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  1. #5541
    Avatar von Sepp
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    Tearaway

    Ich habe vor kurzem meine PS Vita raus gekramt und das bisher unberührt Tearaway eingelegt. Es handelt sich dabei um ein Adventure mit Plattformer-Abschnitten, das die technischen Möglichkeiten der Vita sehr kreativ nutzt. Sogar das Rückseiten-Touchbad wird sinnvoll eingesetzt, was ich so von keinem andren Spiel kenne. Touch vorne und hinten, Kamera, Bewegung, das ganze abwechslungsreich eingesetzt, macht Spaß.

    Das Ganze spielt in einer sehr kreativ gestalteten Bastelwelt aus Papier, optisch schön anzusehen und mit ein paar versteckten Items und den Foto-Suchitems einladen zur Erkundung. Da wäre allerdings eine immer frei drehbare Kamera (ohne in den Fotomodus wechseln zu müssen) nett gewesen.

    Guter Umfang, kreatives Gameplay, da vergebe ich 8/10 Punkte.
    Nicht zu vergessen der absolut phänomenale Soundtrack!

  2. #5542
    Avatar von Rincewind
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    oh ja . ein wirklich starker Soundtrack und gefühlt das einzige Game das dieses weirde Rückseiten-Touchpad kreativ in Szene setzt


    Rinzi Game Awards (Juli 2021 Update)

  3. #5543
    Avatar von Garo
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    Ich habe gestern Pikmin 3 Deluxe durchgespielt und damit das Jahr, in dem ich jedes Pikmin gespielt habe abgeschlossen.
    Diesmal habe ich im Ultra-motiviert (übersetzt funktioniert das nicht; es ist der höchste Schwierigkeitsgrad) abgeschlossen. In diesem Modus hat man eine Begrenzung von 60 Pikmin, was die Planung für Multitasking erheblich erschwert und die Früchte bringen nur die Hälfte des Safts, was aber tatsächlich nach kurzer Zeit bzw. kurz nach dem Diebstahl nicht sehr bedeutend ist, da man als geübter Spieler auch wieder in Kürze einen ordentlichen Vorrat beisammen hat. Außerdem habe ich diesmal etwas gemacht, was ich bei Pikmin normalerweise nicht tue und das war, auf gestorbene Pikmin zu pfeifen. Gerade nach Pikmin 2 war es ein befreiendes Gefühl, einfach weiterzumachen, sobald ein Punktkäfer einen großen Happs aus meiner Truppe zu nehmen.
    Außerdem habe ich diesmal versucht, die Piklopädie, die Data Files und die versteckten zu fotografierenden Wandgemälde (letzter ohne Guide UNMÖGLICH) zu finden und damit ein paar weitere Abzeichen (Ingame-Achievements) zu holen.
    Im direkten Vergleich fiel mir bei Pikmin 3 auf, dass es sehr viel mehr auf Rätsel in der Oberwelt setzt, die oft die Verwendung mehrerer Anführer erfordern. Die haben mir zu einem großen Teil sehr viel Spaß gemacht, da es gutes Dandori erfordert, je nach Situation die Anführer je nach Situation zu trennen und wieder zusammenzuführen.
    Ebenfalls gefiel mir, dass das Kampfsystem nicht durch irgendeine überbroken Mechanik zunichte gemacht wird. Bei Pikmin 2 war die Meta, einfach alles mit lila Pikmin zu zerbomben und was nicht ging, wird mit Ultra-Bitter-Spray eingefroren. Und Pikmin 4 hatte Otschin und Eis-Pikmin. Bei Pikmin 3 habe ich je nach Situation unterschiedliche Typen verwendet und das gefällt mir wirklich besser.
    Ich bin tatsächlich der Meinung, dass Pikmin 3 Deluxe im großen und ganzen der beste Teil der Reihe wäre, wenn da nicht der Umfang wäre. Der Missionsmodus, der dafür da ist, dem Spiel mehr Herausforderungen zu bieten hookt mich leider nicht so und Bingo-Duell ist zwar der wohl meisterunterschätzte Multiplayer-Modus im Gaming, aber ohne jemanden, der auch Pikmin spielt, macht das natürlich keinen Spaß.
    Schon nach 13 Stunden und 29 In-Game-Tagen war ich durch (wobei ich auch mit zwei bis drei Tagen weniger) ausgekommen wäre, wenn ich nicht auf Abzeichen-Jagd gewesen wäre.
    So ist es mit Pikmin 4 gleichauf, aber je nach Tagesform würde ich in manchen Fällen sagen, dass Pikmin 3 Deluxe besser sei. Pikmin 1 kommt nicht so knapp dahinter und dann weeeeiiiit abgeschlagen Pikmin 2.
    9/10

