SpongeBob und seine Freunde - Angriff der Spielzeugroboter erscheint leicht zeitversetzt für Wii, den Nintendo DS und den GameBoyAdvance. Nach dem wir letztere Version schon auf Herz und Nieren untersucht haben, werden wir diesmal die Wii-Version etwas genauer unter die Lupe nehmen. Welche Gefahren diesmal auf SpongeBob und seine Freunde lauern könnt Ihr im folgenden Review nachlesen.
Geschichte:
SpongeBob Schwammkopf und sein Freund Patrick sind mal wieder unterwegs um Krabbenburger auszuliefern als sowohl das Essen als auch Patrick vor den Augen von SpongeBob Schwammkopf entführt werden. Natürlich macht sich eben selbiger nun auf seinen Freund zu retten und deckt dabei zusammen mit weiteren Freunden aus dem Nicktoonuniversum einen noch finsteren Plan eines alten Bekannten auf.
Wähle dein A-Team!
In einer Mischung aus 2D und 3D Welt müssen sich SpongeBob Schwammkopf, Danny Phantom, Stimpy, Patrick und viele weitere Nicktoons fortan in 2er Teams zum Ausgang einer Levels hüpfen und prügeln. Einen Charakter kontrolliert man selbst, den anderen Charakter kontrolliert der Computer mehr schlecht als recht. Allerdings kann man bei Bedarf zwischen den beiden Charakteren wechseln. Grundsätzlich wird am Anfang einer Welt, die Heldenkombination vom Spieler selbst bestimmt. Ein Wechsel zu neuen Charakteren innerhalb der Level einer Welt ist beim ersten Spielen nicht direkt möglich.
Hüpfen statt prügeln
Die Spielablauf gestaltet sich recht lustig, da sich unter anderem Teddybären, Holzsteine und Spielzeugbagger dem vom Spieler gewählten Duo in den Weg stellen. Diese Kämpfe gestalten sich allerdings nicht sonderlich schwierig, da die Anzahl an Angriffsmöglichkeiten der Nicktoons begrenzt ist. Anspruchsvoller sind dann schon die Hüpfpassagen über Sonnenblumen, wegbrechende Steinhänge, zerstörbares Glas oder durch fliegende Ringe. Positiv fällt dabei auf, dass der Schwierigkeitsgrad kontinuierlich ansteigt und so auch fortgeschrittene Spieler noch reizen dürfte. Damit auch Anfänger keine Probleme haben existieren faire Rücksetzpunkte und keine Lebensbegrenzung.
Mech-Einsätze
Neben dem Hauptanteil des Spiels - den Jump’n Run Passagen – existieren noch Abschnitte, bei dem man in einen Mech, also einen Kampfroboter schlüpft und durch Levels läuft, die von Spielzeugrobotern terrorisiert werden. Nur die Plasmakanone in eurem Mech kann die Gefahr durch den Angriff der Spielzeugroboter dann noch stoppen.
Suche nach den Actionfiguren
Highlight des Spiels ist aber ohne Frage die Suche nach den Actionfiguren zu Serien wie Hey Arnold!, Rugrats, Catdog oder Biberbrüder. In fast jedem Level ist mindestens eine dieser Actionfiguren versteckt. Der Clou an der Sache ist, dass nur bestimmte Nicktoons diese Actionfiguren in dem jeweiligen Level finden können. Beispielsweise könnte es sein, dass in einem Level die Actionfigur von Angelika (Rugrats) versteckt ist, die allerdings nur mit Tak gefunden werden kann. Dadurch kommt es vor, dass man in bestimmten Levels beim ersten Spielen vielleicht die Actionfigur nicht findet, weil man sich zu Levelbeginn die falsche Heldenkombination, beispielsweise Patrick und Jimmy Neutron, ausgesucht hat. Glücklicherweise kann man jeden Level jeder Welt beliebig oft noch einmal bestreiten, wobei in der Levelauswahl ab dem zweiten Versuch immer angezeigt wird, welchen Helden man benötigt um die Actionfigur zu finden.
Minispiel ahoi
Einige spielbare Charaktere, beispielsweise Danny Phantom und Stimpy, sind nicht direkt von Anfang spielbar, sondern warten erst auf ihre Rettung. Was besonders positiv bei der Suche nach den Actionfiguren aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass mit dem jeweiligen Charakter ein auf ihn zugeschnittenes Minispiel bestritten werden muss, um sich die Actionfiguren zu verdienen. So reitet SpongeBob Schwammkopf auf seiner Zunge eine Rennpiste hinab, Danny Phantom muss sich gegen die Zeit als Geist durch einen Irrgarten bahnen und Tak muss sich im Schlingpflanzenklettern beweisen.
Kooperationsmodus und Steuerung
Zu erwähnen sind außerdem noch drei unabhängig vom Hauptspiel existierende Levels für das kooperative Spiel für bis zu zwei Spielern. Eine schöne Sache, allerdings wäre die Einbindung dieser Idee im Hauptspiel noch sinnvoller und spaßiger geworden. Gesteuert werden die Helden übrigens mittels des Nunchuks, sämtliche Aktionen werden durch die Wiimote ausgeführt. Dadurch ist die Steuerung zwar nicht innovativ, allerdings zweckmäßig und exakt.
Grafik und Sound
Kommen wir zum unerfreulichen Teil des Spiels – zur Technik. Grafisch befindet sich SpongeBob und seine Freunde - Angriff der Spielzeugroboter bestenfalls auf ordentlichem Playstation 2 Niveau. Hinzu kommt eine ärgerlich weit vom Spielgeschehen entfernte Kameraperspektive, unter der in einigen Kämpfen die Übersicht leidet. Die eingespielten Videos sind zwar hübsch anzuschauen und auch recht witzig, können allerdings nur minimal Pluspunkte für die Grafik verbuchen. Beim Sound sieht das Ganze nicht viel besser aus – zumindest mit dem Engagement aller Originalsprecher hatte ich gerechnet. Ab und zu werden während eines Level lustige Sprüche von den ausgewählten Charakteren in den Raum geworfen. Leider wiederholen sich diese gefühlten zwei Sprüche pro Charakter dann allerdings ständig.
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