Das Guitar Hero“-Franchise ist heutzutage eine der gewinnträchtigsten Serien und gilt nicht erst seit dem neuesten Teil auf den Heimkonsolen mit Band-Feature zu den beliebtesten Mulitplayerspielen. Besonders der Controller sorgte für heitere Gesichter, denn man steuert nicht mit den Standard-Eingabegeräten, sondern seit dem ersten Teil bereits mit einer Plastik-Gitarre, bei „World Tour“ sogar mit Mikrofon und Schlagzeug. Der DS-Ableger „On Tour“ wurde währenddessen mit einem „Guitar Grip“ ausgeliefert, das in den GBA-Slot des DS gesteckt wird. Mit so viel Steuerfreude, machte natürlich auch das Spiel an sich einiges her. Nicht einmal vier Monate nach Erscheinen des ersten DS-Teils veröffentlich Activision mit „Guitar Hero On Tour: Decades“ bereits den Nachfolger. Wir haben ihn ausführlich für euch getestet und verraten euch, ob man mit dem Sequel genauso rocken kann.
Durch die Jahrzehnte mit Guitar Hero
Wie der Untertitel „Decades“ schon verrät, wurde beim neuesten Teil besonders auf die einzelnen Rock-Jahrzehnte Wert gelegt. So spielt man sich durch die heutige Zeit, 2000er, 90er, 80er und schließlich die 70er. In jedem der fünf Abschnitte gibt es jeweils fünf Lieder zu absolvieren, mit drei Bonusliedern erhält man schließlich eine Setlist mit 28 Songs. Die Liste ist mit mehr oder weniger bekannten Bands gefüllt, neben Urgesteinen wie Lynyrd Skynyrd, Bon Jovi oder Queen finden sich auch Tokio Hotel, Linkin Park und die Foo Fighters wieder.
Folgende Lieder sind im Spiel enthalten:
Alien Ant Farm – Smooth Criminal
Blind Melon – No Rain
Blondie – One Way Or Another
Bon Jovi – You Give Love A Bad Name
Edgar Winter Group – Free Ride
Fall Out Boy – The Take Over, The Breaks Over
Finley – Diventerai Una Star
Foo Fighters – The Pretender
Free – All Right Now
Guano Apes – You Can’t Stop Me
Jimmy Eat World – The Middle
Joe Satriani – Satch Boogie
Lenny Kravitz – Are You Gonna Go My Way?
Linkin Park – One Step Closer
Los Lobos – La Bamba
Lynyrd Skynyrd – Sweet Home Alabama
Oasis – Some Might Say
Pereza – Estella Polar
Phoenix – Everything Is Everything
Queen – We Are The Champions
R.E.M. – The One I Love
Red Hot Chili Peppers – Can’t Stop
Smashing Pumpkins – Tarantula
Stone Temple Pilots – Down
Survivor – Eye Of The Tiger
The Darkness – I Believe In A Thing Called Love
Tokio Hotel – Ready, Set, Go!
Weezer – Buddy Holly
Grün, rot, gelb und blau
Genau diese vier Farben finden Verwendung, wenn man in Guitar Hero Töne spielen möchte. Der DS wird beim Spielen wie ein Buch gehalten, das Guitar Grip befindet sich somit bei Rechtshändern in der linken Hand. Auf dem linken Bildschirm wird nun ein überlanger Gitarrenhals angezeigt, auf dem die farbigen Kreise von oben nach unten fahren. Sobald sich der Kreis an der vorgegebenen Stelle befindet, drückt man den zugehörigen Knopf am Grip und führt eine Streichbewegung mit dem Stylus oder dem mitgelieferten Plektron aus.
Hat man genügend Noten ohne Fehler gespielt, setzen die Multiplikatoren automatisch ein. Damit lassen sich die Punkte jeden Ton verdoppeln, verdreifachen und schließlich auch vervierfachen. Zudem gibt es noch spezielle, eckige Noten. Hat man eine Notenserie dieser gezackten Kreise gespielt, wird dem Spieler Starpower gutgeschrieben. Wurde genug davon gesammelt, lassen sich die Punkte nun sogar verachtfachen.
Die Steuerung im Detail
Wie bereits erwähnt, wird „On Tour: Decades“ genau wie der Vorgänger mit dem so genannten „Guitar Grip“ ausgeliefert. Außer einem neuen Deckblatt zum Einsetzen in das Plastikgehäuse hat sich beim Nachfolger nichts verändert, es handelt sich um einen identischen Adapter. Nach längerer Spielzeit sollte man damit regelmäßig Pausen einlegen und seine Hand etwas bewegen, um Krämpfen vorzubeugen. Ein weiterer Kritikpunkt ist das Saitenzupfen mit dem Stylus. Hat man auf leichteren Stufen noch keine Probleme, die Noten zu erwischen, wird die Steuerung auf der höchsten Stufe viel zu ungenau und hakelig. Gerade bei Liedteilen, in denen man die gleiche Note sehr schnell wiederholen muss, kommt es oft vor, dass man eine von zehn ohne jeglichen Grund nicht erwischt.
Technik
Bei Musikspielen geraten die grafischen Aspekte oftmals in den Hintergrund, schließlich soll der Spieler nicht vom eigentlichen Spielprinzip abgelenkt werden. Für „On Tour: Decades“ haben die Entwickler vieles aus dem Vorgänger übernommen, einzig ein paar neue Charaktere und Bühnen gibt es zu bestaunen. Leider bewegen sich die Figuren noch immer nicht zum Takt, die Bandmitglieder regen sich wie Zombies auf der Bühne. Insgesamt wäre sicherlich mehr möglich gewesen, gerade an Effekten wurde gespart.
Die Soundqualität ist jedoch für DS-Verhältnisse absolut in Ordnung. Die Lieder kommen zwar teilweise etwas kratzig aus den kleinen Lautsprechern und kann mit dem derzeitigen Qualitäts-König „Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen“ nicht mithalten, aber gerade mit Kopfhörern kommt gute Rockatmosphäre auf.
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