Im Mai erscheint mit „Yoshi and the Mysterious Book“ ein Spiel für Nintendo Switch 2, das den kleinen grünen Kerl abermals in die Hauptrolle seines eigenen Abenteuers versetzt. Während uns das bisherige Marketingmaterial nur ein paar spärliche Infos zum Setting und zur Grundprämisse gegeben hat, sind wir hinsichtlich des Spielprinzips und des Gameplays bisher noch arg im Dunkeln geblieben.
Kürzlich hatten wir jedoch die Möglichkeit das Spiel für rund 1,5 Stunden bei Nintendo anzuspielen, um uns so einen konkreteren Eindruck vom Geschehen zu verschaffen. Dabei wurde eines recht schnell klar: „Yoshi and the Mysterious Book“ greift zwar zahlreiche Elemente der Vorgänger auf, scheint aber weit mehr als nur ein neues Gewandt anzulegen, denn gerade mit Blick auf die Spielmechaniken waren wir mehr als verblüfft, welchen Weg dieses Spiel einschlägt. Wohin die Reise hinzugehen scheint, verraten wir euch in unserer Preview zu „Yoshi and the Mysterious Book“.

Fällt ein Buch vom Himmel
Die Yoshis staunen nicht schlecht, als ein mysteriöses Buch namens Enzo auf der Insel der kleinen, friedvollen Wesen auftaucht. Doch anstatt nur als erzählerische Aufhänger zu dienen, spielt sich all das was im Spiel geschieht auf den Seiten des dicken Wälzers ab. Sie fungieren sozusagen als Oberwelt, die auf mehrere Seiten aufgeteilt ist. Auf diesen sind die einzelnen Kapitel, sprich Habitate abgedruckt. Der Clou: Jede Doppelseite wird nicht einfach nur abgelaufen, sondern möchte mittel Enzos Monokel, das den Yoshis als Lupe dient, erkundet werden. Während unserer Anspielzeit probierten wir die Suche gleich mehrfach aus und stießen auf zahlreiche, wirklich ungewöhnliche Wesen, von den wir euch unbedingt erzählen wollen.
Blu-Flau-Traub-Frosch?
Die kleinen Wesen, die man auf seiner Reise treffen wird, haben uns schon in den ersten Spielminuten ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Dabei sind die Kreaturen, nicht bloß charmantes Beiwerk, sondern bilden tatsächlich den Dreh- Angelpunkt des Spiels. Ganz einer Enzyklopädie entsprechend, gilt es für Yoshi nämlich herauszufinden, welche Eigenschaften und Fähigkeiten die kleinen Racker mit sich bringen, hier wird also richtig wissenschaftlich analysiert.
Dazu gehört auch das man alle Wesen auch mal in den Mund nimmt, um ihren Geschmack zu überprüfen. Yoshi kann seine Zunge einfach nicht für sich behalten. So kommt es, dass man herausfindet, dass die kleine Blume Susel Dusel süßlich schmeckt und der Frosch mit Ringmund einen bitteren Seifengeschmack hat, was ihn Yoshi schnell wieder ausspucken lässt.