  4. #5544
    Avatar von Heavydog
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    Ich habe jetzt Super Mario Bros. Wonder zwei mal durchgespielt - einmal solo (komplettiert mit allen 6 Medaillen) und einmal im Koop mit meiner Freundin.

    In beiden Modi fand ich das Spiel sehr gelungen. So viele frische, unverbrauchte Ideen, die einem immer wieder ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Dazu optisch sowie musikalisch sehr ansprechend. Auch am Schwierigkeitsgrad hab ich nicht so viel zu meckern - das Spiel ist nun mal darauf ausgelegt, mit mehreren Leuten unterschiedlicher Erfahrungslevel gleichzeitig spielbar zu sein. Das bekommt man gut hin. Lediglich die Level der Spezialwelt hätten was knackiger sein dürfen, da hat allenfalls das letzte etwas Schwierigkeiten bereitet.

    Schade fand ich nur die Gestaltung der Bosskämpfe, denn ausgerechnet hier scheinen Nintendo plötzlich die wunderbaren Ideen ausgegangen zu sein. Naja.

    9/10

  5. #5545
    Avatar von Garo
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    In Loddlenaut landet man als Angestellter einer interstellaren Reinigungsfirma auf dem Planeten GUP-14, deren Ozean die Firma GUPPI Corp. in einem verschmutzten Zustand zurückgelassen hat.
    Der kleine Astronaut, den wir spielen kann mit seiner Allzweckpistole Müll aufsammeln und Schleim beseitigen. Den eingesammelten Müll recyclen wir im Lager in die fünf Müllpressen für Metall, Plastik, Glas, organisches und Elektrik. Die gepressten Materialien nutzen wir dann, zum Crafting.
    Relativ schnell trifft man in den verschmutzten Gebieten auf ebenfalls verschmutzte Loddles, kleine bunte Kaulquappen, die dem Hauptcharakter folgen. Sobald man sie gereinigt hat, kann man sie in ein sauberes Gebiet (entweder die Heimatbasis oder eines der gesäuberten Areale bringen und sie füttern und mit ihnen spielen. Bei gutem Futterstand verpuppen sie sich und entwickeln sich in eine neue Form. Von Schlangen- über Rochen- bis hin zu Oktopus-Loddles kann da so einiges rauskommen. In den Gebieten vermehren sie sich dann und fressen sich selbst an der Fauna voll. Ohne den Spieler entwickeln sie sich aber leider nur zu großen Versionen ihrer Ursprungsform.
    In späteren Gebieten gibt es dann auch neuen Unrat zu bekämpfen. So muss man sich schnell einen Sauger für Mikroplastik oder einen Bodenwischer bauen. Es bleibt aber relativ flach und simpel und die Möglichkeiten sind sehr schnell ausgereizt, sodass sich die Materialien schnell stapeln.
    Nach knapp über 7 Stunden ist der Spaß dann auch schon vorbei. Der Ausflug nach GUP-14 war jetzt kein Subnautica, aber doch ein ganz spaßiges "Wholesome Game". Wer so was mag, kann es sich gern mal anschauen.
    7/10

