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  1. #5351
    Avatar von Garo
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    Ravenous Devils
    ... ist ein seeeehr makaberes kleines Management-Spiel. Man steuert Point & Click-artig ein Ehepaar, die sich ein Wirtshaus in einer viktorianisch-englischen Kleinstadt gekauft haben. Hildred kümmert sich um die Schenke im Erdgeschoss und die Küche im Keller und Percival managet die Schneiderei im Obergeschoss.
    Doch jeder Gast, der Percivals Hinterzimmer betritt, um dort für Maßarbeit ausgemessen zu werden, wird mit der Schere erstochen und durch eine Falltür in Hildreds Küche befördert, wo sie die Leiche auseinander nimmt und zu Hackfleisch verarbeitet, welches sie für ihre Gericht benutzt und oben servier. Natürlich ist die Gewalt unzensiert in Szene gesetzt, als ist es nichts für schwache Nerven.
    Aber auch abseits vom makaberen Thema ist Ravenous Devils aber ein wirklich bemerkenswertes Management-Spiel. Ständig ist man damit beschäftigt zwischen den Geschossen des im 2D-Schnitt dargestellten Hauses und sagt den beiden Protagonisten, was sie machen soll. Im einen Augenblick lässt man Percival von Opfern erbeuteten Stoff zur Nähmaschine bringen, in der nächsten lässt man Hildred eine Fuhre Patties in die Auslage bringen und dann eine Tisch-Bestellung aufnehmen, und währenddessen lässt Percival das neue Kleidungsstück in dessen Auslage legen, und schon muss man wieder zu Hildred und die Bestellung zubereiten.
    Durch Upgrades, die man am Ende eines wenige Minuten dauernden stressigen Arbeitstags kaufen kann, kann man sich z.B. neue Zutaten für neue Rezepte für teurere Gerichte, bessere oder mehr Öfen zur Steigerung der Produktivität, eine größere Auslage für mehr Vorsprung in der Herstellung oder ganz einfach optische Anpassungen für die Charaktere oder das Wirtshaus kaufen.
    Zwischen den Tagen laufen ab und an ein paar Zwischensequenzen, die entweder einen Hauptplot um einen mysteriösen Mr. J, der seine Feinde vom Paar getötet und zubereitet sehen will oder kleinere Side-Plots um andere Bewohner der Stadt beinhalten. Diese sind nicht allzu interessant, aber eine nette Abwechslung.
    Nach fünf Stunden Spielzeit ist man mit Ravenous Devils nahezu vollständig durch. Für den Kaufpreis von 4€ ist das absolut angemessen.
    Grafisch macht es auch eine sehr gute Figur. Zwar ist es von der Seite betrachtet, aber die 3D-Grafik sieht wirklich schick aus und das Städtchen, dass man beim Zoom vor die Ladentür sehen kann wirkt überaus lebendig.
    Ich kam für die Gewalt und blieb für ein wirklich gutes, kurzes und knackiges Managementspiel. Wer nicht allzu zart besaitet ist, sollte es sich nicht entgehen lassen. Allerdings weiß ich nicht, wie gut das Point & Click-Gameplay auf der Konsole daherkommt.
    9/10


  2. #5352
    Avatar von Siyah
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    Fertig.
    Endlich hat meine Sucht ein Ende.
    (Zumindest bis Hogwarts Legacy rauskommt, wenn es kein Flop wird.)

    100% erreicht.
    Ich kann es endlich deinstallieren ohne einen Sheldon-Cooper-Anfall zu bekommen.

  3. #5353
    Avatar von Ryo Hazuki
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    So, ich habe dieses Jahr tatsächlich auch ein paar Spiele durchgespielt

    Disney’s Aladdin (SNES)
    Optisch super gealtertes Jump N‘ Run, welches heute immer noch Spaß macht. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass es wirklich sehr einfach und sehr kurz ist. Aber hat Laune gemacht! Optisch hat man die Vorlage sehr gut getroffen. Das Spiel ist unglaublich bunt. Der Soundtrack gefällt mir auch und man hat ein gutes Moveset. Die Level bzw. der Ablauf orientiert sich sehr stark an dem Film. Habe tatsächlich Lust den Mal wieder zu schauen.

