Etwas ältere Videospiele schenkt man als Redakteur im Internet normalerweise nicht mehr die größte Aufmerksamkeit. Weil Animal Crossing Wild World derzeit allerdings zu den fünf meistverkauften Nintendo DS Spielen werden wir in einem kleinen Review noch einmal die notwendigen Informationen in kompakter Form präsentieren. Das nachfolgende Review ist demnach eigentlich nur für die Art von Videospielern zu sehen, die von Animal Crossing Wild World noch nie etwas gehört haben.

Geschichte:


Alleine in eine fremde Stadt zu ziehen und dort zu recht zu kommen ist oft eine anstrengende Erfahrung. Jemand bei Nintendo hat anscheinend eine derartige Erfahrung schon mal gemacht und somit war die Idee für ein neues Videospiel geboren…

Die neue Stadt:


..und so wird man mit einem Taxi zu seinem neuen Wohnort gebracht. Das neue Haus steht schon, doch bevor man es sein Eigen nennen darf müssen erst die Schulden beim Ladenbesitzer Tom Nook abgearbeitet werden. Bei den Garten-, Briefträger- und Lieferaufträgen lernt man nicht nur die Leute der neuen Stadt kennen und freundet sich mit diesen an. Der Freundeskreis wird ständig größer und schnell staubt man einige Geschenke bei seinen neuen Freunden ab. Möbelstücke können im eigenen Haus platziert werden, um so „Fan vom eigenen zu Hause zu werden“, Kleidungsstücke kann der neue Einwohner anziehen.

Kaufen, Verkaufen, Suchen, Sammeln:


Neben den Geschenken können allerdings noch viele Gegenstände in den Läden des Örtchens erworben werden. Neben den schon erwähnten Möbel- und Kleidungsstücken sind beispielsweise Tapeten oder Werkzeuge in den Ladenregalen zu finden. Werkzeuge wie die Schaufel, die Angel oder das Insektennnetz stehen einem nämlich nicht von Beginn zur Verfügung, erweitern das Gameplay allerdings nach dem Erhalt/Erwerb um einen großen Motivationsfaktor. Denn ab diesem Zeitpunkt können neue Freizeit- bzw. Arbeitsaktivitäten durchgeführt werden, durch die neue Freundschaften geschlossen werden bzw. einfach etwas mehr Geld in die leere Kasse kommt. Fische, Beeren und gefundene archäologisch wertvolle Skelette verkauft man beispielsweise bei den anderen Einwohnern. Die Jagd nach den goldenen Werkzeugen, für besondere Leistungen, macht die ganze Sache noch interessanter. An den „Catch’em all“ - Faktor bei Pokémon reicht dieses Feature allerdings bei Weitem nicht heran. Dafür kommt man meiner Meinung zu keinem Zeitpunkt tief genug ins Spiel, schon allein der schwierige Einstieg dürfte viele Videospieler abschrecken.

Auf einen Blick:


Ansonsten sind noch einige besondere Features von Animal Crossing Wild World kurz zu erwähnen. Entwerfe beispielsweise dein eigenes Design und drucke es auf Kleidungsstücke, Tapeten und viele weitere Gegenstände, schreibe Briefe an die Einwohner deiner neuen Stadt und nimm’ an besonderen Festen und Veranstaltungen teil, die an bestimmten Tagen im Monat bzw. Jahr stattfinden.

Mehrspielermodus:


Zu den besonderen Highlights von Animal Crossing dürfte der umfangreiche Mehrspielermodus zählen - Städtereisen auf andere Nintendo DS sind ebenso möglich wie das Absenden einer Flaschenpost. Das Ganze kann von DS zu DS oder per Nintendo WFC geschehen, je nach dem ob sich der Freund in China oder in der Nachbarwohnung befindet.

Technik:


Süß und zweckmäßig passen als Grafikfazit nicht unbedingt auf viele Videospiele zu, bei Animal Crossing Wild World treffen beide Worte allerdings voll ins Schwarze. Nintendo hat sich sehr viel Mühe für einen Mittelweg aus Detaillierungsgrad und Zweckmäßigkeit gegeben, der überzeugen kann. Ältere Videospieler dürften aber bereits beim putzigen Packshot das Weite suchen. Das übliche Blabla kommt bei Gesprächen mit den Einwohnern aus den DS-Lautsprechern – entweder hat man sich in den letzten Jahren als N-Fan daran gewöhnt oder rennt schreiend in das eigene Haus und stellt erst einmal das