  6. #5546
    Avatar von Garo
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    Gestern morgen habe ich Hell Pie beendet. Hell Pie ist ein Banjo-Kazooie-ähnlicher 3D-Platformer und Collect-a-thon. Genau mein Ding und damit ist es mir unbegreiflich wie ich das Spiel bisher ignorieren konnte.
    In Hell Pie spielt man den kleinen Dämon Nate, der in der Hölle bei Sin Co. in der Abteilung des schlechten Geschmacks tätig ist. Satan ruft an und schickt ihn zum Koch, der eine Geburtstagstorte für ihn zubereiten soll. Dieser wiederum schickt Nate in verschiede Welten, um Zutaten zu sammeln. Diese sind das Haupt-Collectible und sind widerliche Gegenstände wie ein Tampon oder Erbrochenes. Das erinnert mehr an Conker's Bad Fur Day als an Banjo-Kazooie und das scheint auch mit ein Auftrag des Spiels zu sein.
    Das Spiel ist überaus makaber. Sogar vor Nazi-Anspielungen macht es nicht halt mit der Schmutzstaffel, auf deutsch brüllende Kackwürste mit offensichtlichen Nazi-Outfits.
    Der Kazooie-Ersatz für Nate in ein kleiner, naiver Engel namens Nugget, den Nate im Supermarkt der Hölle erwirbt. Er ist mit einer Kette an Nates Horn festgemacht und dient als Keule, aber auch als mobiler Ankerpunkt für eine Schwingfähigkeit, die Dreh- und Angelpunkt des fantastischen Movements von Hell Pie ist.
    Zusätzlich zu den widerlichen Zutaten sammelt man goldene Glückkatzen, um sich durch Giers Kammern (da drin ist abr nicht allzu besonders außer Easter Eggs) zu kaufen, Katzenfutter für neue Fähigkeiten für Nugget, süße kleine Unilambs, denen Nate auf brutalste Weise das Horn aus dem Kopf reißt, um neue Horn-Fähigkeiten zu erwerben und Kristalle, die für Kostüme für Nate und Nugget ausgegeben werden können. Sogar ein Conker-Kostüm (und für Nugget die fette Biene aus Conker) ist dabei.
    Die drei Haupt-Welten sind verdammt groß und jedes verfügt noch über je drei kleine Sublevel. Darin all die Collectibles zu finden ist nahezu unmöglich und leider hilft das Spiel hier auch nicht, die letzten zu finden. Zum Glück sind aber zumindest Unilambs und Katzenfutterdosen mehr als genug da, um alle Hörner- und Nugget-Fähigkeiten freizuschalten.
    Der makabere Humor war stellenweise sogar für mich etwas zu over the top, aber spielerisch machte das Spiel eine verdammt gut Figur. Es macht einfach so viel Spaß durch die riesigen Welten zu sausen. Alles in allem waren die 12 Stunden in Hell Pie wirklich ein Genuss. Bitte mehr solche 3D-Platformer!
    8/10
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    Und gerade eben habe ich auch Islets beendet. Das ist ein süßes, handgezeichnetes Metroidvania, in dem man die Maus Iko spielt, die wie viele andere auszieht um die auseinandergedrifteten fünf Himmelsinseln wieder zu vereinen.
    Hier brauch ich nicht viel zu sagen. Es ist ein typisches Metroidvania: Monster, Bosse, coole Fähigkeiten, die neue Areale öffnen. Iko kämpft mit einem Schwert, hat aber auch einen Bogen, der sofern die Blickrichtung stimmt, Gegner automatisch anvisiert, Pfeile müssen aber durch Schwertschläge wieder aufgefüllt werden. Das war mMn eine sehr gute Balance zwischen beiden Waffen. Außerdem arbeitet das Spiel auch mit Bullet Hell-Elementen. Die Gegner decken Ico mit allerlei Geschossen ein, denen er während des Kampfes ausweichen muss.
    Außerhalb der Inseln bewegt man sich mit einem kleinen Luftschiff durch eine kleine Hub World, in der man auch ein paar Bosskämpfe bestreiten und mit Upgrades in neue Gebiete vordringen muss.
    Außer der Währung für Shops, kann man in den Welten Upgrade-Tokens findet. Das System ist clever. Wenn man das Token einsammelt, bekommt man drei zufällige Upgrades angezeigt und darf sich eins aussuchen. Und das kann wirklich alles sein. Es gibt Sachen wie "Mehr Schwertschaden", "Mehr Pfeile" oder "Mehr Health" aber auch z.B. eine, die eine Schatzssuch-Quest triggert Das macht jedes Upgrade interessant.
    Islets ist kein besonders großes und auch kein besonders schweres Spiel, macht aber herrlich süchtig. Nach sieben Stunden verteilt auf heute und gestern bin ich jetzt auch schon zu 100% durch. Absolute Empfehlung für Metroidvania-Fans.
    ​9/10

