Ende 2011 erschien „Batman: Arkham City“ für PS3 und Xbox 360 und begeisterte mit einer spannende Geschichte, knallharten Schlägereien, kniffligen Rätseln, komplexer Detektivarbeit und dem düsteren Leben auf den Straßen von Gotham City. Zum Release der Wii U kommt nun eine komplett überarbeitete und speziell an die Fähigkeiten der Konsole angepasste Version samt aller erschienenen DLCs in den Handel. Wir haben uns nach Arkham City begeben und wollen euch nun verraten wie sich der schwarze Ritter schlägt.

Bild


Geschichte


Fast zwei Jahre sind nach dem Aufstand im Arkham Asylum vergangen. Große Teile der Arkham Anstalt und des Blackgate Gefängnisses sind noch immer zerstört. Um sowohl die psychisch Kranken als auch Verbrecher unterzubringen hat der neue Bürgermeister von Gotham City, Quincy Sharp, auf Anraten von Professor Hugo Strange einen Großteil der Stadt abriegeln lassen. Es dauert nicht lange, und die Polizei verliert nach und nach sämtliche Kontrolle über diesen Stadtbezirk, genannt Arkham City...

Kein Entkommen


In den Straßen von Arkham City herrscht Krieg zwischen den Schergen des Jokers, des Pinguins und von Two-Face. Der Joker scheint zunächst als Sieger aus dem Kampf um die Vorherrschaft über Arkham City hervorzugehen, doch die Gerüchte über eine tödliche Krankheit unter welcher der Clown leidet macht die Runde und seine Schergen wechseln die Seite. Batman gerät mehr oder weniger unfreiwillig in den Machtkampf der drei Bösewichte und muss dafür Sorgen, dass das Gesetz in Arkham City wieder Einzug nimmt. Natürlich begegnet man auf seiner Reise nicht nur den drei Oberbösewichten, sondern auch zahlreichen anderen Schurken aus Gotham City. Einigen wird man im Lauf der Geschichte im Kampf gegenübertreten, wie Mr.Freeze, Clayface und dem Mad Hatter. Andere müssen in den Straßen von Arkham City erst aufgestöbert werden und stellen Batman die ein oder andere Aufgabe abseits der Geschichte, darunter Bane, der Calender Man und Victor Zsasz. Die Geschichte führet einen unter anderem in die alten U-Bahn-Schächte unter den Straßen von Arkham City, in das eisige Forschungslabor von Mr.Freeze und in die alte städtische Bibliothek.

Bild


Kampf in Arkham City


Um auf den Straßen von Gotham City zu überleben muss Batman immer wieder seine Fäuste sprechen lassen. Dabei kommt es nicht selten vor, dass er fünf oder mehr Gegnern gegenübersteht. Schläge und Tritte gilt es in derartigen Kämpfen gegen mehrere Gegner schnell und gezielt zu verteilen, wobei Gegnern mit Waffen eine bevorzugte Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Natürlich steht dabei auch das Kontern zum richtigen Zeitpunkt auf dem Plan. Wenn es richtig brenzlig kommt, kann man sich mit einem der zahlreichen Gagdets am Batgürtel auch aus dem Staub machen und versuchen im Schatten zu verschwinden. Still und heimlich muss man in einigen Missionen auch vorgehen, wobei man dabei sowohl alle möglichen Arten von Schächten und Tunneln als auch Wandvorsprunge und Holzbalken verwendet um nicht entdeckt zu werden. Gegner werden in diesen Fällen heimlich ausgeschaltet und möglichst gut versteckt damit sie nicht gefunden werden. Bei den Kämpfen gegen die Oberbösewichte kommt man nur mit einer guten Strategie zum Ziel. Mr.Freeze muss beispielsweise durch Einsatz verschiedener Gadgets besiegt werden, da ein direkter Angriff ebenso wenig Erfolg zeigt wie das nochmalige Einsetzen eines schon verwendeten Gadgets.

