2010 war schon das Jahr der 3-Match-Abenteuer und in 2011 setzt sich der Trend zum kurzen Puzzlevergnügen fort. Mittlerweile ist der Markt allerdings voller 3-Match-Abenteuern und trotzdem hat noch keine richtige Spielreihe sich langfristig in diesem Genre am Markt behaupten können. Am wahrscheinlichsten dürfte einem die „Jewel Master“- Reihe noch ein Begriff sein, die einen zumindest schon nach Athen, Rom und Kairo geführt hat. rondomedia hat die „Jewel Master“- Reihe nach Deutschland gebracht und bringt nun auch „Orient Quest“ in den Handel. Ob es das Zeug zum Beginn einer neuen Spielreihe ist, kann man nun in der nachfolgenden Review nachlesen.

Märchen aus 1001 Nacht


In „Orient Quest“ dreht sich alles um die Märchen aus 1001 Nacht. Das beginnt mit der Erzählung, dass Aladin die hübsche Yasmin nicht heiraten darf, da er bettelarm ist und endet mit dem Fund des Schatzes der 40 Räuber. Zwischen den Erzählungen muss man sich natürlich auch wieder mehr oder weniger spannenden Herausforderungen auf dem 3-Match-Spielbrett stellen. Das Spielbrett von „Orient Quest“ hat im Gegensatz zu der Konkurrenz keine gleichmäßige Form mit X x Y Spielfeldern, sondern die Form eines Torbogens in einem orientalischen Palast, wodurch im oberen Teil des Spielbrettes weniger Spielfelder vorhanden sind als im unteren Teil des Spielbrettes. Dadurch ist das Spielkonzept etwas taktischer und fordernder als bei der Konkurrenz.

Das Spielkonzept bleibt aber grundsätzlich das Gleiche: Auf dem Spielbrett befinden sich Spielsteine auf den Spielfeldern mit jeweils einer Farbe und einem dazugehörigen Symbol, wie türkise Spielsteine mit Sterne, blaue Spielsteine mit einem Planet, rote Spielsteine mit einer Sonne oder grüne Spielsteine mit einem Mond. Zwei nebeneinander liegende Spielsteine können immer vertauscht werden. Dabei muss man eine Gruppe von drei oder mehreren Spielsteinen mit der gleichen Farbe beziehungsweise dem gleichen Symbol bilden. Die entsprechenden Spielsteine lösen sich daraufhin auf und neue Spielsteine fallen aus dem oberen Bildschirm herab. Nur wer genügend Spielsteine sämtlicher Farben beziehungsweise Symbole innerhalb des Zeitlimits aufgelöst hat und dadurch die Säulen des Palastes zum Einsturz gebracht hat, darf die Geschichte fortsetzen.

Spezialsteine aus dem Märchen


Kein 3-Match-Abenteuer kommt heute ohne Spielsteine mit besonderen Fähigkeiten aus. In „Orient Quest“ gibt es ebenfalls derartige Spezialsteine. So gibt es Spezialsteine, die bei Kombination mit normalen Spielsteinen der selben Farbe sämtliche Spielsteine der entsprechenden Farbe entfernen. Andere Spezialsteine müssen mit normalen Spielsteinen anderer Farben kombiniert werden, um beispielsweise eine ganze horizontale Linie von Spielsteinen auf dem Spielbrett zu entfernen. Natürlich gibt es noch weitere Spezialsteine, die einem beispielsweise mehr Zeit bringen, wenn sie am unteren Spielbrettrand angekommen sind, oder Hindernisse auflösen, wenn sie mit diesen in Berührung kommen.

Technik


„Orient Quest“ zieht es in die Märchenwelt aus 1001 Nacht, was man dem 3-Match-Abenteuer nicht nur anhand der zahlreichen Landschaften und Gebäude ansieht, sondern auch akustisch mitbekommt. Passend, aber einmal mehr merkt man dem kleinen Handheld mittlerweile an, dass seine Zeit gekommen ist. Wirklich begeistert ist man auch von diesem 3-Match-Abenteuer nicht. Im Gegensatz zur Konkurrenz wird einem weder eine stärkere Grafik noch schönere Klänge geboten, doch damit muss man sich nach dem Release des Nintendo 3DS mittlerweile abfinden.