Mit „Pokémon Pokopia“ erschien am 5. März 2026 ein Pokémon-Spiel für die Nintendo Switch 2, welches einen neuen Weg einschlägt. Hierbei handelt es sich um ein Cozy-Spiel, bei dem man mithilfe von Pokémon-Fähigkeiten, die der Protagonist Ditto kopiert, seine ganz eigene Welt kreieren kann. Ob das brandneue Konzept mit den beliebten Taschenmonstern funktioniert und langfristig begeistern kann, haben wir für euch getestet.

Die verlassene Ödnis muss wieder aufgebaut werden.
Wo sind bloß alle hin?
In „Pokémon Pokopia“ gibt es so viele Möglichkeiten, das Spiel zu genießen. Man kann die umfangreiche Umgebung erkunden, eigene Habitate erschaffen, um sich mit neuen Pokémon anzufreunden, ihre Wünsche erfüllen oder sogar die Pokémon-Welt und die eigene Wohngelegenheit nach Belieben dekorieren. Doch bevor all diese Optionen offen stehen, beginnt die Geschichte entspannter und man wird nach und nach mit den Möglichkeiten vertraut gemacht.
Zu Beginn trifft unser Protagonist Ditto auf Professor Tangoloss, der weder weitere Pokémon noch Menschen um sich hat. Die Welt wirkt leer und trostlos: Bäume und Umgebung sind ausgetrocknet, alles scheint verlassen. Gemeinsam mit dem Professor erkundet man die nähere Umgebung und erfährt Stück für Stück mehr über die aktuelle Situation und die Geschichte dieser verlassenen Welt. Mit der Zeit erhält man Missionen von Tangoloss, die einen dem großen Ziel näherbringen: dafür zu sorgen, dass die Menschen eines Tages zurückkehren, indem man der Welt zum neuen Glanz hilft.

Ditto schafft neue Habitate für zahlreiche Pokémon
Ein Spielelement von „Pokémon Pokopia“ ist das Erschaffen neuer Habitate, um Pokémon nach und nach wieder in die verlassene Welt zurückzuholen. Dabei hat jedes Pokémon eigene Vorlieben dafür, wo es sich wohlfühlt und schließlich auftaucht. Platziert man zum Beispiel vier Blumen direkt nebeneinander, kann dort ein Taubsi erscheinen.
Hinweise darauf, welche Bedingungen bestimmte Pokémon für ihr Habitat benötigen, findet man dabei auf unterschiedliche Weise: Manche entdeckt man direkt in der Welt, andere erfährt man von den Pokémon selbst oder kann sie im Laden erwerben. Immer mehr Pokémon lassen sich entdecken; sie laufen umher, spielen miteinander und interagieren, wodurch die Welt deutlich lebendiger wirkt. Es ist sehr motivierend, neue Pokémon zu entdecken und die Interaktionen zwischen ihnen zu beobachten.
Um die Umgebung zu verändern, nutzt Ditto außerdem Fähigkeiten, die es von manchen entdeckten Pokémon kopiert – etwa Pflanzen bewässern, Hindernisse zerschneiden oder Felsen zertrümmern. Mit der Attacke Pflücker lassen sich wiederum sprießende Blumen versetzen. So eröffnen sich neue Möglichkeiten, die Welt zu gestalten.

Aufbau einer ganz eigenen Pokémon-Welt
Neben dem Erschaffen von Habitaten bietet „Pokémon Pokopia“ auch viele Möglichkeiten, die Welt ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. So lassen sich beispielsweise Häuser errichten, die anschließend individuell eingerichtet werden können. Möbel, Dekorationen oder Spielzeug wie Bauklötze können frei platziert werden und verleihen den Gebäuden eine persönliche Note.
Auch die Umgebung selbst lässt sich verändern: Blöcke können abgebaut und an anderer Stelle wieder platziert werden, wodurch sich Landschaften und Wege neu formen lassen. Dabei fühlt man sich stellenweise an kreative Sandbox-Spiele wie „Animal Crossing: New Horizons“ oder „Minecraft“ erinnert. Allerdings zeigt sich hier auch eine kleine Schwäche des Spiels, denn die Steuerung wirkt gelegentlich etwas hakelig, sodass man beim Bauen manchmal versehentlich an der falschen Stelle einen Block platziert oder entfernt. Auch in der freien Landschaft lassen sich Möbel wie gemütliche Betten, Spielzeug und Deko platzieren. Die weitläufige Spielwelt lädt dazu ein, sie in Ruhe zu erkunden und nach und nach nach den eigenen Vorstellungen umzugestalten.
Erfüllung von unzähligen Wünschen
Neben dem freien Erkunden und Gestalten sorgen in „Pokémon Pokopia“ auch verschiedene Aufgaben dafür, dass der Spieler stets ein klares Ziel vor Augen hat. Die Pokémon äußern immer wieder kleine Wünsche, die erfüllt werden wollen, um ihre Zufriedenheit zu steigern, zum Beispiel ihre Umgebung anzupassen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Challenges, wie beispielsweise das Sammeln einer bestimmten Menge an Steinen. Diese bringen Geld ein, mit dem wiederum Items oder neue Anleitungen gekauft werden können. Von besonderer Bedeutung sind jedoch die wichtigen Wünsche, die meist von Professor Tangoloss kommen, etwa der Wiederaufbau eines Pokémon-Centers. Solche Missionen geben dem Abenteuer eine klare Richtung und motivieren dazu, die Welt Schritt für Schritt weiter aufzubauen und mit Leben zu füllen.

Der neue Stern am Cozy-Himmel?
All diese Systeme sorgen dafür, dass „Pokémon Pokopia“ auch auf lange Sicht motivierend bleibt. Das Spiel bietet eine angenehme Mischung aus einem übergeordneten Hauptziel – die Welt wiederaufzubauen und vielen kleinen Aktivitäten, die man in seinem eigenen Tempo angehen kann. Dadurch entsteht ein dauerhaftes, entspanntes Spielerlebnis, das von ruhiger und ikonischer Musik begleitet wird.
Einige Prozesse, wie der Bau eines Hauses oder dem Verarbeiten von gewissen Materialien, die von Pokémon verwendet werden, sind mit der realen Zeit verknüpft. So dauert zum Beispiel der Wiederaufbau eines Pokémon-Centers bis zum nächsten Tag. Das wirkt auf den ersten Blick als störend, aber durch die zahlreichen Möglichkeiten kann man darüber hinwegsehen und sich gut mit anderen Dingen beschäftigen.
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