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Resident Evil: Requiem im Test auf Switch 2 – Der beste Horror auf einer Nintendo-Konsole?

von

Johannes K.

•

Marco Lipke

25. Februar 2026

Nintendo-Fans, die gleichzeitig auch dem „Resident Evil“-Franchise zugeneigt sind, wurden in der Vergangenheit eigentlich recht solide versorgt mit Titeln der Hauptreihe. Dennoch hatte man sich mittlerweile an die langen Release-Verzögerungen gewöhnt. Was die letzten beiden Titel der Hauptreihe, „Resident Evil VII“ und „Resident Evil Village“, angeht, gab es lange Zeit nur Cloud-Versionen für Nintendo Switch.

Für Nintendo Switch 2 sieht die Lage nun ganz anders aus. Denn am 27. Februar erscheinen sowohl Teil 7 und 8 als auch das neue „Resident Evil: Requiem“. Das heißt: Erstmals seit über 20 Jahren kommt ein neues „Resident Evil“ wieder gleichzeitig auf einer Nintendo-Konsole und den Konkurrenzsystemen. Doch wie gut ist „Resident Evil: Requiem“ auf der Switch 2 wirklich – und gelingt Capcom hier nicht nur technisch, sondern auch spielerisch und erzählerisch ein echtes Highlight?

FBI! Open up!

Mit „Resident Evil: Requiem“ macht sich der 9. Ableger der Hauptreihe auf den Weg die Fan-Herzen zu erobern. Die Geschehnisse des Spiels setzen 30 Jahre nach der Zerstörung von Racoon City an, mit der einst „Resident Evil 3“ abschloss.

Anstatt hier aber nahtlos anzuknüpfen, schafft es Capcom mit der neuen Protagonistin Grace Ashcroft tiefer gehende Pfade einzuschlagen, die uns bereits von Beginn an den Bildschirm fesselten.

Die FBI-Analystin und Tochter von Alyssa Ashcroft (bekannt aus „Resident Evil Outbreak“), wird nämlich mit der Aufklärung mysteriöser Todesfälle betraut, deren Ursprung offenbar auf eine unbekannte Krankheit zurückzuführen ist. Der Fall führt Grace in ein verlassenes Hotel – ausgerechnet jenem Ort, an dem ihre Mutter Jahre zuvor ermordet wurde.

Wir haben uns schnell mit Grace angefreundet

Dieser erste Abschnitt im besagten Hotel ist dem Entwicklerstudio unserer Meinung nach sehr gut gelungen und gehört zu den besten Spieleinstiegen, die wir seit langem gesehen haben. Capcom glänzt hier, aber auch über das gesamte Spiel hinweg mit einem hervorragenden Environmental Storytelling – also einer Form des Erzählens, bei der die Spielwelt selbst zur Erzählerin wird. Hier bietet sich dem Spielenden genau die richtige Balance aus Gegenständen, Dokumenten, Fotos und Co. mit denen man interagieren kann. So ist nie wirklich Belangloses dabei, stattdessen bieten sich immer interessante Infos, die versteckt in verlassenen Räumen, in Schränken oder auf Pinnwänden zu finden sind.

Zwischen Trauma und Stärke

Graces Erzählung verstrickt sich im Laufe des Spiels mit der große Storyline des Franchise ohne sie selber aber in den Hintergrund zu rücken. Grace ist emotional, ängstlich und noch immer von den Ereignissen rund um ihre Mutter verstört aber gleichzeitig wird sie auch als unheimlich starke Frau skizziert, die uns im Spielverlauf als vollwertiger Charakter ans Herz gewachsen ist – trotz und gerade wegen all ihren Eigenheiten.

Was machen sie denn hier?

Neben Grace ist Leon S. Kennedy der zweite Hauptcharakter in „Resident Evil: Requiem“. Der ehemalige Raccoon-City-Polizist und heutige Regierungsagent gerät im Zuge eigener Ermittlungen rund um die Reihe der Todesfälle ins Visier derselben Verschwörung, der auch Grace auf der Spur ist.

