Ich kann mir vorstellen, dass das nicht allein an Prime hängt.

Ich erinnere mich an einen Dozenten, der in einer Vorlesung am Rande aus der Praxis berichtete - es ging um Informationssysteme und Kundenscoring.

Demnach wurden Kunden bei dem Unternehmen in unterschiedlichen Kategorien bewertet und entsprechend der Gesamtpunktzahl in "Klassen" eingeteilt. So werden dem Sachbearbeiter die Möglichkeiten im Anwendungssystem dann erweitert oder beschränkt auf Kundenanfragen zu reagieren, je nachdem ob es ein "guter" oder ein "schlechter" Kunde ist.

Wohlmöglich arbeitet Amazon auch mit so einem Kundenscoring. Kriterien wären dann z.B. Prime-Mitglied ja/nein, Anzahl der Retouren und vor allem Umsatz (kauft man im Jahr für 200€ oder doch eher für 2000€ bei Amazon ein).

Bist du ein guter Kunde wirst du bei Lieferengpässen eher bedient und der Kundendienst ist kulanter/entgegenkommender, bist du ein schlechter Kunde das Gegenteil.

Sind natürlich Mutmaßungen, bei einem Unternehmen der Größe von Amazon aber nicht völlig abwegig.