Die Remakes der ersten Pokémon-Spiele, „Pokémon Rote Edition“ und „Pokémon Blaue Edition“, erschienen erstmals 2004 für den Game Boy Advance. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Franchise wurden am Pokémon Day, dem 27. Februar 2026, die beiden Remakes für die Nintendo Switch und die Switch 2 erneut veröffentlicht. So lassen sich „Pokémon Feuerrot“ und „Pokémon Blattgrün“ derzeit im Nintendo eShop für 19,99 Euro erwerben. Wir haben uns unsere Hybridkonsole geschnappt und die Klassiker mit einer ordentlichen Portion Nostalgie gespielt.

Nostalgie pur
Pokémon Feuerrot“ und „Pokémon Blattgrün“ sind und bleiben Nostalgie pur. Die Klassiker setzen auf das bewährte Spielsystem, das Fans seit Jahrzehnten schätzen. Die Reise beginnt traditionsgemäß damit, dass der Protagonist und sein Rivale von Professor Eich ihr erstes Pokémon erhalten – ein Moment, der sofort Erinnerungen weckt. Die Wahl zwischen Bisasam, Glumanda und Schiggy fällt dabei alles andere als leicht.
Ziel ist es, möglichst viele Pokémon zu fangen und so den Pokédex zu vervollständigen. Das Motto „Gotta catch ’em all“ prägt die Spiele bis heute. Im weiteren Verlauf bereist man die Kantoregion, fordert die Arenaleiter heraus und arbeitet sich bis zur Top Vier vor, um schließlich Champ zu werden. Parallel sorgt die Konfrontation mit der Organisation Team Rocket für zusätzliche Spannung. Ikonische Musikstücke runden das Abenteuer ab und unterstreichen den nostalgischen Charme beider Editionen.
Langatmige Kämpfe
„Pokémon Feuerrot“ und „Pokémon Blattgrün“ setzen konsequent auf das klassische Kampfsystem und bieten entsprechend zahlreiche Duelle, die den Spielfluss prägen. Jeder Kampf wird durch wiederkehrende Animationen in den Battle-Modus eingeleitet, was auf Dauer etwas zäh wirken kann. Auch das Kampfgeschehen selbst zieht sich mitunter spürbar in die Länge. Gerade zu Beginn kann ein Duell gegen ein Kokuna auf gleichem Level zur Geduldsprobe werden, da es ausschließlich Härtner einsetzt.

Verpasstes Potenzial
Die Neuveröffentlichungen von „Pokémon Feuerrot“ und „Pokémon Blattgrün“ hinterlassen ein Gefühl von verpasstem Potenzial. Zwar ist es grundsätzlich erfreulich, die beliebten Remakes erneut zugänglich zu machen, doch wirkt die Umsetzung wie eine schlichte Wiederveröffentlichung statt einer echten Modernisierung. Besonders schade ist, dass man sich bei der Portierung gegen eine umfassendere Auffrischung im Stil von „Pokémon: Let’s Go“ entschieden hat, die dem Klassiker neuen Glanz hätte verleihen können.
Hinzu kommt das Fehlen moderner Online-Funktionen: Weder eine Online-Tauschfunktion noch Online-Kämpfe wurden integriert – ein echter Mehrwert wäre hier möglich gewesen. Selbst die Texte im Pokémon-Drahtlosklub wurden nicht für Nintendo Switch und Nintendo Switch 2 angepasst. So heißt es weiterhin: „Falls der Drahtlose Game Boy Advance-Adapter nicht benutzt wird, kannst du via Game Boy Advance Game Link-Kabel eine Verbindung herstellen.“ Auch moderne Quality-of-Life-Features sucht man vergeblich.
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