    Kentucky Route Zero (Switch)
    Das Spiel ist ein Point & Click Adventure, ist ursprünglich zwischen 2013 und 2020(!) in 5 Episoden erschienen und wurde dann komplett ,inklusive vier weiterer Prologe und einem Epilog 2020 als TV Edition rausgebracht. TV Edition macht jetzt auch im Nachhinein Sinn, da das Spiel bald auch bei Netflix enthalten sein soll. Was ich für eine Interessante Wahl halte^^ Da das Spiel zwar unglaublich atmosphärisch ist aber fast (nur in einem Bonus Kapitel) keine Sprachausgabe oder Musik (bis auf ein paar gesungene Stücke) enthält! Das heißt also die Zuschauer müssen lesen. Hier ist lesen, lesen und noch mehr lesen angesagt. Meine Fresse, muss man viel lesen Dabei lese ich eigentlich gerne. Aber hier hat man es überzogen. Gerade weil das was man liest nicht wirklich immer interessant ist und manche Dialoge gefühlt ewig dauern und nicht immer die Handlung vorantreiben. Wobei das mit der Geschichte und dem was man eigentlich sagen will, sowieso nicht immer ganz klar wird. Was die Art anbelangt wie die Geschichte erzählt wird, hat man sich wohl an David Lynch orientiert. Oder zumindest wirkt es so. And THAT’s not a good thing! Dabei beginnt das Spiel wirklich gut. Die erste Episode ist auch insgesamt die beste. Spannend erzählt, teilweise richtig creepy und das Ende hat mich richtig gehooked. Mega Danach baut das Spiel aus oben genannten Gründen immer mehr ab und am Ende war ich froh das es vorbei war. Die Grafik ist sehr simpel gehalten aber man schafft es mit diesen wenigen Mitteln und guten Soundeffekten eine sehr starke und bedrückende Atmosphäre zu schaffen, dies ist auch gleichzeitig die größte Stärke des Spiels! Zur Story…es geht (zunächst) um einen Lieferfahrer namens Conway, dieser soll Antiquitäten zu einer bestimmten Adresse bringen und dafür muss er über die Zero Route. Den Weg zu finden ist nicht sehr einfach, dabei lernt er Menschen kennen und dann…passieren Sachen. Es geht um Schulden…Neuanfänge…und bestimmt auch um was anderes Kunst in Spielen ist okay aber Kunst mit der Brechstange ist schlecht. Trotzdem bekommt das Spiel von mir noch 6/10, gerade aufgrund der ersten und ja, zweiten Episode und der unglaublichen Atmosphäre.

    Life is Strange: True Colors (Xbox, GP)
    …a.k.a. Dorfromantik Story Mode Das erste Life is Strange ist eines meiner absoluten Lieblingspiele und als Gesamtkunstwerk für mich unübertroffen. Before the Storm fand ich, von der Story her, gerade weil es das Prequel zum Vorgängen ist, sehr enttäuschend und Season 2 habe ich noch nicht gespielt. Von TC habe ich viel Gutes gelesen und jetzt wo es in den GP ausgenommen wurde, hatte ich es mir installiert. Man spielt Alex Chan, die nach langer Zeit ihren Bruder Gabe wiedersieht und diesen in seinem Xtreme unrealistisch-idyllischen Heimat „Dorf“ Haven Springs besucht…und dann passieren Dinge. Im Gegensatz zu Max Caulfield, der Protagonistin auf LiS1, die die Zeitmanipulieren konnte, kann Alex (zum Teil) die Gedanken und Gefühle anderer Menschen lesen, diese beeinflussen und wird umgekehrt, wenn die Gefühle dieser sehr heftig sind, ebenfalls von diesen eingenommen und reagiert dementsprechend…so würde ich es zusammenfassen. Wie auch die anderen Teile ist dies ein Adventure. Man führt Gespräche, untersucht Dinge, liest, trifft gelegentlich Entscheidungen und folgt der Story. Ich muss sagen, ich fand das Spiel…okay. Mehr aber auch nicht. Das fängt bei der Kulisse an, die einfach zu schön ist um wahr zu sein. Wirklich man hat es hier einfach übertrieben, dass es einfach nur unrealistisch wirkt. Weiter geht es mit den herzensguten (bis auf die Antagonisten) Bewohnern der Stadt, wobei es mit Gabe auf die Spitze getrieben wird. Die Charaktere sind größtenteils völlig klischeehaft und unglaubwürdig. Besonders bei Steph hat man wirklich nichts ausgelassen. Zu ihr gibt es noch eine extra Episode (DLC) die mich aber aufgrund ihrer Darstellung nicht interessiert. Ryan hingegen ist die personifizierte Langeweile ist. Auch Alex selbst hat keine wirklich interessante Persönlichkeit, bekommt aber in der letzten Episode etwas Feinschliff. Die Story selbst, die sich als Krimi entpuppt, hätte man in 3 – 3 ½ Episoden erzählen können, man wollte aber 5 haben, so dass speziell Episode 3 (LARP) einfach die Definition eines Fillers geworden ist. Eine weitere Sache die mich stört ist, dass auch wenn mich die Story nicht wirklich abgeholt hat, sie war nicht schlecht aber eben auch nichts besonders, man natürlich trotzdem emotional investiert ist, entsprechend Entscheidungen trifft und diese FALSCH sein können (hat mit einer Abstimmung am Ende zu tun). WTF?! Wie kann das sein? Das hat mich schon bei BtS extrem gestört. Hier ein Beispiel:
    Spoiler
    Charlotte ist durch den Verlust von Gabe natürlich traurig und wütend. So wütend, dass sie ihren eigenen Sohn hasst(!) und für den Verlust verantwortlich macht…was natürlich auch irgendwie stimmt. Aber sie hasst ihren Sohn! Und wenn man ihr diese Wut wegnimmt…ist das „falsch“. Ohne Worte…Wie soll man das wissen?

