Nach dem gigantischen Erfolg des „Der Super Mario Bros. Film“ war es keine Frage, ob ein Nachfolger von Illumination Entertainment und Nintendo in Planung wäre. Nur drei Jahre später ist es nun soweit, allerdings geht es nicht in die „Mario World“, sondern direkt in die „Super Mario Galaxy“. Wir hatten bereits den Chance, den Film zu sehen und können euch verraten, ob Fans für Rosalina, Bowser Jr. und weitere Überraschungen in die Kinos stürmen sollten.
Neue Helden braucht die Galaxie!
Bereits am Ende des ersten Teils war klar, dass Yoshi die Helden Mario, Luigi, Peach und Toad auf einem neuen Abenteuer begleiten würde. Und so startet der Film auch genau mit einem Zusammentreffen der Brüder und dem grünen Dino, der im Gegensatz zu vielen anderen ikonischen Figuren nicht in vollen Sätzen, sondern mit seinen typischen Tönen und Ausrufen spricht. Sowohl in der englischen als auch in der deutschen Fassung darf man sich auf Donald Glover freuen - ohne entsprechendes Wissen oder Sichtung des Abspanns wäre aber wohl niemand darauf gekommen, wer Yoshi spricht. Die Einführung funktioniert ein bisschen episodisch und ist nicht unbedingt an das große Abenteuer gebunden, doch das stört gar nicht, denn die wunderbar Humor-volle Szene, gespickt mit zahlreichen Anspielungen an die Videospiele, dürfte Fanherzen höher schlagen. Auch im weiteren Verlauf ergänzt Yoshi die Gruppe gut und zeigt sich von seiner lustigen und charmanten Seite, hilft dem Team aber auch durchweg.

Bei Rosalina sieht das etwas anders aus. Auch sie wird sehr früh eingeführt und spielt eine zentrale Rolle. Wer die Trailer gesehen hat, durfte ihre Fähigkeiten bereits bestaunen. Leider dreht sich die Geschichte zwar um sie, allzu viel tut sie aber nach dem Start des Abenteuers nicht. Das ist schade, denn der Charakter bleibt somit ein bisschen auf der Strecke und hätte durchweg präsenter sein können. Gleichzeitig kann man dem Film nicht zu böse sein, denn hier wurde dermaßen viel in die Laufzeit reingesteckt, dass man nicht allen Figuren gerecht werden konnte. Wir hoffen zumindest auf mehr Rosalina im Nachfolger!
Echte Überraschungen?
Nachdem Bowser im vergangenen Teil besiegt wurde und nun als Mini-Version im Schloss lebt, liegt es an Bowser Jr., seinen Vater zu befreien und das Universum zu erobern. Junior steht dabei seinem Vater in nichts nach und überrascht durchweg mit kreativen Kämpfen und der Nutzung seines Pinsels. Das kennen wir zwar alle aus „Super Mario Sunshine“, hier wurden aber zahlreiche Elemente zusammengemischt, um Bowser Jr. zu einem durchaus mächtigen Bösewicht zu formen, der eine echte Gefahr darstellt. Besonders schön ist dabei sein Charakter: Hier wird immer wieder klar, dass er lediglich ein Kind ist, das Bowser anhimmelt. Und somit entsteht mitunter genau die Dynamik, die Nintendo auch immer wieder in Videos nutzt, um die Vater-Sohn-Beziehung darzustellen. Bowser Jr. ist ein absolutes Highlight des Filmes!

Natürlich gibt es dann auch noch die Helden, die nicht mehr unbedingt überraschen, aber genau diejenigen unterhalten werden, die bereits den ersten Film möchten. Luigi ist etwas mutiger, Mario beweist stets sein Können, Toad darf noch mehr Fertigkeiten unter Beweis stellen und Peach bleibt eine Ikone, die nicht einfach gerettet werden muss, sondern den Titel der Prinzessin verdient. Und dann wären da noch die Lumas, die zugleich aberwitzig als auch wahnsinnig niedlich und charmant sind, sodass man jede Szene mit ihnen genießt.
Ein Märchen, das keines sein will
Zum eigentlichen Storyverlauf wollten wir gar nicht zu viel verraten, schließlich werden Fans bereits in Kürze diese selbst erleben können. Doch so viel sei gesagt: Wer den ersten Film mochte, dürfte hier ebenso seinen Spaß haben. Die Geschichte ist sehr seicht und dient eher als Mittel zum Zweck, um tolle Schauplätze zu präsentieren und die Charaktere auf ein Abenteuer zu schicken. Große Spannung kommt dabei vielleicht nicht auf, wer sich aber zurücklehnt darf sich auf eine enorme Vielfalt und ein extrem rasantes Tempo freuen. Deshalb hat „Der Super Mario Galaxy Film“ für uns sogar etwas besser funktioniert, auch weil es zwar wieder alle paar Sekunden Referenzen gibt, diese aber deutlich kreativer ausgefallen sind und ständig überraschen. Man sollte sich nur bewusst sein, dass die Atmosphäre des Spieles nicht unbedingt aufkommt, sondern das visuelle im Mittelpunkt steht. Und ja, der kürzlich enthüllte Charakter hat eine durchaus große Rolle und wurde dermaßen gut eingeführt, dass wir mit offenem Mund jegliche Nostalgie-Gefühle haben raushängen lassen.
-2.webp&w=3840&q=90)
Im Podcast gehen wir umfassend, aber spoilerfrei auf unsere Eindrücke zum Film ein. Unbedingt reinhören!
Mehr vom selben?
Wer den ersten Film aber bereits nicht mochte, könnte auch mit dem Nachfolger Probleme haben. Die Formel wird nämlich weitergeführt, die Charaktere bleiben Interpretationen des Originalmaterials und der Humor ist definitiv ein Mix aus Nintendo und Illumination. Zudem fragt man sich dann doch, ob nicht mehr möglich gewesen wäre, was spannende Wendungen oder emotionale Momente angeht. Das will der Film gar nicht bieten, aber man sollte mit realistischen Erwartungen an den Film herangehen.

Zudem gibt es dann doch eine Story-Überraschung, die etwas kontrovers sein dürfte. Das Team hat sich an einer Stelle bewusst dazu entschieden, etwas anderes als die Spiele zu machen. Leider nimmt man sich nicht genügend Zeit dafür und somit steht die Enthüllung im Raum, ohne die Handlung wirklich zu beeinflussen. Auch hier bleibt es spannend, aber einige Fans dürften hieran definitiv einen Kritikpunkt sehen - genauer werden wir nicht vorerst nicht darauf eingehen.
Ein wahrer Kinogenuss
Was man dem Film definitiv nicht ankreiden kann, ist die visuelle Gestaltung. „Der Super Mario Galaxy Film“ sieht durchweg beeindruckend aus und ließ uns regelmäßig staunen, sei es auf den belebten Planeten, mitten im Weltall, oder auch bei den wundervollen Animationen, die charmanter kaum hätten sein können. Alles von den Designs bis zu den Effekten und sogar unterschiedliche Animationsstile sind mit derart viel Liebe zum Detail gestaltet wurden, dass man auch beim 5. Mal schauen neue Details entdecken wird. Man will nicht einmal blinzeln, weil dann kleine Überraschungen oder Anspielungen verloren gehen könnten. Gepaart mit einem wunderbaren Soundtrack, der erheblich mehr Videospielmusik unterbringt, als noch der Vorgänger, wird deutlich, dass auf Kritik reagiert wurde.



-2-thumbnail-400-400.webp&w=3840&q=90)



-icon-80-80.webp&w=3840&q=90)