  7. #5547
    Avatar von Rincewind
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    bevor ich mein Review zu Baldurs Gate 3 abgebe (muss noch die gefühlt 30 tollen und 15 doofe Dinge innerlich verknuspern) hier etwas kurzes :

    The Excavation of Hob´s Barrow (Steam)

    + unverbrauchtes Setting und stets angenehme Protagonistin
    + auch wenn sich Sprecher wiederholen : echt gutes (engl) Voice Acting
    + keine aufgesetzten Puzzles und man wird nicht mit Items vollgemüllt <3 , angenehmes Pacing

    - genrebedingt natürlich Wiederspielwert gleich null , hab mir noch etwas mehr Entscheidungsfreiheit bzw "holy moly" Momente gewünscht

    8/10 für ein weiteres starkes Pixel Adventure aus dem Hause Wadjet <3


    Superliminal (ps5+)

    + ein paar echt feine / kreative Level !
    + angenehm kurz

    - hat mich leider (auch storytechnisch) kalt gelassen
    - viel Langeweile / Physikengine zwischen gut bis hä ?

    5,5/10 für eine ganz nette Spielerei die leider irgendwie ins Leere greift

    kurzes Update zu Baldurs Gate 3 :

    o durchgezockt mit natürlich weit über 100 Std
    o ist es einer der besten 20 Games dieser Generation ? auf jeden Fall !
    o würde ich eine absolute Topwertung zücken ? eher nicht weil : mich echt einige Dinge sehr stören (z.B. "Movement" und mitten im letzten Akt hatte ich (ohne Grinden (geht ja eh nicht) den Levelcap erreicht wtf -.- ) und ich 2 der Haupthelden gar nicht "erleben konnte" . da werd ich auf jeden Fall (nächstes Jahr ?) einen zweiten Run als "Badass" starten . erst dann kann ich wohl das "volle Erlebnis" richtig einschätzen

    müsste ich eine Wertung abgeben wärs also irgendwo zwischen 78 und 90 . macht irgendwie so kein Sinn aber es ist halt auch unfassbar abhängig wie man spielt/was man erwartet/welche Entscheidungen man trifft
    Geändert von Rincewind (02.12.2023 um 12:45 Uhr)


    Rinzi Game Awards (Juli 2021 Update)

  8. #5548
    Avatar von Ryo Hazuki
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    So, ich habe jetzt in den letzten Wochen die LiS Reihe komplettiert und Life ist Strange 2, sowie Captain Spirit nachgeholt.



