Die Marke „MySims“ ist für Electronic Arts scheinbar von großer Bedeutung auf Wii und DS. Keine andere Serie des kalifornischen Herstellers ist aktuell so stark auf Nintendos System vertreten, wie das „Sims“-Spinoff. Seit 2007 sind bereits das ursprüngliche „MySims“ und der „Kingdom“-Ableger erschienen, in der Zukunft erwartet uns zudem noch „MySims Racing“. Mit „MySims Party“ haben wir den inzwischen dritten Teil vorliegen. Wir springen für Euch ins Geschehen und überprüfen, ob wirklich Partystimmung aufkommen will.

Meine Sims


Bevor man richtig ins Spiel einsteigen kann, wird die Erstellung eines Avatars in der Sims-Spielwelt gefordert. Aus zahlreichen vorhandenen Haar-, Kleidungs- und Gesichtsvarianten stellt man das eigene kleine Ich zusammen, das man im weiteren Spielverlauf verkörpern wird. Zudem gilt es noch, einige Punkte auf die drei verfügbaren Attribute Technik, Kraft und Geschwindigkeit zu verteilen.

Ist man mit dem Erstellungsprozess fertig, zieht der neuerschaffene Sim in das Dorf ein und bekommt einen kleinen Rundgang. Am Interessantesten ist natürlich das große Gebäude in der Mitte des Örtchens, in dem alle Wettbewerbe gestartet werden können. Wild entschlossen startet man also einen der insgesamt zwölf Wettbewerbe, um die knapp 40 Minispiele zu bestreiten.

Jeder Punkt zählt!


Die Minispiele sind am ehesten mit den Spielchen in „Rayman Raving Rabbids“ zu vergleichen. Mit einer Taschenlampe bewaffnet zieht man durch einen mit Ratten verseuchten Keller, um Schätze unter alten Kisten zu finden oder angelt Fische im Dorfteich. Dabei kommen nicht nur die Tasten zum Einsatz, sondern auch der Touchscreen. Beim Schneidern fährt man Sternenformen nach, beim Sträußebinden im Blumenladen zieht man die gewünschten Blumen in das Papier.

Nach jedem Minispiel werden Punkte verteilt, die über den Sieger bestimmen. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt den Wettbewerb und erhält die umkämpfte Trophäe. Aber auch wer nach dem ersten Zusammenzählen noch nicht auf dem Siegerpodest steht, hat eine Chance. Denn zum Schluss werden „Mario Party“-ähnlich Sonderpreise verliehen. Dabei erhält man zum Beispiel einen Preis, wenn man keine einzige Karte zur Punktewiederherstellung benutzt hat und schafft es eventuell sogar doch noch auf den ersten Platz.

Weiterhin ist jeder Wettbewerb mindestens einem der drei Attribute zugeschrieben. Nimmt man beispielsweise an einem Rennen zur Bushaltestelle teil, verbraucht dies Geschwindigkeitspunkte, die entweder durch Erfrischungskarten oder eine Nacht im heimischen Bett wieder hergestellt werden können. Zwischen den Minispielen können allerdings keine Unterbrechungen eingelegt werden, wodurch etwas Taktik ins Spielgeschehen kommt.

Jede der bereits freigespielten Wettbewerbsdisziplinen kann fortan auch direkt im Hauptmenü gewählt werden. Dadurch lassen sich die teilweise recht schwierigen Spiele trainieren oder auch nur kurz seinen Freunden zeigen. Der Schwierigkeitsgrad ist im Allgemeinen vielleicht etwas zu hoch, wenn man bedenkt, dass auch Kleinkinder zur Zielgruppe von „MySims Party“ gehören. Zwar lassen sich drei unterschiedliche Schwierigkeitsstuffen wählen, doch schon bei der niedrigsten kann ein vergeigtes Minispiel den Untergang bedeuten.

Technik


Technisch waren die beiden für Nintendo DS erhältlichen „MySims“-Episoden keine Granaten. Man konnte vor allem pixelige und undetaillierte Grafiken vorweisen, die entfernt an „Animal Crossing“ erinnerten. Mit dem neuesten Teil ist es nur bedingt anders. Die Kamera ist beim Spielen etwas weiter vom Geschehen entfernt, sobald man in Gespräche verwickelt wird, zoomt sie heran. Bei der entfernten Perspektive fallen die Macken wie grobkörnige Texturen nicht ins Gewicht, im Zoom zeigen sich die Kritikpunkte dafür umso mehr. Das restliche Spiel ist stimmig aufgebaut, die Menüs sind jugendlich bunt und fesch aufbereitet. Der Sound passt zum restlichen Spiel, besondere Stücke stechen allerdings nicht hervor.