Leon fühlt sich direkt vertraut an.

Und selbst wenn Neulinge Leon noch gar nicht kennen, wird recht schnell klar, dass wir es hier mit einem ausgefuchstem, in die Jahre gekommenen Kerl zu tun haben. Mr. Kennedy hat wie eh und je lockere Sprüche auf Lager, ist nahezu in jeder Situation abgeklärt und man merkt ihm stets an, das er in Sachen Zombies, Monster und Ekelhaftigkeiten einiges durchgemacht hat. Der ganze Mann strahlt das jederzeit aus, dabei wird aber auch nicht außer Acht gelassen, das dies sowohl Spuren äußerlicherseits als auch emotional hinterlassen hat.

Das Duett der Grausamkeit

Somit entfaltet sich ab Minute eins des Spiels eine großartig erzählte Geschichte, die alles zu bieten hat, was man von einem „Resident Evil“ erwarten darf. Und auch hier trifft Capcom einen guten Sweet Spot, da man erzählerisch nicht zu sehr abhebt und dennoch dieses reihentypische Flair bietet. Hier nur ein bisschen zu viel zu verraten, wäre ungerecht, weil man das Gesamterlebnis unbedingt spoilerfrei erleben sollte.

Ein altbekannter Ort.

Das Pacing, also das erzählerische Tempo, hält einen dabei die gesamte Spielzeit über bei der Stange und ist vor allem auch dem Wechsel zwischen den beiden Protagonisten und den Schauplätzen zu verdanken. Während Grace’ Abschnitte stärker auf Atmosphäre, Erkundung und unterschwellige Spannung setzen, sorgen Leons Passagen für temporeichere Momente und konfrontativere Begegnungen, die ihren ganz eigenen Nervenkitzel bieten.

Die unterschiedlichen Perspektiven schlagen sich jedoch nicht nur in der Erzählstruktur nieder, sondern haben auch spürbare Auswirkungen auf das Gameplay.

Wenn Vorsicht auf Erfahrung trifft

Die unterschiedliche Spielweise von Grace und Leon ist nachvollziehbar durch die jeweilige Biografie und Sozialisation der beiden begründet und somit absolut legitim. Gleichzeitig werden die Gegensätze auch spielmechanisch konsequent umgesetzt. Bereits bei der frei wählbaren, vom Spiel empfohlenen Kameraperspektive (Grace: Ego-, Leon: Third-Person-Ansicht) werden die Unterschiede deutlich und bleiben über das gesamte Spiel hinweg spürbar.

Grace: Überleben mit Vorsicht und Improvisation

Grace steuert sich gerade am Anfang viel unbeholfener und ist vor allem im Umgang mit dem Schießeisen eine absolute Anfängerin. Ihr Zielvermögen leidet unter zittrigen Händen und wackligen Beinen, obendrein ist die Munition ohnehin knapp. Automatisch geht man in der Rolle von Grace vorsichtiger vor. Man wägt genau ab, ob mein in die Konfrontation mit einem Gegner geht oder sich lieber drumherum schleicht.

Mit zunehmender Spielzeit wird aber auch Grace sicherer und das Fortschrittssystem kann sie resistenter gegen Angriffe machen und auch ihr Waffenskill lässt sich verbessern. Dennoch: Anstatt Köpfe wegzuballern, schießt man den Mutierten lieber mal ins Bein und schubst sie ins Eck, um sie zu umgehen oder den nächsten Raum zu erreichen.

Klar gibt es im Spiel auch Rätsel.