    Ich bereue nicht das Spiel gespielt zu haben, würde und werde dafür aber auch kein Geld ausgeben. 5,5/10


    Wreckfest (Xbox, GP)
    Ich bin kein Rennspiel Fan aber das hat Bock gemacht. Ich brauchte etwas Anlaufzeit aber dann bin ich richtig reingekommen in das Spiel und habe recht flott alle Cups geholt und war sogar so motiviert überall die volle Punktzahl zu holen. Ist auch weiterhin ein cooles Spiel für zwischendurch wenn ich einfach ein bisschen rasen oder meine Bestzeit übertreffen will. Habe ich via GP geholt und werde es mir noch kaufen. Vielleicht auch noch für die Switch on the go. 8/10

    The Outer Worlds (Xbox)
    Hier könnte ich seitenlang schwärmen aber ich halte mich kurz Das Spiel ist ein RPG aus der Ego-Perspektive mit aktiven Action Elementen. Also nicht Turned Base, im Gegensatz zu Fallout, sondern man ballert selbst Es kommt von Obsidian Entertainment, den Machern von Fallout: New Vegas. Man kann seinen Charakter ausarbeiten und je nachdem wie man ihn skilled hat man verschiedene Optionen bei Gesprächen und Missionsverläufen (kann man gut hacken, ist stärker beim ballern usw.), wodurch das Spiel einen hohen wiederspielwert hat. Bin jetzt gerade beim zweiten Durchlauf. Im Gegensatz zu anderen RPGs hat es mit 14 Stunden, wenn man sich nur auf die Main Quest konzentriert, mit Sidequest (die ich empfehle) verdoppelt sich die Spielzeit, eine angenehme Dauer. Die Welt ist sehr interessant gestaltet und für mich auch um einiges Interessanter als immer das gleiche Ödland und die Dialoge sind für mich als P&C Fan ein absoluter Traum. Selten in einem Spiel so gute Dialoge gesehen, die zum Teil zum Schreien komisch sind. Außerdem hat man wirklich die Möglichkeit richtig dämliche Antworten zu geben und es sich mit wirklich jedem zu verscherzen Alles in allem ist es für mich tatsächlich eines der besten Spiel der letzten Jahre! 9/10.
    Geändert von Ryo Hazuki (31.07.2022 um 22:57 Uhr)
    "Bwahahahahahahaha!"

  4. #5354
    Avatar von Rincewind
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    die Reviews zu LiS TC und Kentucky kann ich sehr gut nachvollziehen
    das idyllische Dorf (und gewisse Charaktere wie Steph) waren echt so übertrieben unrealistisch
    aber ich will nicht tiefer in die Materie diven

    Kentucky war echt ein Erlebnis .. leider wars dann auch irgendwie "too much" ^^


    Rinzi Game Awards (Juli 2021 Update)

  5. #5355
    Avatar von Garo
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    Zitat Zitat von Ryo Hazuki Beitrag anzeigen
    Also nicht Turned Base, im Gegensatz zu Fallout, sondern man ballert selbst
    ?
    Wohl noch kein Bethesda-Fallout gespielt?

