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Nintendo schließt Niederlassung in Großostheim

von

Patrick Overkamp

6. Juni 2014

Bekanntermaßen finden bei Nintendo zurzeit Umstrukturierungen statt. Dass diese auch negative Folgen haben können, wissen wir spätestens jetzt. Wie nun bekannt geworden ist, wird Nintendo das Werk in Großostheim schließen und Frankfurt am Main zur neuen Zentrale von Nintendo of Europe machen.

Dadurch verlieren circa 130 Mitarbeiter ihren Job. Der Bürgermeister von Großostheim, Herber Jakob, und Landrat Ulrich Reuter haben bereits den Ministerpräsidenten Horst Seehofer kontaktiert. Sie fordern einen Sozialplan, um den Angestellten die Überbrückungszeit möglichst leicht zu gestalten.

Nintendo selbst bedauert diesen Schritt natürlich sehr. Man müsse sich aber an einen sich sehr schnell wandelnden Markt“ anpassen. Es habe „umfassende Analysen und gewissenhafte Abwägungen“ gegeben, die zu dieser Zusammenlegung der beiden Werke führten. Nintendo versichert den angestellten, ihnen größtmögliche Unterstützung zukommen zu lassen.

Nintendo of Europe hat einen Konsultationsprozess bezüglich mehrerer Änderungen seiner Organisationsstruktur begonnen. Langfristiges Ziel dieser Änderungen ist, dass sie dem Unternehmen ermöglichen sollen, sich besser an einen sich sehr schnell wandelnden Markt anzupassen. Zu diesen Änderungen zählen die Zusammenlegung der beiden Standorte Frankfurt am Main und Großostheim – Frankfurt würde dann die neue Europazentrale des Unternehmens werden -, die Schließung des Lagers und des Bürostandortes Großostheim, sowie das Outsourcing und die Neuorganisation weiterer Funktionsbereiche. Die Entscheidung, diese Änderungsmaßnahmen in den Konsultationsprozess zu geben, wurde nicht leichtfertig getroffen. Vielmehr liegen ihr umfassende Analysen und gewissenhafte Abwägungen zu Grunde. Leider hätten diese Maßnahmen für einige der Mitarbeiter in Großostheim direkte Konsequenzen, da rund 130 festangestellte Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren würden. Um die Umsetzung der Maßnahmen sozialverträglich gestalten zu können, werden sich die Unternehmensleitung und der Betriebsrat eng abstimmen. Wichtigstes Ziel der Verhandlungen ist, bei den betroffenen Mitarbeitern so schnell wie möglich für Klarheit zu sorgen und ihnen größtmögliche Unterstützung zukommen zu lassen.

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