Gerade der Abschnitt im Sanatorium, ist gespickt mit unheimlich intensiven Momenten, die vor allem auch erfordern seine Gegner zu beobachten. Patienten, die ihre Blutkonserve am Infusionsständer umherziehen, nutzen diese als Waffe, stellen also ein Risiko dar. Bezwingt man sie jedoch, lässt sich der Blutbeutel als Ressource zum Herstellen von Heilitems oder Munition nutzen. Hier kann auch ein Blutanalysegerät zum Einsatz kommen, was Grace in Folge dessen befähigt neue Gegenstände zu craften. Wiederum andere Widersacher lassen sich durch das Einschalten von Lichtern ablenken, was einen Vorteil bedeuten kann. Man sieht hier also ganz gut, dass damit auch eine gewisse Entscheidungsfreiheit einhergeht, die wiederum unterschiedliche Spielstile stärken, und was uns richtig Spaß gemacht hat.

Leon: Actiongeladen und kampferprobt

Leons Spielabschnitte erinnern stark an eine erweiterte Version von „Resident Evil 4“. Auch wenn der inzwischen 51-jährige Leon äußerlich gezeichnet ist, beeinträchtigt das seine Agilität kaum. Von Beginn an steht ihm ein umfangreiches Waffenarsenal zur Verfügung, mit dem Körperteile bearbeitet, Köpfe pulverisiert oder Mr.-Racoon-Figuren zerstört werden. Hinzu kommen erweiterte Nahkampfangriffe, die Leons zerstörerische Wut eindrucksvoll widerspiegeln. Da macht schon mal ein Zombiekopf Bekanntschaft mit der nächsten Wand, oder die ergatterte Kettensäge wird geschwungen, als sei Leon im Timbersport aktiv.

Sein zweiter Vorname, Scott, wird im Spiel nebenbei erwähnt – und außerdem führt Leon stets ein Beil mit sich. Damit kann er sich aus Angriffen befreien oder heranstürmende Untote schnell abwehren. Hin und wieder muss es geschärft werden, was per Tastendruck schnell erledigt ist.

Zusammenfassend sind Leons Abschnitte eine wahre Freude für Actionfans, ohne ins Lächerliche abzudriften. Klar, auch „Resident Evil: Requiem“ hat seine WTF-Momente – aber nie übertrieben, sondern eher selbstironisch.

Leon: Eine echte Maschine!

Ein gelungener Mix aus Horror und Action

Für uns hat der Gameplay-Mix aus Survival-Horror und actionlastigerem Gameplay über die rund 15 Stunden Spielzeit mehr als gut funktioniert. Die Wechsel sind zeitlich gut austariert: Ist man völlig am Ende, weil man gerade intensive, Horror-Szenen mit Grace überlebt hat, ist das rabiate Spielgefühl eines Leons eine willkommene Abwechslung. Und das funktioniert eben auch umgedreht: Genug von Kettensägen und Explosionen? Grace bringt Ruhe rein ohne gleich cozy zu werden.

Technische Stärken und Schwächen: Wie gut performt Requiem auf Nintendos neuer Konsole?

Der Fakt, dass „Resident Evil: Requiem“ zeitgleich sowohl für die großen Konsolen als auch für Nintendo Switch 2 erscheint, hat viele überrascht. Wie viele Einbußen muss man also in Kauf nehmen, wenn man das Abenteuer auf der vermeintlich schwächsten Hardware erleben möchte?

Kurz gesagt: „Resident Evil: Requiem“ muss sich vor den anderen Konsolenversionen keineswegs verstecken. Gerade in Sachen Beleuchtung und Atmosphäre weiß die Version zu überzeugen. Interessanterweise setzt Capcom auf eine dynamische Performance. So gibt es geschlossenere Abschnitte, die mit bis zu 60 FPS und hoher Auflösung laufen, während in offeneren Bereichen sowohl Framerate als auch Bildschärfe spürbar nachlassen.

Zudem sind uns zwei kleinere Orte aufgefallen, in denen ein leichtes Ruckeln wahrnehmbar war. Am ehesten lässt sich das mit dem Krog-Wald aus „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ vergleichen – also einem spezifischen Ort im Spiel, der die Hardware besonders stark beansprucht. In „Resident Evil: Requiem“ war das unter anderem ein Barbereich innerhalb eines Gebäudes. Nichts Spielentscheidendes, aber durchaus erwähnenswert.