    Ansonsten habe ich sehr interessiert deinen Bericht gelesen. Witzig, wie unterschiedlich unsere Ansichten sind. Ich fand LiS:TC fantastisch, The Outer Worlds aber eher meh...


  6. #5356
    Avatar von Ryo Hazuki
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    Doch habe ich. Aber ich gebe dir Recht, dass das falsch ausgedrückt ist. Ich weiß aber nicht mehr wie das System heißt. Man friert ja quasi ein, sucht sich das Ziel aus und greift an, Gegner reagiert. Das ist kein richtiges turned based...aber irgendwie schon, weil man ja warten muss, bis man den Effekt wieder nutzen kann, also wieder "am Zug" ist Man kann natürlich auch in Echtzeit angreifen aber dafür ist das Gunplay, mit Absicht, nicht gut genug bzw. darauf nicht ausgelegt. Damit ist man schon sehr nah an einem klassischen RPG-Kampfsystem.

    Zitat Zitat von Rincewind Beitrag anzeigen
    Kentucky war echt ein Erlebnis .. leider wars dann auch irgendwie "too much" ^^
    Was echt schade ist, weil es echt Potenzial hatte... Das nächste Projekt von Cardboard Computer würde ich aber wieder eine Chance geben, vielleicht lernen sie ja aus den Fehlern. Erzählerrisch waren ja zu Beginn gute Ansetzte da und atmosphärisch haben sie aus wenig viel gemacht!
    "Bwahahahahahahaha!"

  7. #5357
    Avatar von Garo
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    Zitat Zitat von Ryo Hazuki Beitrag anzeigen
    Doch habe ich. Aber ich gebe dir Recht, dass das falsch ausgedrückt ist. Ich weiß aber nicht mehr wie das System heißt. Man friert ja quasi ein, sucht sich das Ziel aus und greift an, Gegner reagiert. Das ist kein richtiges turned based...aber irgendwie schon, weil man ja warten muss, bis man den Effekt wieder nutzen kann, also wieder "am Zug" ist Man kann natürlich auch in Echtzeit angreifen aber dafür ist das Gunplay, mit Absicht, nicht gut genug bzw. darauf nicht ausgelegt. Damit ist man schon sehr nah an einem klassischen RPG-Kampfsystem.
    Ne, V.A.T.S. ist eher eine Art Special Move, den man ab und an einsetzt. Normalerweise spielt man Echtzeit.


