An unserem zweiten Tag auf der gamescom lud uns zunächst niemand anderes als Nintendo selbst ein, um die neusten Titel für DS und Wii anzuspielen. Zu einem dieser Masse an Titeln gehörte dabei SEGAs „Sonic Colours“, welches durch Nintendo vorgestellt wurde, nachdem SEGA die Teilnahme an der gamescom abgesagt hatte. Umso erfreuter, dass wir den Titel nun doch testen konnten, stürzten wir uns mit Lichtgeschwindigkeit in die Welt des blauen Höchstgeschwindigkeits-Igels.

„Sonic Colours“ folgt dem klassischen „Sonic“-Gameplay, wie man es einst ursprünglich auf den SEGA-Konsolen erleben konnte. Mittels Steuerkreuz wird Sonic durch die verschiedenen bunt gestalteten 2D-Welten navigiert. Dabei erreicht der blaue Igel immer mehr Geschwindigkeit. Neben dem Ziel, so schnell wie möglich die Ziellinie zu überqueren, gilt es ebenfalls, möglichst viele Ringe einzusammeln, die auf der Strecke verteilt sind. Natürlich gibt es einige Hindernisse, die sich Sonic in den Weg stellen und dazu bestimmt sind, ihn abzubremsen. Während sich viele durch einen einfachen Sprung mittels Drücken des A-Knopfs überwinden lassen, besiegt man Gegner indem man sie rammt. Dazu nutzt man ebenfalls den A-Knopf, jedoch muss Sonic nah genug am Gegner stehen, um den Angriff auszuführen.

Sammelt man übrigens fleißig genug die verteilten Ringe, füllt sich eine Energieleiste, die zum Einsetzen von kurzen Geschwindigkeits-Boosts eingetauscht werden kann. Ein einfaches Drücken des B-Knopfs genügt und Sonic legt für einen kurzen Augenblick einen weiteren Zahn zu, sodass auch Hindernisse wie ein übergroßer Looping überwunden werden können. Allgemein sorgen aber eben solche Hindernisse und andere Gameplay-Elemente für ein klassisches Sonic-Geschwindigkeits-Gefühl. Das Überwinden von Loopings oder Ausnutzen von den bekannten Trampolinen beschleunigt den Igel und lässt ihn wahrlich wie einen blauen Blitz über den Bildschirm jagen. Darum ist es umso ärgerlicher, wenn man während einer solchen Achterbahnfahrt mit einem Gegner kollidiert oder gegen eine Wand rennt und somit seine zuvor angesammelte Geschwindigkeit abrupt verliert.

Erfolgreich abgerundet wird „Sonic Colours“ von den verschiedenen Gegenständen, aber vor allen Dingen von den 3D-Parts. In diesen sieht man den Igel aus einer Kameraperspektive von hinten und navigiert ihn von links nach rechts, um Ringe einzusammeln, aber hauptsächlich den im Weg liegenden Hindernissen auszuweichen. Auch die Boss-Kämpfe scheinen abwechslungsreich zu sein. Wir hatten die Möglichkeit zumindest einen Endgegner zu bezwingen, was durchaus gut funktionierte und überzeugen konnte. Grafisch kann „Sonic Colours“ auf dem DS überzeugen. Die 2D-Perspektive überzeugt und auch die Level scheinen durchaus abwechslungsreich und bunt gestaltet zu sein.