Mit gefühlten 1.000 Ablegern hat es die Worms-Reihe so gut wie auf jede Plattform geschafft. Dennoch erscheint mit Worms: Odyssee im Wurmraum erst jetzt ein Teil für die Wii. Die Ziele schienen zunächst klar: Auf die Kundschaft der Wii zuschneiden, für abwechslungsreiche und lustige Waffen zu sorgen und die abgefahrensten Karten der Worms-Geschichte kreieren. Insgesamt wäre es also absolut ausreichend gewesen, wenn man eines der älteren Worms-Spiele schlicht auf die Wii portiert und keinen eigenen Titel entwickelt hätte. Wieso letzteres so eine schlechte Idee war, erfahrt ihr in unserem Review.

Odyssee im Weltraum


Dass Würmer nicht gerade die hellsten Köpfe sind, ist allgemein bekannt. Die Würmer aus Worms versuchen trotz ihrer eingeschränkten Fähigkeiten ins All vorzudringen, teilweise gelingt ihnen das sogar. Die Kontrolle ihrer eigenen Raumschiffe haben sie allerdings nicht im Griff und so müssen sie notgedrungen in den Tiefen der Galaxien landen. Auf den insgesamt sechs Planeten beginnen sie aus purer Langeweile ein grausiges Spiel: Nur ein Team darf gewinnen, die gegnerische Mannschaft muss eliminiert werden. Als Spieler übernimmt man die Kontrolle eines Teams und versucht jenes an die Macht zu führen.

Würmer an die Macht!


Um das gegnerische Team auszustechen, benutzte man in den vorherigen Teilen allerhand normale, aber auch völlig abgedrehte Waffen. Von diesen verrückten Waffen blieben leider nur wenige übrig, einzig das explodierende Schaf sorgt für kleinere Schmunzler. Die restlichen Geschütze sind so altbekannt wie auch gewöhnlich, Bazooka hier, Luftangriff da. Auch bei den 2D-Level, auf denen sich die Würmer bewegen, wird einem als Spieler kaum Abwechslung geboten. Alle Karten erinnern an alte Zeiten, reichen daran aber nie ganz heran.

So schlecht manche Worms-Titel auch waren, eine gute Steuerung hatten sie immer vorzuweisen. Leider wurde der Wii-Version auf Biegen und Brechen eine bewegungssensitive Steuerung angehängt, die mehr als nur deplatziert ist. Bewegt und gezielt wird wie gehabt über das Steuerkreuz, will man allerdings eine Waffe abfeuern, beginnt das Übel: Durch Neigen der Fernbedienung bestimmt man die Schlagkraft, durch eine Wurf-Bewegung wird schließlich geschossen. Das alles ist zu Beginn sehr frustrierend und ungenau, denn wenn man seit 10 Jahren ein Spiel gleich steuert, möchte man sich für einen Teil nicht komplett umgewöhnen müssen.

Technik nicht von dieser Welt?


Bei Grafik und Sound blieben die Entwickler einfallslos. Man wird von denselben Modellen, Grafiken und teilweise auch Melodien empfangen, die schon seit Jahren benutzt werden. Mit der Zeit erwarten die Spieler einfach etwas Neues, der Grafikstil mag gleich bleiben, aber man sollte nicht das Gefühl haben, vor einem Flash-Spiel zu sitzen.