  8. #5358
    Avatar von Garo
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    Plot
    In Nobody Saves the World spielt man den titelgebenden Niemand, einen einer weißen merkmallosen Puppe ähnelnden Charakter, der ohne Gedächtnis in einer Hütte aufwacht. Durch Dorfbewohner erfährt man, dass der große Magier Nostramagus vermisst wird während eine dämonische Pilz-Apokalypse droht. Auf der Suche nach Hinweisen auf Nostramagus' Verbleib mit dessen unausstehlichen Lehrling Randy findet Niemand einen Zauberstab und behält diesen. Ausgerüstet mit diesem ist es nun an Niemand(em) die Welt zu retten.
    Gameplay
    In der Draufsicht bewegt man sich durch eine große, handgezeichnete Welt, die voller böser Monster, ulkiger NPCs und Schätze ist. Erstere besiegt man nicht, indem man mit Niemands Patschehändchen nach ihnen wedelt, sondern indem man die Fähigkeiten des Zauberstabs nutzt. Mit diesem kann sich Niemand in eine ganze Reihe von Kreaturen verwandeln. Jede Form beginnt ab Freischaltung auf Rang "F" mit einer Attacke und einer passiven Fähigkeit, sowie einer Reihe Aufgaben (z.B. "Töte 10 Feinde mit Attacke XYZ"). Durch Abschluss dieser Aufgabe erhält man nicht nur Erfahrungspunkte, sondern auch Form-Punkte. Hat man genug gesammelt, steigt man mit der Form im Rang auf (F > D > C > B > A > S) und schaltet neue Angriffe (für die vier Face-Buttons) frei. Außerdem hat man einen Formen Baum. Erreicht man mit der ersten Form Rang C, schaltet man zwei weitere Formen frei. Das coolste an diesem System kommt aber erst später im Spiel, wenn man die Möglichkeit bekommt, jede From frei mit drei weiteren passiven Fähigkeiten und Attacken (außer der Grundattacke) jeder anderen Form auszustatten. was zu richtig coolen Wechselwirkungen führt und für viele der im Land verstreuten Dungeons unerlässlich ist.
    Experimentierfreudige Spieler haben hier viel Spaß und Freiheit.
    Grafik & Sound
    Das ganz Spiel ist in einem supercharmanten handgezeichneten, leicht skurrilen Stil gehalten. Mit den grellen Farben sieht es einfach nur fantastisch aus.
    Die Musik ist nicht weiter der Rede wert. Sie unterlegt die unterschiedlichen Areale der Welt und die Dungeons gut, sticht aber nicht wirklich heraus. Der Sound ist auch nicht weiter besonders, aber gibt das Geschehen sehr schön wieder.
    Sonstiges
    Hervorzuheben ist der Humor in dem Spiel. Seien es die Manafeen, die aussehen wie abgeranzte Drogendealer, die Treffen mit dem überheblichen Zauberlehrling Randy oder fluchende Delfine, überall gibt es was zu lachen.
    Das Gameplay, so abwechslungsreich es auch dank der vielen Fähigkeiten und der Freiheit, nutzt sich leider im Verlauf etwas ab. Mit meiner verdammten Completionist-Ader, wollte ich natürlich alle 18 (wenn ich mich nicht verzählt habe) Formen auf den S-Rang bringen. Gegen Ende musste ich mich zwar schon etwas quälen, da die Aufgaben für Form-Punkte aber genauso abwechslungsreich sind wie die Formen selbst, war das aber nicht ganz so schlimm. Insgesamte habe ich für meinen 100%-Spielstand 22 Stunden gesessen.
    Wichtig sei noch, hervorzuheben, dass das Spiel über einen Koop-Modus verfügt. Wer also jemanden hat, der sich mit in die Schlacht stürzen möchte, kann dies tun.
    Mir hat Nobody Saves the World sehr gut gefallen, aber vor allem das Crawlen von prozedural-generierten Dungeons ging mir zwischenzeitlich ein wenig auf die Nerven, vor allem wenn es um das Aufleveln der Formen ging.
    ​8/10


  9. #5359
    Avatar von kingm
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    Ich war/bin ein großer Fan von Zero Dawn, entsprechend groß war auch die Vorfreude auf und Erwartung an den zweiten Teil. Zu 100 % wurden die Erwartungen leider nicht erfüllt.

    Zum Einen liegt es daran, dass die beim Vorgänger noch spannende Hauptstory im zweiten Teil im Vergleich ziemlich schwach ist. "Vorhersehbar" beschreibt das eigentlich am besten. Das wirkt leider größtenteils nur so als wäre es Mittel zum Zweck, der Erkundung irgendwo einen Sinn zu geben.

    Dazu war es mein erster Titel auf der PS5 und der erhoffte optische Knalleffekt ist völlig ausgeblieben (ob diese Erwartung bei einem Titel, der auch noch auf der PS4 erschienen ist realistisch ist, kann man diskutieren). Ich muss zugeben, dass Zero Dawn eine Zeit lang zurück liegt, aber ich habe das optisch gleich in Erinnerung. Vor allem ist mir das gegen Ende aufgefallen, ab dem Zeitpunkt wo man
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    kann und viel von der Welt auf einmal sehen sollte. Da sieht man richtig, wie die Welt aus Kacheln zusammen gesetzt ist und sobald man näher ran kommt werden erst die Details geladen. Echt hässlich und da hätte ich mir viel mehr erwartet.

    Was dafür nach wie vor riesen Spaß macht ist, die abwechslungsreiche Welt zu erkunden. Ein paar kleine Rätseleinlagen mit den Reliktruinen bringen ein interessantes neues Element rein. Und was nach wie vor einfach großartig ist, sind die Kämpfe gegen die großen Maschinen. Die sind nach wie vor sehr beeindruckend und mit tollen Effekten untermalt (z.B. stärker werdende Vibrationen, wenn ein Donnerkiefer näher kommt usw.).

    Es hat Spaß gemacht, meine Erwartungen wurden aber leider nicht erfüllt.

  10. #5360
    Avatar von Tiago
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    Irgendwie nehme ich mir immer vor total viel über Spiele zu schreiben, die ich durchgespielt habe und am Ende schreibe ich kaum etwas... oder gar nichts. Hm.