    Captain SpiritCS ist der Epilog zu LiS2 (Episode 2). Wir spielen Chris, einen neunjährigen Jungen, dessen Mutter bei einem Autounfall gestorben ist und nun mit seinem Vater allein zusammenlebt und das tut, was ein Junge so tut: Spielen! Das allerdings allein, weil er sehr abgeschieden lebt. Dabei verliert er sich in seinen Fantasien und stellt sich vor er ist ein Superheld…oder ist er gar einer? Das findet man quasi am Ende der Episode heraus, die entweder sehr schnell enden kann, wenn man den Vater weckt um einen Weihnachtsbaum kaufen zu gehen oder man stürzt sich noch auf die Nebenaufgaben/Abenteuer die Chris abhaken möchte. Tut man dies, ist man Gute zwei Stunden beschäftigt und Captain Spirit hat mir wirklich sehr gut gefallen. Da wird direkt zu Beginn, schon allein durch die Musik, ein bisschen LiS(1) Feeling zurückgeholt. Außerdem ist Chris wirklich ein liebenswerter Charakter, der einem schnell ans Herz wächst, gerade auch mit dem Hintergrund, dass sein Vater sehr Problem belastet, aber trotzdem irgendwie nachvollziehbar ist und man dies eben aus der Position eines Kindes heraus erlebt. Dabei ist das ganze Atmosphärisch und gut durchdacht. Z.B. auch wenn man erfährt, was es mit dem „Bösewicht“ zu tun hat, den Chris ausgedacht hat. Ich finde alleine diese Episode hat mehr Herz als LiS2 und man ist hier als Spieler sehr schnell investiert und finde es sehr unbefriedigend, dass man Chris in seiner Situation am Ende allein zurücklässt.


    Life is Strange 2
    Max Caulfield ist für mich einer der am besten geschriebenen Charaktere der Videospielgeschichte. Unter anderem wegen ihr, ist LiS1 eines meiner liebsten Spiele aller Zeiten. Da hat einfach alles gepasst. Dass was sie denkt, sagt und tut; alles nachvollziehbar. Sean Diaz ist keine MC. Das nun wirklich nicht. Nicht Mal im geringsten und nach den extrem peinlichen ersten 15 Minuten, in denen ich das extrem pubertäre Gelaber zwischen ihm und seiner „kewlen“ Kumpeline Lyla ertragen musste und ich kurz davor war das Spiel bereits abzubrechen, ist sein Charakter bereits schon auserzählt. Mehr was seine Person anbelangt passiert nicht mehr. Das fand ich zu Beginn wirklich sehr unterwertigen habe aber schnell verstanden, dass dies wohl Absicht ist. Zumindest glaube ich das. Sean ist in erster Linie Beobachter. Sean erlebt und erträgt, dass was um ihn herum passiert und versucht auf die Geschehnisse einzuwirken. Dabei bin ich ihm tatsächlich als Spieler auch näher gekommen aber vor allem, weil er mir leidtut. Er durchlebt so viel Negatives, kann im Grunde nie wirklich zu Ruhe kommen, wird diskriminiert, kriegt permanent von irgendwem auf die Fresse, verliert sein Auge etc. Und alles nur wegen seinem Bruder. Der kleine Scheißer wiederum hört aus Prinzip nicht auf ihn und ich hätte Daniel wirklich sehr gerne meinen Controller an den Kopf geschmissen. Womit ich dabei beim nächsten Problem mit diesem Spiel bin… Es gibt im Grunde keine wirklich sympathische Figur in diesem Spiel. Nicht eine. Zumindest empfinde ich das so. Eventuell noch Brody(?) der die beiden nach Episode 1 mitnimmt und eigentlich die einzige Figur im Spiel ist, der es wirklich gut mit den beiden meint. Aber auch dieser ist so wie fast alle Figuren in diesem Spiel, sehr unglaubwürdig und Klischeehaft geschrieben. Noch schlimmer die Menschen mit denen man auf der „Weed Farm“ arbeitet, wobei die wiederum extrem kewle Cassidy dem ganzen echt die Krone aufsetzt. Es gibt mehrere Enden, die von vorherige Entscheidungen und Daniels Morallever abhängig sind. Man trifft immer wieder Aussagen und Entscheidungen, die entscheiden wie sich Daniel entwickelt, bzw. ob die beiden „Wolfbrüder“ im Einklang sind oder nicht. Die grundsätzliche Story bleibt gleich. Die Entscheidungen die man als Spieler trifft bzw. deren Auswirkung ist aber völlig wahllos meiner Meinung nach. Ich versuche als Spieler immer der Gute zu sein und dementsprechend auch zu entscheiden und trotzdem wurde mir immer wieder angezeigt, dass das wohl nicht richtig war und dementsprechend habe ich wohl auch das schlechteste Ende bekommen
    Spoiler
    Sean entschließt sich an der Grenze nach Mexiko aufzugeben. So dass er vor Gericht und Daniel zu seinen Großeltern kommt. Vernünftig. Daniel hört natürlich wieder nicht, meint er muss jetzt die Verantwortung übernehmen, benutzt seine Kräfte um das Auto über die Grenze zu fahren und zig Polizisten und deren Autos aus dem Weg zu räumen. Während dieser Eskalation wird Sean angeschossen und stirbt. Die arme Sau. Aber irgendwie auch Konsequent nach all dem was vorher war. Danach endet die Geschichte mit dem jetzt blondierten Gangster-Daniel, der nun in Mexiko lebt und ein paar Gangmitglieder die ihm ans Leder wollen, mit seinen Kräften aus dem Weg räumt und als einsamer Wolf (Ha!) sein Dasein fristet.

