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QIX (eShop)

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QIX

Für viele der heutigen Nintendo 3DS-Besitzer begann ihre Zeit der Videospiele mit dem Game Boy oder gar Game Boy Advance. Mit Super Mario über Goombas hüpfen, mit Weltraumamazone Samus den Metroids an den Kragen gehen oder mit Kirby einen Gegner nach dem anderen verschlingen und wenn möglich in so wenigen Farbabstufungen wie möglich – das waren die guten, alten Zeiten. Aber auch davor musste die Welt nicht gänzlich ohne Videospiele auskommen. Meist etwas simpler gestrickt, aber nicht minder spannend, finden sich auch heute noch viele Fans der alten Klassiker. Mit „QIX“ hat es die Game Boy-Umsetzung des ehemaligen Spielhallenknüllers in den eShop des Nintendo 3DS geschafft. Ob sich die Investition von drei Euro lohnt, könnt ihr in den folgenden Absätzen lesen.

Der böse QIX


Ein neuer Finsterling hat die Macht der Welt an sich gerissen und alle Menschen in geometrische Figuren verwandelt. Das neue Böse hört auf den Namen QIX und zeigt sich in der Form wirrer Striche, die allesamt widerwärtig um sich greifen und all jenen das Handwerk legen, die für das Gute einstehen. Einzig der namenlose Held versucht es nach langen Jahren des Elends mit einem erneuten Versuch und nimmt es gekonnt gegen die Finsternis auf.

So oder so ähnlich müssen sich die Kinder vor den bunten Bildschirmen anno 1981 die Geschichte ihres weißen Pixelhaufens vorgestellt haben, dessen Kontrolle man in „QIX“ übernahm. Obwohl das eigentlich Spiel aus dem Hause Taito stammte, übernahm Nintendo höchstpersönlich die Umsetzung auf den Game Boy. Das Spielprinzip aus den 80ern blieb dabei auch in den 90ern erhalten und bis auf wenige Ausnahmen in bei den Game Over-Bildschirmen wurde auf Mario-Anleihen verzichtet.

Retrocharme und Einöde


Am ursprünglichen Spielprinzip von „QIX“ wurde derweil nichts geändert. Noch immer sieht man eine große, rechteckige Fläche in der isometrischen Perspektive, die fast den kompletten Bildschirm für sich einnimmt. Der Spieler hat dabei die Kontrolle über einen kleinen Kristall, der sich am Rand des Rechtecks bewegen kann und versucht, durch geschickte Züge Flächen für sich einzunehmen. Sobald dem eigenen Team 75% des Rechtecks gehört, hat man das jeweilige Level überstanden und wird in die nächste Mission geschickt.

An diesem Vorhaben wird man allerdings zu jeder Zeit von QIX und dessen Schergen gehindert. So hat man mit kleinen Pixel zu kämpfen, die sich ebenfalls am Rand der Fläche bewegen und bei Berührung das Game Over erwirken. Zusätzlich wirft QIX mit seinen Strichen um sich, die ebenfalls zum Lebensende führen. Man muss also die passende Mischung aus Risiko und Sicherheit finden, wenn man eine Fläche einnimmt, schließlich kann man noch so weit mit seinem neuen Rechteck sein, aber ist es nicht geschlossen, ist man für Schaden offen.

Als kleines Hilfsmittel gibt es zwei verschiedene Geschwindigkeiten in der Gewinnung von Land. Zum einen steht dem Kristall die langsame Art der Fortbewegung zur Verfügung, die den Spieler zwar deutlich anfälliger für Gegner macht, aber gleichzeitig mehr Punkte bringt. Einen niedrigeren Punktezähler, dafür umso höhere Geschwindigkeiten erzielt man wiederum bei gedrückter A-Taste. Somit sucht man das gesunde Mittelmaß bei der Hatz nach dem nächsten Highscore.

Technik


„QIX“ sieht man sein Alter deutlich an und sah selbst zur Veröffentlichung sehr altbacken und zweckmäßig aus. Die schönsten Grafiken erschnuppert man wohl oder über bei einem Game Over sobald Mario und Kollegen eingeblendet werden, ansonsten werden dem Spieler triste und gleichermaßen leere Hintergründe mit wenigen Linien vorgesetzt. Die Soundkulisse klingt einstweilen nach stimmigen Science-Fiction-Klängen der 80er Jahre und begeistert somit doch noch ein wenig.
Weiterführende Links: Forum-Thread

Fazit & Wertung

Während Fans der ersten Stunde über die detailgetreue Umsetzung jubeln, werden sich Neulinge fragend den Kopf kratzen und sich wundern, wieso man für „QIX“ soeben drei Euro ausgegeben hat. Im Grunde ist das Spielprinzip wirklich nach wenigen Sekunden klar und alles andere als abwechslungsreich, die Jagd nach dem nächste Highscore ist aber auf seltsame Art und Weise faszinierend. Somit findet man mit „QIX“ vielleicht kein Spiel, das stundenlang an den Nintendo 3DS fesselt, dafür aber immer mal wieder die fünf Minuten einer Busfahrt überbrückt.

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