Würde man alle erhältlichen WiiWare-Spiele alphabetisch sortieren, würde „3-2-1, Rattle Battle“ von Tecmo ganz oben in der Liste stehen. Mit seinen drei ganz großen Videospielreihen „Ninja Gaiden“, „Dead or Alive“ und „Project Zero“ war der Entwickler bisher eigentlich in einem anderen Genre zuhause, welches weniger mit Spaß und Microspielen zu tun hatte.

3-2-1, meins!


Nachdem man das Spiel erst einmal runtergeladen und installiert hat, kann es direkt losgehen. Bevor es jedoch zu den Microspielen selbst geht, sollte man sein Herkunftsland angeben, denn immerhin gibt es bei zwei der zwölf Minispiele eine Online-Ranking nach Herkunftsland. Hat man hier seine Heimat gewählt, steht man vor der Wahl des ersten Minispiels. Zur Auswahl stehen zunächst zehn der zwölf Spiele, für die letzten beiden müssen erst genügend Punkte gesammelt werden.

Im Grunde ist es egal mit welchem Spiel man starten möchte, denn im Großen und Ganzen unterscheiden diese sich nicht sonderlich. Wie der Titel schon erahnen lässt, geht es in allen hauptsächlich darum die Wiimote zu schütteln. Der Einzige Unterschied ist in der Art und Weise, sprich ob es zum richtigen Zeitpunkt oder ob es einfach nur möglichst wild geschehen muss. Letzteres ist beispielsweise beim ersten Minispiel gefragt, welches auf den Namen „Rattle Fever“ hört und wirklich nicht anderes verlangt als die Wii-Fernbedienung möglichst schnell und kräftig zu schütteln. Dadurch fallen nämlich kleine Figürchen auf eine Waage und je mehr man davon beschwören kann, desto mehr Punkte gibt es. Das Ziel ist es hier, wie auch in allen anderen Spielen, den Highscore zu knacken.

Zeige gutes Timinig!


Beim „Rattle In Time“ geht es hingegen um das richtige Zeitgefühl. Dabei gilt es die Wiimote in bestimmten Zeitabständen zu schütteln. Je näher man an die geforderten Zeiten herankommt, desto mehr Punkte bekommt man selbstverständlich auch. Wer sich für „Rattle Reflex“ entscheidet darf seine Reflexe testen, da der weiße Quader in Bewegung versetzt werden muss, sobald ein gefordertes Männchen auf dem Bildschirm erscheint. Auf diese Art und Weise spielt man sich in fünf Minuten durch das gesamte Spiel und fängt danach wieder von Vorne an, falls dann noch der Bedarf besteht.

Leider gibt es keinen Mehrspieler-Modus, in welchem man direkt gegeneinander antreten könnte, lediglich der Highscore lädt indirekt zum Kräftemessen ein. Zudem gibt es keine Gruppierung von den Microspielen oder ähnlich lustige, zusammenhängende Spielabläufe wie man sie beispielsweise von „Wario Ware: Smooth Moves“ her kennt. Die Tatsache, dass zudem nur zwei der Spielchen mit einem Online-Ranking versehen sind, mutet zu dem Zeitpunkt als ein Witz an, wenn man dann merkt, dass man diese nicht regelmäßig aktualisieren darf. In diesem Fall bekommt man nämlich eine Fehlermeldung und darf es erst später wieder versuchen.

Grafik und Sound


Die Grafik ist sehr bunt und knallig. Die Charaktere sind eine Mischung von Monstern aus Pokémon und Digimon und sehen recht witzig aus. Alles andere ist schlicht und detailarm gehalten, schließlich bleibt in der kurzen Spielzeiten nicht viel Zeit, um auf Details zu achten. Die Musik läuft dezent im Hintergrund, wobei sie wenigstens nicht störend auffällt. Durch das Menü kommt man mit dem Steuerkreuz und dem A-Knopf, in den Spielchen selbst kommt man mit Schütteln und dem A-Knopf über die Runden.