Lecker Frosch?
Der Zungenmove ist selbstverständlich nicht der einzige klassische Trick, den Yoshi auf Lager hat. Es darf abermals nach Herzenslust gerannt, geschnappt und gestrampelt werden. Auch die gute alte Stampfattacke ist mir an Bord. Neu hingegen ist der Tail Flick, der Yoshi im Kreis rotieren lässt, womit er zum Beispiel die kleinen Kreaturen auf sich satteln kann.
Schnapp-Mini-Bohr?
Neben den unterschiedlichen Aromen bieten die Kreaturen aber noch viel mehr. Der bereits erwähnte Frosch kann Blasen erscheinen lassen, mit Hilfe derer sämtliche Wesen und Gegenstände schweben können. Die so genannten Schnappasiten verwandeln sich in Dinge, die sie aufgeschnappt haben und die kuscheligen Stöbflausche, verteilen sich wie Pusteblumensamen und bringen mitunter Fels zum Brechen. Der Entdeckerdrang, all das zu herauszufinden, war bei uns sofort geweckt.
Dabei sind die Level, die allesamt recht kompakt aber ausreichend groß sind, frei zu erkunden. Es gibt kein bloßes von links nach rechts, um ein Ziel zu erreichen. Stattdessen gilt es die Areale auch in ihrer Tiefe zu erforschen, Dinge auszuprobieren, auf Hinweise anderer Charaktere zu hören oder die Kreaturen und ihre Fähigkeiten zu kombinieren. In einem Level können wir so zum Beispiel die diebischen Mini-Mauser dazu benutzen unerreichbare Gegenstände für uns zu mausen, um eine Aufgabe des entsprechenden Levels zu absolvieren. In einem anderen Abschnitt gilt es einige Shy Guys aufzuspüren, die sich gegenseitig verraten, wo sie versteckt sind, wenn man genau darauf achtet, was sie von sich geben.

Ein Wiedersehen altbekannter Freunde
Alles in allem haben wir nicht schlecht gestaunt, weil kein einziges Level dem anderen geglichen hat. Jedes hatte ein anderes Ziel, was ein unterschiedliches Vorgehen erforderte und was wiederrum das Spielgeschehen sehr abwechslungsreich machte. Wir sind gespannt, ob im finalen Spiel dieser Grad an Varianz aufrechterhalten werden kann.
Yoshivania
Einen interessanten Fakt haben wir noch während unserer Anspielzeit bemerkt: Wir hatten oben bereits die Felsen erwähnt, die durch den Stöbflausch zerstört werden können. Jene kommen jedoch nicht nur in diesem spezifischen Level vor, sondern bereits auch in vorigen Arealen. Was uns vermuten lässt, dass innerhalb des Spiels kleinere Metroidvania-Aspekte zu finden sind. Das heißt dass man im Verlauf, nach Fund spezieller Kreaturen, in andere Abschnitte zurückkehren kann, um weitere Aufgaben erfüllen zu können. Das scheint ein guter Motivationsgrund zu sein, bereits besuchte Level erneut erkunden zu wollen.
Wir hoffen, dass die Entwickler im Endprodukt hier jede Menge Möglichkeiten bieten werden. An Sammelobjekten und Co. mangelt es in „Yoshi and the Mysterious Book“ nämlich nicht, sogar die Grinseblumen sind wieder mit dabei.
Ein Bilderbuch
Optisch schlägt das Spiel im Vergleich zu den letzten Ablegern nochmal eine andere Richtung ein. Der Artstyle ist eine Kombination aus Zeichnungen und comichafter Darstellung, die natürlich hervorragend zur Buchthematik passt. Insbesondere waren es die liebevollen Animationen und Detaildarstellungen, die es uns wirklich angetan haben. Allein die Darstellung von Yoshis Sprintanimation ist so zuckersüß, dass man ihn am liebsten abknutschen würde.

Die Animationen im Spiel haben es uns angetan
Unsere Eindrücke im Videoformat
Vorschau gelesen? Dann schaut auch gerne unseren 3-Minütigen-Videobeitrag zu „Yoshi and the Mysterious Book“. Ihr bekomm erste Eindrücke zum Gameplay und wir verraten euch, was uns am besten gefallen hat.
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Fazit
Schon nach kurzer Anspielzeit wirkt „Yoshi and the Mysterious Book“ wie ein Yoshi-Spiel, das sich mehr traut als viele seiner Vorgänger. Die kreative Nutzung der kleinen Wesen, die offene Erkundung und die charmante Buchinszenierung machen Lust auf mehr. Entscheidend wird am Ende sein, ob Nintendo diese Ideenvielfalt bis zum Abspann aufrechterhalten kann. Das Potenzial für eines der spannendsten Yoshi-Abenteuer der letzten Jahre ist aber ohne Frage da.
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