Ein Jab gefolgt von einem Kinnhaken. Boxen, der Sport für die Großen und Berühmten und vor allem in der Gewichtsklasse Schwergewicht ein Millionengeschäft. Geld lässt sich allerdings auch auf Konsolen machen, also wieso nicht versuchen das Boxgeschäft mit der Wii zu verbinden und noch mehr Geld aus dieser Sportart herausschlagen? Wii Sports hat hier ja schon den Vorreiter auf einer kleinen Ebene gespielt und nun kommt mit Showtime Championship Boxing das erste vollwertige Box-Spiel für Nintendos Wii in die Läden. Ob es zum Titel oder nur zum Technischen KO reicht haben wir herausgefunden.

Starte deine Karriere


Bei Showtime Championship Boxing hat man genau drei Möglichkeiten zu boxen. Entweder alleine im Karriere-Modus, alleine im Einzelkampf-Modus oder im 2-Spieler Modus. Große Unterschiede gibt es jedoch nicht der Unterschied zwischen Einzelkampf und dem 2 Spieler Modus ist, dass der zweite Boxer von einem menschlichen Mitspieler gesteuert wird. Der Unterschied zum Karriere-Modus liegt daran, dass erst die verschiedenen Gürtel freigespielt werden müssen und man in einer bestimmten Reihenfolge die Gegner besiegen muss. Eine richtige Karriere ist es allerdings nicht, da man wirklich nur von Kampf zu Kampf kommt. Ohne Geschichten, ohne bessere Attribute, ohne die Möglichkeit zu trainieren oder sonstiges. Man bekommt absolut keine Beziehung zu seinem Boxer und der Reiz eines solchen Modus ist schnell verflogen.

Auch die Einstellungsmöglickeiten des Einzelkampf und 2-Spieler Modus sind mehr als mickrig. Aber immerhin kann man die Rundenanzahl einstellen, eine der vier Boxringe auswählen und für jeden Boxer eine alternative Boxershort bestimmen. Mehr gibt es nicht zu sagen, alles was beleibt sind die Kämpfe selbst.

Boxenluder


Der Nunchuk steht für die linke Hand, die Wii-Fernbedienung für die rechte Hand und im Grunde alles wie bei Wii Sports. Man kann den Kopf oder den Körper decken, oder sich nach Links oder Rechts beugen. Je nach Haltung können bestimmte Hiebe ausgeführt werden. Mit dem B- oder C-Knopf können die Schläge zudem aufgeladen werden, um mehr Schaden zu hinterlassen.

Soweit so gut, doch leider ist die Abfrage teilweise sehr schlecht und in Einzelspieler-Matches hat man bald keine Lust mehr wenn die Verzögerung wieder Grund dafür sind, Treffer einstecken zu müssen. Beim spielen mit Freunden ist es noch zu verschmerzen, da wenigstens beide Teilnehmer mit denselben Problemen zu kämpfen haben. Trotzdem kann auch hier die Motivation nicht lange anhalten, da die Präsentation keinen Augenschmaus bietet. Die Kämpfer sehen altbacken aus ebenso wie die Arena und die Zuschauerränge. Die Intros sind so schlecht, dass man sich glücklich schätzen kann diese in den Optionen ausstellen zu können. Selbiges gilt leider Gottes auch für die Musik und die Sequenzen mit den netten, leicht bekleideten Damen, welche die aktuelle Runde durch Schilder verkünden.