    Episode 1 und 2 fand ich tatsächlich noch ganz gut, 1 war wirklich spannend, auch wenn der Mord an Esteban (der unnormal verständnisvolle Vater) übelster Klischeekram war und 2 hat mir sehr gut gefallen, weil das wieder ein bisschen LiS1 Atmosphäre dabei war und man auch Christ wiedertrifft aber ab Episode 3 driftet das Ganze dann extrem ab. Die bereits erwähnte Weedfarm inklusive allen Charakteren in dieser Episode, Episode 4 mit der Sekte und das Finale, wo natürlich die Mauer, inklusive Trump Gefolge thematisiert wird. Wobei sich letzteres durch das ganze Spiel zieht. Am Ende war ich dann froh das es vorbei war.


    Teil 1 war wesentlich unspektakulärer, weil es auch größtenteils an einem Ort gespielt hat aber da einfach so vieles gepasst. Auch der Ganze Nerdkram, die Musik und selbst in dieser Kulisse die klischeehaften (Klischees ziehen sich durch die ganze Reihe) Schüler. Das war einfach eine super Sozialstudie einer amerikanischen Schule/Uni.


    Teil 2 schafft das nicht. Weder was Kulisse, Optik, Musik, Politik die unbedingt reinsollte usw. anbelangt. 5/10


    Mein Ranking der Serie:


    1. Life is Strange(1)


    2. Captain Spirit


    3. LiS: Before the Storm


    4. LiS: True Colors (was ich auch überhaupt nicht gut fand)


    5. Life is Strange 2
    Geändert von Ryo Hazuki (05.12.2023 um 16:36 Uhr)


  9. #5549
    Avatar von Garo
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    Kleine Korrektur: Captain Spirit ist ein Prolog, kein Epilog.

    Interessant wie du das ganze erlebt hast. Mich haben alle LiS-Teile voll abgeholt. Aber ich muss gestehen, dass ich mich bei jeder Episode ein bisschen zwingen musste, weiterzuspielen, weil ich wusste, dass das Spiel drauf aus ist, mir als Spieler wieder und wieder weh zu tun.

  10. #5550
    Avatar von Kadji
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    Nachdem ich das Spiel im Angebot gekauft hab bin ich nun auch endlich dazu gekommen es durchzuspielen (100% completion).

    Die Steuerung und Physik:
    Sehr gut! Fühlt sich an wie die alten Megadrive Teile mit netter 3D Optik. Ich hatte ja anfänglich angst das uns ein weiteres Sonic 4 Ep I + II erwartet aber phew, glück gehabt, scheint als habe man bei Sega / Sonic Team nach dem erfolg von Mania verstanden worauf es bei einem 2D Sonic am meisten ankommt, glaubwürdiges Momentum.

