Entwickler iWin und Publisher astragon haben uns eine spannende Abenteuerreise durch den südamerikanischen Dschungel in „Jewel Quest Solitaire“ versprochen und wir haben die Karten eingepackt und sind dem Ruf der Wildnis gefolgt.

Solitaire


Solitaire oder Patience, wie der europäische Name des Kartenspiels lautet, ist die Grundlage für „Jewel Quest Solitaire“. Gleich drei Episoden befinden sich auf dem Spielmodul, die entweder im Kartenmodus direkt oder im Abenteuermodus in Kombination mit einem Juwelenpuzzle bestritten werden können.

Jewel Quest Solitaire I


In der ersten Episode von „Jewel Quest Solitaire“ werden die Karten je nach Mission erst einmal in einer bestimmten Form, beispielsweise drei Pyramiden mit vier übereinanderliegenden Reihen, verdeckt ausgelegt. Danach wird die oberste Reihe aufgedeckt. Aus den restlichen Karten wird ein verdeckter Basisstapel gebildet, wobei die oberste Karte aufgedeckt wird und einen neuen Ablagestapel bildet. Ziel ist es nun, alle Karten aus der Auslage auf den Ablagestapel zu legen. Dabei muss man beachten, dass zum einen nur Karten auf den Ablagestapel gelegt werden dürfen, die offen ausliegen und die zum anderen generell nur einen nächst höheren oder niedrigeren Wert haben, als die Karte die gerade offen auf dem Ablagestapel liegt. Die gelegte Karte bildet anschließend selbst die oberste Karte auf dem Ablagestapel.

Durch das Ablegen von Karten werden zudem immer neue Karten aufgedeckt, die verwendet werden können. Geht es einmal nicht weiter, ersetzt man die oberste Karte auf dem Ablagestapel durch die oberste Karte des Basisstapels. Da diese bislang allerdings noch nicht bekannt war, nutzt sie einem nicht unbedingt und man muss eine weitere Karte des Basisstapels ziehen. Wurden alle Karten des Basisstapels verwendet ohne alle Karten in der Auslage auf dem Ablagestapel zu platzieren, ist das Spiel verloren.

Für jede auf den Ablagestapel gelegte Karte bekommt man Züge gut geschrieben, mit denen man bei einem Sieg in einem schachbrettartigen Feld bunte Juwelen so verschiebt, dass möglichst viele gleichartige Juwelen nebeneinander liegen, sich auflösen und die darunter liegenden Felder einfärben. Das Verschieben geschieht über einen Wechsel von zwei nebeneinander liegenden Juwelen. Ziel ist es nun mit den erspielten Zügen so viele Felder wie möglich einzufärben und damit so viele Punkte wie möglich zu bekommen. Dem ein oder anderen mag dieses Spielkonzept aus Spielen wie „Zoo Keeper“ oder „Puzzle Quest“ bekannt vorkommen.

Jewel Quest Solitaire II


Die zweite Episode von „Jewel Quest Solitaire“ unterscheidet sich darin von der ersten, dass die Karten aus der Auslage nun nicht mehr dadurch auflöst werden, dass sie mit dem Ablagestapel kombiniert werden, sondern dadurch, dass sie mit sich selbst kombiniert werden. Karten mit dem gleichen Zahlenwert (bspw. 4 und 4) und Karten mit dem gleichen Wert (bspw. König und Dame) können dabei miteinander verbunden werden. Doch auch diesmal existieren wieder ein Basis- und ein Ablagestapel. Der Ablagestapel dient in der zweiten Episode von „Jewel Quest Solitaire“ als zusätzliches Element, wenn in der Auslage keine offenen kombinierbaren Karten mehr liegen und der Basisstapel fungiert als stille Reserve. Auch in dieser Variante endet das Spiel, wenn man entweder alle Karten in der Auslage aufgelöst hat oder man keine Möglichkeit mehr hat, die Auslage auch mit den letzten Karten des Basis- beziehungsweise Ablagestapels zu verbinden. Auch hier schließt sich bei einem Sieg das Juwelenpuzzle an.

Jewel Quest Solitaire III


Die dritte Episode von „Jewel Quest Solitaire“ dürfte vielen schon bestens bekannt sein, immerhin kennt man sie unter dem Namen „Solitär“ für den PC. Dabei werden mehrere Auslagestapel aus einer unterschiedlich großen Anzahl von Karten gebildet und die jeweils oberste Karte wird aufgedeckt. Die restlichen Karten bilden den Basisstapel, von denen wiederum drei Karten aufgedeckt werden. Nun muss man versuchen allen Karten des Basisstapels auf die unterschiedlichen Auslagen zu verteilen, wobei der Wert immer generell der nächst niedrigere sein muss und die Karte zusätzlich nicht die gleiche Farbe haben darf. Auch die Karten in den einzelnen Auslagestapeln dürfen nach der entsprechenden Methode zusammenlegt werden, was eventuell darunter verdeckt liegende Karten aufdeckt. Das Spiel endet, wenn erfolgreich alle Karten offen in den Auslagestapeln abgelegt wurden oder keine Möglichkeit mehr existiert, Karten des Basisstapels auszulegen beziehungsweise verdeckte Karten der Auslagestapel aufzudecken. Auch in dieser Variante schließt sich bei einem Sieg das Juwelenpuzzle an.

Grafik und Sound


Auch wenn die Bilder auf den Kartenbrettern vor exotischen Plätzen nur so strotzen, ist die Grafik nicht das Gelbe vom Ei. Die Grafik ist unscharf, Animationen sind Mangelware und die Karten sind eindeutig zu klein. Der Sound kommt ebenfalls nicht wesentlich besser weg, was nicht unbedingt an den Melodien, sondern an den blechern klingenden Hintergrundgeräuschen liegt.