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Decay of Logos

Mehr zum Spiel:

gamescom 2018: Unser Ersteindruck zum Line-Up von Rising Star Games

Rising Star Games hat sich als Publisher in den vergangenen Jahren mit immer mehr Spielen sowohl aus Japan als auch aus dem Westen breiter aufgestellt. Auf der gamescom wurden deshalb gleich zwei Spiele aus der letzten Kategorie gezeigt, die wir in der folgenden Preview vorstellen wollen.

Decay of Logos

Das kleine, portugiesische Studio Amplify Creations möchte mit „Decay of Logos“ eine Mischung aus verschiedenen Spielen, wie „The Legend of Zelda“, Team ICO-Spielen oder „Dark Souls“, mit einer eigenen Identität anbieten. Das Spiel startet mit dem Angriff auf ein kleines Dorf, in dem die Protagonistin Ada lebt. Ohne wirkliche Erinnerungen daran, wer diesen Angriff gestartet hat, findet sie völlig entschöpft ihren tierischen Begleiter Elk. Ab diesem Punkt reist sie durch das Land, das seitdem von mysteriösen Baum-Kreaturen überlaufen ist, und sinnt nach Rache.

Spielerisch konnten wir in der Präsentation einen Dungeon sowie eine Oberwelt sehen. Gerade hier merkte man die Vorbilder, die die Entwickler haben. Denn das Kampfsystem ist eigentlich recht simpel und basiert auf gut getimete Schlag-Ausweich-Kombinationen mit einer Staminaleiste. Schon nach wenigen Treffern ist man dem Bildschirmtod nahe, weshalb man bedacht agieren muss. Sehr ärgerlich ist dabei, dass alle verwendbaren Ressourcen, wie Heiltränke, nach einem Tod nicht wieder zurück gesetzt werden. Dadurch wird das Erkunden der Welt, die nicht wirklich offen ist, sondern größere, einzeln abgesteckte Areale besitzt, noch einmal erschwert. 

Das wohl interessanteste am Spiel bisher waren die Team ICO-Anleihen, die sich vor allem auf das Reittier Elk beziehen. Denn dieses ist zu Beginn noch nicht mit einem vertraut und hat seinen ganz eigenen Kopf, wodurch man das Tier noch nicht reiten kann. Je länger man aber mit ihm reist und auch ihm hilft und Essen gibt, umso enger wird die Beziehung und die spielerischen Funktionen werden ausgefeilter. Immer wieder wird es auch Momente geben, wo die Melancholie und die Größe der Architekturen in der Welt im Vordergrund stehen. 

Die Mischung, die „Decay of Logos“ bietet, könnte gerade für Action-Adventure-Fans ein Traum sein, jedoch dauert es noch einige Zeit, bis die Entwickler auch wirklich alle Ideen gut und auch balanciert umgesetzt haben. 

„Decay of Logos“ erscheint für PlayStation 4, Nintendo Switch, Xbox One und PC.

RICO

Komplett anders hingegen ist „RICO“, ein Coop-Rogue-like-Ego-Shooter. Der Hauptmodus im Spiel ist Case, eine knapp zweistündige, zufallsgenerierte Kampagne, bei der man 24 Stunden Zeit hat, um das Ziel zu erreichen. In jeder Mission muss eine bestimmte Zielperson ausgeschaltet oder eine bestimmte Anzahl an Räumen von Gegner bereinigt werden. Nach jeder Mission wird ein wenig von der Zeit abgezogen und man kann auswählen, ob man einen einfacheren aber längeren oder einen schwierigeren aber kürzeren Weg durch die Kampagne nimmt. Zudem bekommt man bessere Belohnungen, wenn man den schwierigeren Weg geht, wodurch „RICO“ risikoreiches Spielen belohnt. 

In unserer Anspiel-Session konnten wir zusammen mit dem Entwickler eine zufällige Quickplay-Runde spielen. Im lokalen Mehrspieler läuft das Spiel in einem horizontalen Splitscreen ab und man muss zusammen spielen. Noch vor der Mission kann man verschiedene primäre sowie sekundäre Schusswaffen und eine Granate auswählen. Mit der Ausrüstung schießt man sich dann zusammen durch die Räume. Eine kleine Besonderheit ist dabei die Bullet-Time, die nur dann aktiviert, wenn man gut zusammen arbeitet und zum Beispiel eine Tür zusammen eintritt. Aber man sollte das Spiel nicht unterschätzen, denn der Schwierigkeitsgrad ist eher weiter oben angesiedelt. Was aber bei „RICO“ am meisten ins Auge sticht ist der Grafikstil. Dieser erinnert sehr an den Ego-Shooter „XIII” aus dem Jahre 2003 und bietet neben dem Comic-Look sehr viele Partikel- und Bloom-Effekte. 

Ganz am Ende durften wir uns auch die Nintendo Switch-Version im Handheld-Modus anschauen. Die sehr frühe Fassung verzichtete dabei auf jegliche Effekte und hatte größere Outlines, damit man alles erkennen kann. Wie das Spiel aber am Ende auf Nintendos Konsole aussehen wird, muss sich in den nächsten Monaten entscheiden. Aber es ist gut zu sehen, dass auch solche Spiele für Nintendo Switch erscheinen werden.

„RICO“ erscheint für PlayStation 4, Nintendo Switch, Xbox One und PC.

Weiterführende Links: Forum-Thread

Ersteindruck & Fazit

Mit beiden Spielen konnte Rising Star Games zeigen, dass der Hersteller eine sehr weitreichende Richtung gehen möchte. Beide Spiele könnten nicht unterschiedlicher sein, aber trotzdem ergänzen sie das Portfolio sehr gut. Die Titel waren aber auch in frühen Phasen, wodurch sie bestimmt in der Zukunft noch interessante Entwicklungen durchmachen werden.

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