Einsatz des Batgürtels


Natürlich greift Batman wieder auf seine zahlreichen technischen Erfindungen zurück, die an seinem Batgürtel angebracht sind. Mit dem Batarang betäubt er nicht nur die Schergen von Joker, Pinguin und Co., sondern schaltet beispielsweise auch die allgegenwärtigen Sicherheitskameras aus. Um mögliche Hindernisse zu umgehen kann man den Batarang auch wieder manuell steuern. Beim Flug durch offene Stromquellen lädt der Batarang sich zudem auf und kann beispielsweise zur Überbrückung von Schaltkästen eingesetzt werden. Mit dem Greifhacken kommt man mühelos auch auf die höchsten Gebäude und mit der Seilrutsche auch schon einmal in Bereiche die Batman mit seinem Umhang gleitend nicht erreichen kann. Mit dem Explosiv-Gel können Löcher in riesige Wände gesprengt oder Gegnern explosive Fallen gestellt werden. Daneben stehen einem noch eine handvoll weitere Gadgets, darunter Rauchbomben und Eisminen, zur Verfügung, die man geschickt einsetzen muss um die Spur der Bösewichter von Gotham City aufnehmen oder eines der zahlreichen Riddler-Rätsel lösen zu können. Immer wieder muss Batman sein detektivisches Geschick dafür unter Beweis stellen. So muss er beispielsweise die Position eines Scharfschützen ausfindig machen oder Spuren dafür finden, dass es sich bei einem vermeintlichen Unglücksfall um einen Mord handelt. Durch die zahlreichen Nebenmissionen ist „Batman: Arkham City Armoured Edition“ sehr umfangreich und der ideale Launch-Titel für alldiejenigen, die nur Geld für ein einziges Spiel haben.

Bild


Armoured Edition


Die Armoured Edition enthält mit dem Harley Quinn‘s Revenge Pack, Catwoman Pack, Nightwing Bundle Pack, Robin Bundle Pack, Challenge Map Pack und Arkham City Skins Pack alle bislang erschienenen DLCs. Neue Anzüge, die in Kämpfen kinetische Energie generieren, stehen Batman und Catwoman außerdem zur Verfügung. Durch die Entladung der angesammelten Energie wird der B.A.T.-Modus aktiviert, in dem man mehr Schaden austeilen und Feinde so einfacher ausschalten kann. Batman trägt zusätzlich einen Batcomputer an seinem Anzug, dessen Benutzeroberfläche auf dem Wii U GamePad abgebildet wird. Über den Batcomputer können die Gadgets des Batgürtels angewählt und eingesetzt, Beweise gesichert, die Umgebung untersucht, Gespräche belauscht, der Batarang gesteuert oder einfach nur die Ausrüstung von Batman verbessert werden ohne das Abenteuer unterbrechen zu müssen. Wer möchte kann Batmans zweites Abenteuer auch komplett auf dem Wii U GamePad spielen, die gerade genannten „Vorteile“ entfallen dabei dann natürlich wieder.

Technik


Technisch macht die „Batman: Arkham City Armoured Edition“ einen ansprechenden, aber nicht unbedingt perfekten Eindruck. Die Steuerung mit dem Wii U GamePad funktioniert zwar gut, allerdings ist trotzdem etwas Eingewöhnungszeit notwendig um die Symbole auf dem Wii U GamePad richtig bedienen zu können, was gerade beim Hacken und Scannen störend auffällt. Auch die Grafik kann zwar durchaus noch überzeugen, trotzdem hätte man sich gewünscht, dass man aus der Wii U grafisch etwas mehr herausgeholt hätte. Oft hat man das Gefühl die Wii U-Version hinkt den älteren Brüdern auf PS3 und Xbox 360 sogar etwas hinterher. Nichts zu meckern gibt es am erstklassigen Sound samt deutscher Sprachausgabe, durch den eine unglaublich dichte Atmosphäre entsteht. Das Abenteuer in den verruchten Straßen von Gotham City, in der nun wirklich keiner der Fledermaus wohlgesinnt ist, könnte dadurch packender kaum sein und läuft auch auf dem Wii U GamePad flüssig.

Bild