Das Spiel liefert auch auf Switch 2 ab.

Klar ist demnach, dass man bei Auflösung und Framerate gewisse Abstriche machen muss. Der Kern der Antwort auf die eingangs gestellte Frage ist unserer Meinung nach jedoch ein anderer: Entscheidend ist, wie gut Atmosphäre, Stimmung und Szenerie des Spiels auf Nintendos Hybridkonsole transportiert werden. Und schaut man genau darauf, lässt sich feststellen, dass man auf Nintendo Switch 2 eine ebenso intensive und beeindruckende Erfahrung machen kann wie beispielsweise auf einer PlayStation 5.

Somit dürfen Nintendo-only-Spieler:innen guten Gewissens zugreifen. Aber auch Multiplattform-Spielende sollten überlegen, ob die Möglichkeit, das Spiel mobil erleben zu können, nicht einen größeren Mehrwert bietet als maximale Leistung. Wir haben jedenfalls jede Minute unter der heimischen Bettdecke oder auf dem Sofa genossen, die uns in Kombination mit Kopfhörern und der beeindruckenden Soundkulisse des Spiels tief in „Resident Evil: Requiem“ hineingezogen haben.

Meinung

Der Höhepunkt der aktuellen Resident Evil-Ära

U
von Unbekannte*r Autor*in

Kaum eine Spielreihe kann mich so sehr die Zeit vergessen lassen, wie „Resident Evil“, und dennoch ist „Requiem“ ein besonderer Teil. Die neuen Charaktere, das extrem abwechslungsreiche Gameplay und die beeindruckende Atmosphäre wirken wie das große Zusammenkommen aller Elemente, die die aktuelle Ära der Reihe prägen. Und all das funktioniert so wunderbar zusammen, dass man gar nicht genug davon kriegt. Natürlich wird das Rad nicht neu erfunden: Die neuen Spielelemente sind solide, wer aber weder die Remakes, noch die neuen Teile mochte, wird auch hier nicht überzeugt. Alle anderen dürfen sich aber auf einen Hauptteil freuen, der genau weiß, was „Resident Evil“ ausmacht und Momente bietet, die man nicht so schnell vergessen wird.

Unsere Wertung

0/10

Fazit

Mit „Resident Evil: Requiem“ gelingt Capcom ein bemerkenswerter Spagat zwischen klassischem Survival Horror und moderner Action-Inszenierung, der verschiedenen Aspekten der Reihe mehr als gerecht wird. Die Entscheidung, eine duale Struktur mit zwei Protagonisten erzählerisch als auch spielerisch zum Kern des Spiels zu machen, geht absolut auf. Während Grace mit vorsichtigem Vorgehen, Ressourcenknappheit und intensiver Atmosphäre punktet, bringt Leon das gewohnt brachiale, aber nie überzogene Action-Gameplay ins Spiel.

Auch technisch weiß die Nintendo-Switch-2-Version zu überzeugen. Zwar muss man in offenere Arealen vereinzelt mit Einbußen bei Bildschärfe und Framerate leben und an wenigen Stellen sind kleinere Ruckler spürbar, insgesamt gelingt es dem Spiel jedoch, seine dichte Stimmung und das bedrückende Setting nahezu ohne Abstriche auf Nintendos Hybridkonsole zu transportieren.

Unterm Strich bleibt ein atmosphärisch packender Horrortrip, der „Resident Evil: Requiem“ zu einem der besten Ableger der Reihe macht. Auf Nintendo Switch 2 bietet sich eine ebenso intensive Spielerfahrung wie auf den Konkurrenzsystemen, das man hier aber auch mobil erleben kann.

Weitere Infos

Resident Evil: Requiem

Genre: Survival Horror
USK: ab 18
Release: 27. Februar 2026
Amazon
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