen Türen und nach einigen Problemen schließlich im Wunderland. Eine absurde und paradoxe Welt mit noch verrückteren Bewohnern warten dort auf sie und lassen sie ein Abenteuer der ganz besonderen Art erleben.

Qualität und Design


„Alice im Wunderland“ von Sakura Kinoshita orientiert sich eng an der Originalgeschichte von Lewis Carroll und hebt sich damit deutlich vom gegenwärtigen Trend ab, dass Künstler eigene Interpretationen der Geschichte, wie beim Manga „Wonderful Wonder World“ und beim Comic „Wonderland: Rückkehr ins Wunderland“, veröffentlichen. Damit bleiben Überraschungen in der Geschichte zwar außen vor, allerdings dürfte dass gerade diejenigen begeistern, die die Originalgeschichte noch nicht kennen oder die von den ganzen Neuinterpretationen die Nase voll haben. Die Geschichte wird auf insgesamt 63 Seiten, unterteilt in neun Kapiteln erzählt. Charaktere, wie die Grinsekatze und der verrückte Hutmacher kommen natürlich genauso vor wie die Karten-Soldaten und die Herzkönigin. Die Zeichnungen sind liebevoll und sehr lustig gestaltet und drücken dem Manga von Sakura Kinoshita doch noch einen eigenen Stempel auf. Die Sprache ist dagegen etwas moderner als in der Originalgeschichte, auch wenn sie an einigen Stellen etwas zu kindlich wirkt. „Alice im Wunderland“ ist als gebundene, hochwertige Hardcoverausgabe mit einer ungefähren Größe von 25cm x 21cm x 1cm erschienen. Die Hardcoverausgabe ist in dunkelrot gehalten und mit goldener Schrift versehen. Auf der Frontseite ist Alice zu erkennen, die umgeben von Spielkarten und einer Uhr in den Kaninchenbau fällt.

Fazit


„Alice im Wunderland“ ist eine phantasievolle Mangaadaption der bekannten Originalgeschichte von Lewis Carroll. Die Zeichnungen von Sakura Kinoshita sind gleichermaßen traumhaft wie humorvoll. Wer sich mit der etwas kindlichen Sprache abfinden kann, bekommt die spannende Geschichte von Alice Abenteuer im Wunderland in einem hochwertigen Design, die jeden der insgesamt vierzehn Euro wert ist. Damit ist der Manga eine gelungene Ergänzung zum Kinderbuch des britischen Schriftsteller und Fotografen.