In 117 Episoden, aufgeteilt auf zwei Staffeln kommt die kanadische Produktion der südkoreanischen Franchise „Pucca“ mittlerweile, die in Deutschland zunächst auf Jetix und später auf RTL 2 ausgestrahlt wurden. Da wird es natürlich endlich Zeit, dass auch ein passendes Videospiel in den Handel kommt. Wie dieses geworden ist, wollen wir Euch in der nachfolgenden Review zur Wii-Version sagen…

Geschichte


Pucca ist ein zehnjähriges Mädchen, Sternzeichen Krebs, dass bei ihrem Onkel Chang Tung im Suga-Dorf lebt. Puccas Onkel ist der Meister der Klöße und besitzt das Guh-Ryong-Restaurant im Zentrum des Dorfes. Eines schönen Nachmittags traf Pucca, beim Ausliefern von Nudeln für das Restaurant ihres Onkels, zufällig auf Garu und verliebte sich auf den ersten Blick in ihn. Seit diesem Augenblick stürzt sich Pucca immer regelrecht auf Garu, um sein Herz für sich zu gewinnen, aber Garu weicht ihr ständig aus und ist stets auf der Flucht vor ihr. Wie die lustige Liebesgeschichte endet, kann man nun selbst herausfinden…

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Die Jagd nach Küssen


Das Spielkonzept von „Pucca: Race for Kisses“ ist wirklich die Jagd nach Küssen. In jeder der 28 Episoden besteht die Aufgabe der zehnjährigen Pucca nämlich darin, sich auf die Verfolgung von Garu zu begeben, um ihm am Ende einer Episode die ersehnten Küsse zu geben. Der Clou an der Sache ist dabei, dass Pucca selbst automatisch durch die Spielwelten läuft und die Aufgabe des Spielers beziehungsweise der Spielerin ist es „nur“ sie sicher über alle Hindernisse zu bringen beziehungsweise diese rechtzeitig aus dem Weg zu räumen. Neben den Standardbewegungen, wie Hüpfen, Klettern und schneller Laufen, stehen einem dazu besondere Werkzeuge zur Verfügung, die man in den einzelnen Episoden finden und einsetzen kann beziehungsweise muss.

Werkzeuge der Liebe


Das Standardwerkzeug bei der Jagd nach Küssen ist der weiße Handschuh. Mit dem weißen Handschuh kann man beispielsweise Schalter bestätigen, die verschiedene Hindernisse, wie Schlosstore, öffnen oder den sich im Baum versteckenden Garu heraus locken. Mit dem Katana kann man dagegen beispielsweise hochgewachsenen Bambus schneiden und von Gegnern geworfene Shuriken abwehren. Mit den eigenen Shuriken beseitigt man dagegen feindliche Samurai und allerhand Getier. Viele andere Werkzeuge, unter anderem ein Tuch und ein Fächer, wird man in späteren Episoden noch finden, die einen vor zusätzliche Herausforderungen stellen.

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Zeitstoppen


Um bei den ganzen Aktionen nicht den Überblick zu verlieren, kann man jederzeit per Knopfdruck die Zeit anhalten, dass benötigte Werkzeug auswählen und einsetzen und die Zeit anschließend wieder weiterlaufen lassen. Das Zeitanhalten wird man allerdings auch oft für andere Dinge benötigen, so hat das Zeitanhalten nur auf Pucca und die auftauchenden Gegner Einfluss. Die Natur beziehungsweise die Natur als Hindernis ist dagegen vom Zeitanhalten nicht betroffen. Möchte man beispielsweise gerade sicher unter einer donnernden und blitzenden grauen Wolke durch, empfiehlt es sich die Zeit so lange anzuhalten bis die Wolke kurzzeitig wieder weiß geworden ist. Pucca wird in diesem Fall im Lauf „eingefroren“, das Wetter ändert sich trotz des Zeitanhaltens dagegen ständig. Nun bekommt man am Ende jeder Episode allerdings umso mehr Küsse und damit Geschenke je schneller man eine Episode beendet und je seltener man gegen ein Hindernis gelaufen ist – abzuschätzen wie häufig man die Zeit nun wirklich anhält ist daher wichtig.

Rätsel & Mehr


Zwischendurch frischen kleinere Rätsel, wie ein Labyrinth, Puzzle und Suchbilder, das Spielkonzept immer wieder etwas auf. Ab und an wird Pucca aber auch schon einmal selbst von Gegnern, wie bösartigen Ninjas und einem riesigen T-Rex verfolgt. Dann heißt es die Beine in die Hand nehmen und nach einem der bunten Elixiere Ausschau zu halten, die einen beispielsweise schneller werden oder Feuer spucken lassen. Die Elixiere kommen übrigens auch im Zweispielermodus zum Einsatz, bei dem ein Kontrahent/ eine Kontrahentin die Kontrolle über Garu und der/ die Andere über Pucca übernimmt und das Entkommen beziehungsweise Fangen das Spielziel ist. Bei diesem Spielmodus kommen die Werkzeuge und das Zeitanhalten aber nicht zum Einsatz. Neben diesen beiden Spielmodi gibt es noch einmal einen Punktemodus, bei dem man die Episoden noch einmal spielt und versucht seine eigene Highscore zu knacken.

Grafik und Sound


Die grafische Präsentation ist zwar sehr schlicht, gerade in Bezug auf den Abwechslungsreichtum in der Gestaltung der einzelnen Episoden einer Spielwelt, allerdings können der grundsätzliche Stil und viele nette Ideen, wie beispielsweise die Jagd auf Motorrollern oder der Flug mit dem Luftdrachen, überzeugen. Natürlich ist „Pucca: Race for Kisses“ vor allem eines - bunt - und ebenso sind auch die Melodien, welche die kindliche und freundliche Natur der Fernsehserie gut widerspiegeln.