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Igel ärgern!

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Igel ärgern!

Das Brettspiel Zoff im Zoo aus dem Hause Spiele von Doris & Frank, schaffte es im Jahr 2000 auf die Auswahlliste zum Spiel des Jahres, scheiterte dort dann allerdings an Torres von Rio Grande Games. Doch den ersten richtigen Erfolg hatten die beiden seit 1989 tätigen Hobby-Brettspielverleger schon sehr viel früher mit dem Brettspiel Igel Ärgern! Da bleibt doch nur zu hoffen, dass sich im nun folgenden Review der zuständige Redakteur nicht ärgern muss.

Spielregeln


Bei jedem Brettspiel gibt es natürlich auch Spielregeln, so besteht der Zug eines Spielers aus drei Aktionen, die er auf einem karierten Spielfeld ausführen muss. Zuerst wählt man eine der sechs zur Verfügung stehenden Bahnen, dann darf man einen beliebigen eigenen Igel einen Schritt seitwärts in eine benachbarte Bahn bewegen und anschließend bewegt man einen Igel in der gewählte Bahn einen Schritt nach vorne. Während man seitwärts nur eigene Igel bewegen kann, kann bzw. muss man in einigen Fällen auch gegnerische Igel Vorwärts bewegen. Der Spieler, der am Ende zuerst drei seiner vier Igel ins Ziel gebracht hat, gewinnt das Spiel. Bis zu sechs Spieler dürfen am Wettkampf zwischen Igel und Igel teilnehmen. Da es unterschiedliche Spielbretter gibt, ist auch etwas Abwechslung vorhanden, auch wenn der Spielablauf der gleiche bleibt.

Spezialregeln


Neben den grundsätzlichen Spielregeln gibt es noch eine individuelle Regelgestaltung, bei der man bestimmte Regeln für das Spiel aktivieren kann. So ist es in einer Regel beispielsweise einstellbar, dass mehrere Igel sich auf dem gleichen Feld befinden können oder eine Bewegung eines nachrückenden Igels den Vordermann automatisch vorschiebt, weil immer nur ein Igel auf einem Feld sein darf. Außerdem kann man einstellen, dass der erste Igel, der das Ziel erreicht hat disqualifiziert wird, die Wahl der Bahn zufällig geschieht oder man sich seitwärts vom Brettrand zum entsprechenden Feld in der gegenüberliegenden Bahn bewegt. Eine schöne Sache, aber von einer Förderung der Langzeitmotivation würde man noch nicht sprechen. Eine kurze Erklärung noch zu auf manchen Spielbrettern zu findenden Grubenfelder, die einen Igel so lange darin schmoren lassen bis er von allen anderen Igeln eingeholt wurde. Wer mit etwas Pech und mit der Regel einer zufällig ausgewählten Bahn spielt, kann schon einmal eh er sich versieht bis zu drei der vier Igel in Gruben haben und muss mit ansehen, wie der gegnerische Spieler nur drei seiner vier Igel an einem vorbeiziehen lässt. Dann bringt auch der letzte Igel nichts, da die Chancen 1:6 stehen, dass überhaupt die richtige Bahn automatisch ausgewählt wird, um wenigstens den eigenen vierten Igel an den Gruben-Igeln vorbei zu schleusen.

Mehrspielermodus


Wer bis zu fünf Freunde auftreiben kann, die neben einem eigenen Nintendo DS auch ein Spielmodul besitzen kann auch im Multi-Karten-Spiel gegeneinander antreten. Da die Wahrscheinlichkeit eines solchen Unterfangens allerdings gering sein dürfte, hat Oxygen Games dem Spiel auch noch einen Mehrspielermodus auf einem Nintendo DS spendiert. Das abwechselnde Bewegen und anschließende Herumreichen des Handhelds ist zwar auch nicht die optimale Lösung, allerdings wesentlich angenehmer als die erfolglose Suche nach weiteren Igelfreunden.

Grafik und Sound


Grafisch ist die Umsetzung des Brettspielklassikers gelungen und dürfte vor allem eine jüngere Zielgruppe ansprechen. Natürlich wird optisch kein Feuerwerk angezündet, immerhin sind die Möglichkeiten auf dem kleinen Spielfeld doch sehr begrenzt. Akustisch hat man zwischenzeitlich das Gefühl die Lautsprecher des Handhelds gar nicht angeschaltet zu haben, so wenige Melodien und Soundeffekte kommen aus dem Lautsprecher. So kann man sich als Redakteur wenigstens nicht über eine schlechte akustische Leistung beschweren.
Weiterführende Links: Forum-Thread

Fazit & Wertung

Obwohl Igel Ärgern! sowohl grafisch als auch umfangstechnisch keine Bäume ausreißt, hatte ich beim Spielen durchaus Spaß. Warum es am Ende trotzdem nicht für eine höhere Wertung reicht ist schnell erklärt, denn schon nach wenigen Spielen war im Einzelspielermodus die Luft raus und wenn man dann niemand aus dem Freundeskreis in der Nähe ist, wandert das Spiel erste einmal ins Regal und wird dort eventuell erst beim nächsten Nintendo DS-Multiplayer-Abend zu einigen kurzen Runden heraus geholt.

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