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  1. #171
    Avatar von Fabian
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    Zitat Zitat von Heavydog Beitrag anzeigen
    Nur fanden sie selten ein Mittel durch die engen Abwehrreihen, da Automatismen nicht vorhanden waren, Spieler außer Form waren, die Einstellung fehlte etc etc. Aber ja, Spanien und Deutschland wollten offensichtlich mit dem Ball, war leider nur schlecht umgesetzt.
    Man darf aber auch nicht glauben, dass Deutschland oder Spanien da großartig andere Möglichkeiten gehabt hätten. Wenn die Gegner schon gar nicht die Intention haben in der Offensive irgendwelche Akzente zu setzen, sondern sich automatisch zurückziehen und abwarten, dann hat man nicht viel Wahl - man wird quasi zum Ballbesitz gedrängt. So gesehen bekommen diese Top-Teams gar nicht die Möglichkeit einen destruktiven Fußball zu spielen.

    Wobei ich auch nicht glaube, dass das für die genannten Teams wirklich eine Alternative gewesen wäre. Als abwartende Kontermannschaft hätte Deutschland wohl auch keinen Blumentopf gewonnen, darauf ist man einfach nicht ausgerichtet.
    Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie ~Immanuel Kant

  2. #172
    Avatar von Heavydog
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    Natürlich! Bei Deutschland und Spanien war ja auch aus vorigen Turnieren und der Quali bekannt, dass sie viel Ballbesitz haben wollen, andererseits werden sie freilich auch von den passiven Gegnern dazu genötigt.

    Interessanter Weise zeigt aber der neue Weltmeister, dass man auch als Favorit den Ball schon gut mal abgeben kann. Frankreich hatte nicht so hohe Ballbesitzzeiten wie Deutschland/Spanien, oft sogar weniger als der Gegner (sogar gegen Peru!).

    Allein von der individuellen Qualität her hätte Frankreich aber einen sehr dominanten, kombinativen Fußball spielen können, wollten sie aber nicht. Irgendwie ist Frankreich einfach der perfekte Weltmeister dieser WM - Hauptsache hinten sicher stehen und vorne wird man schon irgendwie die Fehler der Gegner ausnutzen können.
    Geändert von Heavydog (16.07.2018 um 17:13 Uhr)

  3. #173
    Avatar von Fabian
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    Stimmt schon, die Franzosen haben überraschend zurückhaltend gespielt. In der Gruppenphase hab ich ja - glaube ich - auch das ein oder andere Mal geschrieben, dass die Spiele eher zäh waren und nicht allzu souverän gewonnen worden sind. Offensichtlich war dieser eher pragmatische Ansatz für dieses Team aber genau richtig.

    Wie auch immer, man darf aber auch nicht vergessen, dass die Ballbesitzzahlen vielleicht auch nicht immer die ganze Geschichte erzählen. Ich greife einfach mal die Partie gegen Peru auf, weil du die als Beispiel genannt hast. Klar, die Rollen sind hier eindeutig verteilt und so gesehen würde man mehr Dominanz von den Franzosen erwarten. Jedoch hatte Frankreich in diesem Spiel durchaus eine Drangphase, so ca. ab der 15. Minute bis zum Treffer. Der ist nach ca. einer halben Stunde gefallen.

    Klar, die Franzosen haben sich dann zurückgezogen. Hier muss man aber auch berücksichtigen, dass Peru nicht verlieren durfte, um noch Chancen auf das Achtelfinale zu haben. Sie mussten also auch Druck machen, in Rückstand und damit sicher ausgeschieden zu mauern, das wäre absurd. Bei einer WM, in der man nur so wenige Spiele hat, gerät man natürlich viel schneller unter Zugzwang. Übrigens ist es kein neuer Trend, dass das Verlierende Team ein wenig mehr Ballbesitz hat, vor allem wenn es früh in Rückstand gerät.

    Wie auch immer, ich würde die Franzosen deshalb auch nicht als klassisch destruktiv spielende Mannschaft bezeichnen. Sie haben ihre Balance gefunden, können zwischen Druckphasen und eher abwartenden Phasen wechseln. Das haben sie bei dieser WM gut gemacht. Natürlich gehört dazu auch ein gewisses Matchglück (z.B. Eigentor von Australien im ersten Spiel), aber das hatten die letzten Weltmeister allesamt.

    Die Möglichkeit nicht nur zu mauern, sondern selbst auch mal das Spiel zu machen, unterscheidet den Weltmeister dann meiner Meinung nach auch von den "Mauerteams" in der Bundesliga, die sogar in Rückstand nicht wirklich nach vorne kommen. Demnach wäre es vielleicht sogar wünschenswert, wenn diese sich an Frankreich orientieren. Wäre mir lieber als z.B. die Engländer als Vorbild, die für meine Begriffe auch aufgrund der fehlenden Ausgeglichenheit nicht ins Finale eingezogen sind. Gefahr ausschließlich durch Standards geht eben auch nicht immer gut.
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