    Die Musik:
    Musik ist ja immer Geschmackssache, ich finde einen Großteil der Songs gelungen, insbesondere die wo Tee Lopes mitgewirkt hat.
    Bei anderen Songs musste ich mich aber auch am Kopf kratzen wer das OK gegeben hat. Stellenweise war auch die Abmischung schlecht, es gibt da einen Bosskampf wo die ganze Zeit im Hintergrund Soundeffekte sind welche die Bossmusik übertönen...
    Geht also besser, geht aber auch viel schlechter.

    Gameplay:
    Was soll ich sagen, während man früher noch eine Person abhängen konnte wenn man zu 2. gespielt hat kann man jetzt halt 3 andere Spieler abhängen...
    Multiplayer ohne Splitscreen funktioniert bei Sonic einfach nicht, warum Sega / Sonic Team krampfhaft einen auf Super Mario Multiplayer machen wollten werden wir wohl nie erfahren, aber er stinkt einfach nur derbe ab.
    Dafür hat zumindest jeder Character weiterhin sein eigenes Gimmick (im gegensatz zu Mario Bros. Wonder :P ).
    Dann gibt es da noch einen Online Battle Modus den sich keiner gewünscht hat und der auch schon tot ist? Ich konnte jedenfalls keine Mitspieler finden, nach einer Runde gegen die CPU habe ich aber auch nicht den Wunsch verspürt diesen Modus mit anderen Menschen zu spielen.
    Achja, Online Leaderboards für jedes Level sind auch da, aber in typischer Sega / Sonic Team Manier sind alle Zeiten bugged/cheated (00:00:00 bei jedem Level).

    Das eigentliche Spiel, wenn man alleine Spielt, ist aber sehr solide, sowohl Leveldesign als auch Bosskämpfe welche jetzt wesentlich länger dauern haben zum Großteil gefallen.
    Gibt da natürlich die ein oder andere Ausnahme wo sich der Kampf doch ein wenig zu lange gezogen hat (grüße gehen raus an den finalen Story Boss) oder das Leveldesign genervt hat (hallo komisches Cyber Level mit deinen gimmicks).
    Auch das man das Spiel noch ein 2. mal durchspielen musste um den True Final Boss freizuschalten war...naja, sagen wir unnötig. Immerhin ist beim 2. Durchlauf alles eine ganze ecke schwerer und es gibt einen eigenen Endboss der Story für den 2. Durchlauf.

    Sonstiges:
    Ich bin enttäuscht über die kaum vorhandenen Level Transitions, das hat S3&K oder auch Sonic Mania viel besser hinbekommen.
    Beim 2. Durchlauf gibts bis auf eine kurze Intro- und Outro Sequenz einfach garnichts.
    Allgemein bleibt die ganze "Story" sehr nebelhaft. Für mich persöhnlich tatsächlich die größte "Enttäuschung" vom Spiel. Warum hat Trip Dr. Eggman und Fang geholfen? Was war eigentlich deren Ziel? Wird zwar alles grob angedeutet aber das wirkte wie im letzten Moment zusammengeschmissen.
    Außerdem gibt es, bis auf den 2. Durchlauf der Story und dem True Final Boss nichts zum freischalten. Wobei, das ist gelogen, man kann sich cosmetics für den nutzlosen Online Battle Modus kaufen...wer also auf coole Unlockables wie Sound Test oder gar der Rückkehr vom "&Knuckles Mode" erhoft hat wird enttäuscht sein.

    Fazit: Solider 2D Platformer mit solider 3D grafik, soliden Soundtrack, solidem Leveldesign, schlechten Multiplayer und einer "Story" die einen mit mehr Fragen als Antworten zurück lässt. 60€ sind für das Spiel aber zu viel verlangt, die 45€ die ich gezahlt habe fand ich fair.
    Solide 6/10
    Geändert von Kadji (12.12.2023 um 17:26 Uhr)
    https://nintendo-online.de/forum/image.php?type=sigpic&userid=721&dateline=15375172  11
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