    Mittlerweile schon wieder etliche Wochen her, aber ich habe den PS1-Klassiker Breath of Fire III durchgespielt. Als PS1-Version auf der Vita.

    BOF3 ist eines dieser Spiele, die ich mal angezockt habe und die ich "unbedingt irgendwann noch durchspielen wollte". Nun, nach zig Jahren ist dieses Irgendwann sogar mal eingetreten und ich bin... ernüchtert.

    Erstmal wirkt alles solide: Coole Charaktere, solide Grafik (für die Party auch recht schicke Sprites) und okaye Musik. Leider verzettelt sich das Spiel aber sehr, sehr lange in Nebengeschichten, die vom Gefühl her nicht allzu viel zur Geschichte beitragen... tatsächlich kam ich sogar irgendwann an dem Punkt, an dem ich mich gefragt habe, ob ich das Spiel nicht lieber beiseite legen und etwas anderes spielen sollte. Da dies aber nicht, das "irgendwann möchte ich das Spiel noch durchspielen"-Gefühl abgehakt hätte, habe ich weitergespielt.

    ... zum Glück. Denn die Geschichte bietet später tatsächlich noch ein paar Momente, die interessant sind und zum Nachdenken anregen. Leider bleibt die Geschichte aber relativ oberflächlich und verspielt unfassbar viel Potential einer eigentlich recht unkonventionellen Geschichte: Ist der Held in Wahrheit eine Gefahr für andere und sich selbst?

    Tatsächlich habe ich immer wieder gelesen, dass es besser gewesen wäre, die anderen BOFs gespielt zu haben, da sich eine Art Lore im Hintergrund zusammenpuzzeln lässt, welche die ein oder andere offene Frage klärt, um ehrlich zu sein, habe ich dafür aber kaum noch die Motivation für. BOF4 habe ich zwar damals auch gekauft, aber ich denke nicht, dass ich das so bald spielen werde, sofern ich nicht irgendwo lese oder höre, dass es nochmal eine Schippe drauflegt.

    Auch das Kampfsystem ist bietet nicht allzu viel Tiefgang und ist ab einem gewissen Punkt leider recht broken: Ein Charakter bekommt (ab einem gewissen Moment im Spiel) die Möglichkeit, sich in ein Monster zu verwandeln und dadurch unfassbar viel Damage auszuteilen. Der Haken: Er gerät in Rage und greift auch die eigenen Leute an. Die Lösung: Ein Skill, den man schon fast ganz am Anfang bekommen kann, erlaubt es, das Ziel von Rage-Charakteren zu bestimmen. Wird kurzerhand also der feindliche Boss als Ziel deklariert, erledigt das Monster quasi den Kampf von alleine. Die anderen Charaktere brauchen dann nur noch zu heilen oder zu unterstützen... das bedeutet zwar noch nicht, dass jeder Kampf ein Zuckerschlecken ist, aber erleichtert die Geschichte doch ungemein.

    Alles in allem ist BOF3 ein solides Spiel, dass sich kaum Schnitzer erlaubt, aber leider letztendlich auch ein Spiel ist, dass ich bald wieder fast vollständig vergessen haben werde.

    Ich denke ich würde dem Spiel dennoch eine 3/5 für ein durchschnittliches Spiel geben, dass man heutzutage aber nicht mehr unbedingt gespielt haben muss.


    Vllt noch kurz drangehangen: Wave Race 64 (US Version via Switch Online)

    Auch heute noch ein unfassbar tolles Spiel, dessen Spielmechanik super simpel und gleichzeitig toll spielbar ist. Die Wellen sehen auch heute noch toll aus und machen unfassbar viel Spaß. Lediglich die Weitsicht ist mir hier und da etwas sauer aufgestoßen... die ein oder andere Boje hätte ich gerne früher gesehen.

    Nichtsdestotrotz habe ich alle Cups durchgespielt und als erster abgeschlossen (letzteres war eher ein zufälliges Nebenprodukt), was ich glaube ich noch nie geschafft habe. Diese Strecke im Eis war mir nämlich ziemlich neu und die gespiegelten Strecken kannte ich auch noch nicht. War aber super interessant zu spielen.

    Für mich ein echter Evergreen und N64-Must-Have. 5/5 - MAXIMUM POWER!

    Twitter @Turbo_Tiago



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