„Shadow Tactics: Blades of the Shogun“ ist kein Spiel, das sich noch beweisen muss. Das Taktik-Stealth-Vergnügen aus dem Hause Mimimi Games gilt bereits seit Jahren als moderner Genre-Klassiker, der Fans von „Commandos“ und Co. zu neuen Jubelsprüngen verholfen hat.
Der Titel wurde nun auch auf Nintendo Switch 2 veröffentlicht und möchte dort unter anderem mit der Maus-Steuerung überzeugen. Interessant ist hier also nicht unbedingt, ob das Spiel inhaltlich überzeugen kann, sondern wie gut sich dieser Klassiker heute auf Nintendos neuer Hardware spielt — und ob Maus-Unterstützung, Handheld-Komfort und die technischen Verbesserungen die vielleicht beste Konsolenfassung ergeben.

Ein Meisterwerk des taktischen Schleichens
Bereits nach den ersten Spielminuten wird klar, warum man bei „Shadow Tactics“ von einem Klassiker redet. Der Titel führt das „Commandos“-Prinzip auf die Spitze und schickt SpielerInnen ins Japan der Edo-Ära. Dabei verbindet das Spiel Stealth, Taktik und Rätsel in einem forderndem aber stets fairem Gesamtpaket. Durchgängig ist hierfür Aufmerksamkeit, Präzession und genaue Beobachtungsgabe gefordert.
„Shadow Tactics“ bringt einen in verschiedenen Missionen in ganz unterschiedliche Areal, die enorme Abwechslung bieten. Hier patrouillieren Wachen, Zivilisten gehen ihrem Alltag nach und als SpielerIn ist man mittendrin und muss dennoch dafür sorgen, nicht entdeckt zu werden.
Eines ist klar: Während andere Stealth-Spiele recht großzügig mit dem Entdecktwerden umgehen, kennt dieses Spiel wenig Gnade und das ist auch gut so. Das Tutorial führt gut in die Spielprinzipien ein und Stück für Stück lernt man so, worauf es hier ankommt, um wirklich bestehen zu können. Besonders dienlich ist während des gesamten Abenteuers die Schnellspeicher bzw. -laden-Funktion. So kann man jederzeit per Knopfdruck einen Save platzieren, den nächsten, geplanten Schritt ausführen und beim Scheitern, wieder ins Spiel laden.
Fünf Figuren, unzählige Möglichkeiten
Besonders erwähnenswert sind die Charakter aus „Shadow Tactics“, die zum einen tolle erzählerische Perspektiven bieten, aber vor allem auch den Gameplaykern bilden. Hayato, Mugen, Yuki, Aiko und Takuma bringen jeweils ganz eigene Fähigkeiten mit sich, die sich immer wieder unterschiedlich kombinieren lassen.

Da werden Wachen mit Pfiffen abgelenkt, man verkleidet sich oder ist man besonders geschickt, schaltet man mehrere Wiedersache auf einmal aus. Besonders stark bleibt der namensgebende Shadow Mode, mit dem mehrere Aktionen vorbereitet und synchron ausgelöst werden können. Schafft man es hier seine geplanten Manöver durchzuziehen, ist das ein richtig gutes Gefühl.
Bei all dem hat man viele Freiheiten im Vorgehen, da jede Situation auf verschiedenem Wege gelöst werden kann. Das sorgt ungemein für Motivation und beflügelt einem im Ausprobieren.
Warum Shadow Tactics perfekt zur Switch 2 passt
Stealth-Taktik aus der Draufsicht auf einer Konsole? Was zunächst sperrig klingt, funktioniert nach kurzer Eingewöhnungszeit auch auf Nintendo Switch 2 tadellos. Auch hier ist die Schnellspeicherfunktion hervorzuheben, da so auch kurze Partien unterwegs kein Problem darstellen.
Der vielleicht spannendste Punkt dieser Version ist die Steuerung. Und hier können wir absolut Entwarnung geben: Sowohl die klassische Controller-Steuerung als auch der Maus-Modus funktionieren wirklich gut. Man kann zwischen beiden Varianten sogar nahtlos wechseln, wie man es aus „Metroid Prime 4“ kennt. Dabei bietet einem das Spiel zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten, um das persönliche Spielgefühl zusätzlich anzupassen. So lassen sich die Tastenbelegungen komplett neu zuordnen und auf die jeweiligen Bedürfnisse anpassen und auch an so simple Sachen wie die Zeigergeschwindigkeit im Maus-Modus ist justierbar. Schlussendlich funktionieren beide Varianten gut, einzige die Ergonomie der Joy-Con kann einem bei Maus-Modus zu schaffen machen. Dafür kann aber natürlich das Spiel nichts.

Umfang und Langzeitmotivation
In Sachen Umfang bietet „Shadow Tactics“ etwas zwischen 25-30 Stunden Spielzeit für die Story. Wer das Ultimate Bundle erwirbt bekommt den DLC „Aiko’s Choice“ mit hinzu, wodurch sich die Gesamtspielzeit nochmals um rund sieben Stunden verlängern lässt.
Besonders eifrige Taktiker können übrigens deutlich mehr Zeit verbringen, denn auch der Wiederspielwert ist durchaus gegeben.
Technik: Schöner Port mit kleinen Schwächen?
In Sachen Technik braucht sich „Shadow Tactics: Blades of the Shogun“ so gar nicht vor den anderen Konsolen-Versione verstecken. Das Spiel überzeugt sowohl bei Bildrate und Auflösung mit einer Kombination aus 4K und 30 FPS im TV-Modus sowie 1080p-Auflösung und 30 FPS im Handheld-Modus.
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