Ein Genre, an dem man in der heutigen Zeit nicht mehr vorbei kommt, ist der Tower Defense. Unzählige Versionen des Spielprinzips können nicht nur im Internet als Flash-Spiele, sondern auch auf allen Konsolen und Handhelds gefunden werden. Auch im DSiWare-Shop kommt das Genre nach und nach ins Rollen. Bevor in wenigen Wochen der iPhone-Klassiker „Fieldrunners“ für den DSi erscheint, brachte der japanische-Entwickler Q-Games, der unter anderem verantwortlich für zwei der besten DSiWare-Titel ("Art Style: Intersect","Reflect Missile") ist, mit "Starship Patrol" einen weiteren Vertreter des Genres in den DSiWare-Shop.

Welle 1: Die Grundlagen


An der grundlegenden Spielmechanik des Tower Defense ändert auch „Starship Patrol“ nicht viel. Wie in jedem Spiel des Genres muss man eine Basis, in diesem Spiel das namensgebende Starship, mit Hilfe von Türmen gegen mehrere Wellen an Gegner verteidigen. Die Türme können aber nicht einfach irgendwo hin, sondern nur an bestimmte Stellen des Schiffes gebaut werden. Doch bevor man einen Turm bauen kann, braucht man erst einmal Credits, um ihn zu finanzieren. Am Anfang jeden Levels hat man eine bestimmte Anzahl an Credits vorgegeben, damit man der ersten Welle nicht schutzlos gegenüber steht. Besiegt man einen Gegner, so lässt dieser immer etwas von der Währung zurück. Anders als bei den herkömmlichen Tower Defense-Spielen, muss man diese Credits aber mit dem Stylus selbst einsammeln.

Eine Welle startet immer nach einer vorgegebenen Zeit. Ist man einmal zu langsam mit dem Turmbau oder platziert man seine Türme schlecht, kann es passieren, dass ein Gegner erst sehr spät oder gar nicht abgeschossen wird. Das hat zufolge, dass man keine Credits bekommt und zusätzlich noch Leben verliert. Erreicht der Energiebalken des Schiffes Null, hat man den Level verloren. Damit das aber nicht passiert, gibt es Energiekapseln. Diese Fallen immer wieder herab und stellen bei Berührung, ein Teil der Lebensenergie wieder her.

Welle 2: Aufrüsten


Neben den beiden oben bereits genannten Gegenständen gibt es noch zwei weitere, die in "Starship Patrol" eine wichtige Bedeutung haben. Beendet man einen Level erfolgreich, bekommt man jedes Mal einen Kristall. Kristalle können im Level dafür verwendet werden weitere Turm-Arten freizuschalten. Die Turm-Arten gelten aber nur immer für den einen Level, im nächsten muss wieder die gleiche Menge an Kristallen zum freischalten aufgebracht werden. Die Türme selbst können auch nochmals aufgerüstet werden. Besiegt man einen Gegner, lässt dieser manchmal auch ein Upgrade fallen, das die Reichweite, Stärke oder Schussgeschwindigkeit des Turmes verbessert. Jeder Turm kann aber nur einmal ausgerüstet werden, den Mega-Turm kann man sich also nicht zusammenbasteln.

Ein weiteres taktisches Element stellen die SOS-Karten dar. Am Ende jeden Levels muss man eine von drei verdeckten Karten auswählen. Jede der Karten hat einen anderen Effekt, so bekommt man einen kleinen Credit-Boost, oder füllt die Lebensenergie des Schiffes wieder auf. Um auch hier fair zu bleiben, können immer nur drei Karten behalten werden.

Die in den letzten Absätzen erklärten Regeln bekommt man alle im Tutorial eingetrichtert. Hat man es beendet, warten noch 29 weitere Level darauf, bestritten zu werden. Diese sind mit einer vernachlässigbaren Story verknüpft und beinhalten immer ein anderes Schiff, das man verteidigen muss. Andere Spielmodi gibt es leider nicht. Herausforderungen oder dergleichen sucht man vergebens.

Welle 3: Die Technik an Bord


Grafisch verfolgt Q-Games auch in „Starship Patrol“ wieder einen eigenen, minimalistischen Stil. Alles sieht wie von Hand gezeichnet aus. Viele Farben und Effekte sind aber auch in diesem Spiel nicht zu finden. Die Musik ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits untermalt sie das Spielgeschehen recht gut, andererseits ähneln sich die Stücke zu sehr und keines von ihnen bleibt im Ohr hängen.