Im letzten Jahr kam „Marvel’s The Avengers“ in die Kinos und begeisterte Millionen von Comic-Freunde auf der ganzen Welt. Doch damit nicht genug: Ubisoft hat die Rächer im letzten Jahr bereits auf die Xbox 360 gebracht und nun erscheint „Marvel Avengers: Kampf um die Erde“ auch für die Wii U. Wir haben unsere geheimen Identitäten angenommen und am Kampf um die Erde teilgenommen.

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Geschichte


Die Skrulls, eine außerirdische Rasse von Gestaltenwandlern, haben mit einer geheimen Invasion die Erde eingenommen. Die größten Wissenschaftler der Erde, darunter Reed Richards, wurden außer Gefecht gesetzt und viele Superhelden gefangen genommen. Die verbliebenen Superhelden sind dazu gezwungen mit ihren Erzfeinden zusammenzuarbeiten, um die Skrulls zurückzuschlagen und dadurch die Erde zu retten.

Kampf um die Erde


20 legendäre Superhelden und Schurken treten in „Marvel Avengers: Kampf um die Erde“ gegeneinander an, darunter Iron Man, Captain America und Thor. Um den Skrulls in Kampfarenen, wie dem Baxter Building oder der Peak Raumstation, gegenüberzutreten, schließen sich immer zwei Superhelden beziehungsweise Schurken zusammen. Die Gestaltenwandler haben das Aussehen der bekannten Superhelden und Schurken angenommen und sich ebenfalls zu 2er-Teams zusammengeschlossen.

Jeder Kämpfer verfügt über einzigartige Kräfte, die man mit dem notwendigen Geschick einsetzen muss, um die Skrulls zu besiegen. Die Kämpfer unterscheiden sich in den Kategorien Kraft, Nahkampf, Combo, Gesundheit und Ultra. Ultra ist eine Spezialfähigkeit, deren Energieleiste sich während des Kampfes auflädt, um bei Aktivierung einen mächtigen Spezialangriff auszulösen. Eben selbige wird durch ein einfaches Berühren der Ultra-Taste auf dem Touchscreen ausgelöst. Bei einer halb aufgeladenen Energieleiste kann man bei gleichem Vorgehen zumindest einen Breacker ausführen, mit dem sich gegnerische Angriffe sehr gut unterbrechen lassen. Auch die normalen Angriffe werden ganz einfach über das Berühren des Touchscreens durchgeführt.

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Um die drei heldenspezifischen Superkräfte auszuführen, muss allerdings zusätzlich zur Berührung der Taste noch das daraufhin erscheinende Symbol auf dem Touchscreen nachgezeichnet werden. Wer schnell agiert, kann gegnerische Angriffe schon nach kurzer Zeit ohne Probleme kontern. Ansonsten muss man nämlich ausweichen, um nicht Teile seiner Lebensenergie zu verlieren. Jene lädt sich übrigens bis zu einem gewissen Punkt wieder auf, wenn man eine gewisse Zeit keinen Treffer einstecken musste. Wer trotzdem in Bedrängnis gerät, sollte immer daran denken, dass er noch einen Teampartner hat, den man ohne Probleme „einwechseln“ kann. Dadurch erspart man sich nicht nur eine unnötige Niederlage, sofern ein Kämpfer K.O. geht, sondern schafft auch einfachere Combos. Am Ende eines Kampfes bekommt man übrigens eine Wertung, die sich aus dem Einsatz von Super- und Spezialangriffen, der Durchführung von Combos und dem Abwehrverhalten während des Kampfes ergibt.

Kampagne, Herausforderungen und mehr


Die Kampagne besteht aus fünf Kampfarenen, in denen jeweils sechs Kämpfe gegen die Skrulls stattfinden. Die Geschichte über den Widerstand der Erde gegen die Herrschaft der Skrulls wird dabei in Form eines Comics zwischen den Kämpfen erzählt. Im Herausforderungsmodus stehen die Spielvarianten Training, Charaktere und Prüfungen zur Auswahl bereit. Beim Training bekommt man umfangreich die Ausführung von Basis-, Super- und Spezialangriffen und die Durchführung von Combos beigebracht, die man später im Tutorialmodus später noch einmal in Ruhe trainieren kann. „Charaktere“ ist eine erweiterte Form des Trainings, bei der die Angriffe der einzelnen Charaktere in den Mittelpunkt rücken. Zusätzlich warten im Herausforderungsmodus 20 Prüfungen darauf bestanden zu werden. Kämpfe ohne den Einsatz von Super- oder Spezialkräften oder gegen die Zeit stehen dabei beispielsweise auf dem Programm. Ergänzt werden die Spielmodi noch durch die Beat’em Up-üblichen Arcade-, Versus- und Turniermodus, wobei letzterer für bis zu vier Spieler gedacht ist. Nach und nach schaltet man neben den zehn anderen Kämpfern auch neue Kostüme und Sammelkarten frei.

Der Kampf um die Erde findet übrigens nicht auf dem eigenen TV-Bildschirm, sondern auf dem Bildschirm des GamePad statt. Ganz gleich ob Kampagne, Arcade oder Herausforderungen, das GamePad dient gleichzeitig als Eingabegerät und Bildschirm. Lediglich im Versus, Turnier und in der Kooperations-Kampagne für mehrere Spieler finden die Kämpfe auch auf dem TV-Bildschirm statt. Wirklich begeistern können die Mehrspielerkämpfe, egal ob mit- oder gegeneinander, aufgrund ihrer fehlenden Komplexität allerdings nicht.


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Technik


Die technische Seite von „Marvel Avengers: Kampf um die Erde“ ist ein zweischneidiges Schwert. Positiv ins Gewicht fällt der comicartige „Hochglanz“-Grafikstil und der Sound samt deutscher Sprachausgabe. Schon nach kurzer Zeit stellt sich eine gewisse Monotonie ein – die grafische Abwechslung kommt aufgrund der geringen Anzahl an Kampfarenen zu kurz, zudem reicht die Gestaltung eben selbiger nicht einmal ansatzweise an „Tekken Tag Tournament 2: Wii U Edition“ heran. Die Steuerung mittels des GamePads funktioniert einwandfrei und auch mit Wii Remote und Nunchuk im Mehrspielermodus gibt es keine Probleme. Eine Herausforderung stellt sie allerdings auch nicht dar, wodurch der Schwierigkeitsgrad des Spiels nicht allzu hoch ist.