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Mario + Rabbids Sparks of Hope

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Mario + Rabbids Sparks of Hope

Wir hatten die Chance bei einem Preview-Event in Berlin eine frühe Version von „Mario + Rabbids Sparks of Hope“ zu spielen und konnten uns so einen ersten Eindruck des Nachfolgers von „Mario + Rabbids Kingdom Battle“ aus dem Jahr 2017 machen. In dieser Preview wollen wir euch nun von unseren Erfahrungen berichten und darüber sprechen, ob uns das gelungene Cross Over weiterhin so begeistern kann, wie es Creative Director Davide Soliani damals zu Tränen gerührt hat, während der Ankündigung des ersten Teils auf der E3.

Charakterzüge humorvoll überzeichnet

Auch diesmal begleiten wir die verrückten Rabbids ins Pilz-Königreich und sehen, dass nach den Ereignissen des ersten Teils alle in friedlicher Harmonie zusammen ihr Leben genießen. Dass das nicht lange so bleibt, versteht sich quasi von selbst. Ein dunkles Wesen namens Cursa trübt den sonnigen Himmel und unsere Riege von Helden versammelt sich, um den bösen Machenschaften ein Ende zu setzen und die Galaxis von Cursas Einfluss zu befreien.

Allen Spielenden des ersten Teils dürfte klar sein, dass die Story des Spiels sehr vermutlich nicht von ihren riesigen Überraschungen lebt, sondern vielmehr von der witzigen Interpretation der Nintendo-Charaktere in Form der wilden Rabbids. Auch wenn die eine oder andere kleine Story-Überraschung nicht völlig auszuschließen ist anhand des von uns gesehenen Materials. Letztlich konnten wir in unserer Preview nach dem Tutorial zwei Welten bereisen, die sehr detailverliebt präsentiert wurden und die große Handlung mit kleinen Geschichten innerhalb der Welten voran brachten. Mit liebevollen Nebencharakteren und witzigen Momenten fühlten wir uns hier stets sehr gut unterhalten und es gab sogar einzelne emotionale Momente, die stets passend eingebaut wurden. Auf die Geschichte rund um den herzlichen Captain Orion, aus der präsentierten Winterwelt Pristine Peaks, freuen wir uns schon jetzt.

Einziges Manko ist hier, dass jene, die den ersten Teil nicht gespielt haben, keinerlei Information erhalten wie es überhaupt zur wilden Zusammenstellung von Nintendo-Charakteren und Rabbids kam. Eventuell wird hier bis zum Release noch ein einführendes Video nachgeliefert, um das Erlebnis abzurunden. Dennoch brauchen auch jene, die mit dem zweiten Teil einsteigen, keine Sorgen haben, der Story nicht folgen oder etwas von der witzigen Atmosphäre nicht erleben zu können. Der Witz und Unsinn der Rabbids wird stets gut verständlich präsentiert und vor allem Fans der Nintendo-Charaktere werden sich durch die herrlich überzeichneten Charakterzüge sehr gut unterhalten fühlen.

Konkurrenz für Rabbid Peach

Eine der unterhaltsamsten neuen Figuren ist dabei definitiv Rabbid Rosalina. Bereits in „Mario + Rabbids Kingdom Battle“ gab es viele unterhaltsame Momente mit Rabbid Peach und ihrer Persona als Social Media-Influencerin. Daneben wurde nun Rabbid Rosalina eingeführt, die vor allem durch ihr faules und gelangweiltes Selbst in Kombination mit ihrer Träumerei stets für einen Lacher sorgt. Die gegensätzlichen Charakterzüge von Rabbid Peach und Rabbid Rosalina werden mit Sicherheit für den ein oder anderen interessanten Moment während der Story sorgen. Auch außerhalb der Zwischensequenzen wurden die einzelnen Charakterzüge gut präsentiert und so schaut Rabbid Rosalina selbst während man ihr Befehle erteilt stets ein wenig abwesend, was der Immersion sehr hilft.

Ein großer Schritt?

Wie uns auch die auf dem Event anwesenden Entwickler der Ubisoft Studios aus Paris und Milan während der Anspiel-Sessions verdeutlichten, wollte man mit dem zweiten Teil nicht nur eine Fortsetzung entwickeln, sondern eine neue Perspektive auf das Taktik-Genre schaffen. Die mit dem Donkey Kong-DLC des ersten Teils eingeführten Design-Entscheidungen, um den Spielenden mehr Kontrolle auf dem Schlachtfeld zu geben, wollte man nun sinnvoll fortführen. Dazu hat man sich eine Vielzahl neuer Ideen überlegt.

Offenere Spielwelt

Eine der ersten neuen Ideen präsentiert sich den Spielenden direkt in der ersten Welt Beacon Beach, in der wir während des Anspiel-Events landen durften. Neben dem Hauptziel auf der Karte ähnelt die Struktur der präsentierten Oberwelt nur noch wenig der aus „Mario + Rabbids Kingdom Battle“. Neben einer etwa drei Mal so großen Spielwelt wie noch im ersten Teil können wir die restriktiven Pfade nun auch weitaus mehr verlassen und die Oberwelt sehr viel freier erkunden.

Zunächst werden wir von einem fahrenden Händler begrüßt, welcher uns neben den klassischen Heil- und Unterstützungs-Items für die Kämpfe auch mit besonderen Waffenskins sowie Objekten versorgt, die uns bei der Erkundung der Oberwelt unterstützen. Entsprechende Spezialwährung vorausgesetzt, die wir in den verschiedenen Gegenden finden können, sofern wir den zusätzlichen Aufwand auf uns nehmen wollen. Die angebotenen Items sind hier stets interessant genug um Spielende zu belohnen, die besonders aufmerksam durch die Welt gehen, jedoch werden sie nie vorausgesetzt, um das Spiel auf direktem Wege abzuschließen.

Direkt danach werden wir mit verschiedenen Möglichkeiten uns selbst überlassen. So können wir entweder direkt dem Hauptpfad folgen um die Story voranzubringen, oder einen der links und rechts möglichen Wege beschreiten. Hier werden wir mit Nebenquests versorgt, bei denen wir entweder den vom schwarzen Tentakel Cursas beeinflussten Rabbid Bewohnern helfen und Feinde in Kämpfen besiegen oder kleine Rätsel lösen, wie beispielsweise den Wasserlauf durch geschickte Objekt-Verschiebungen wiederherzustellen. Die fest platzierten Kampfarenen der Welten sind ebenfalls gewichen und so werden wir bei einer Konfrontation in einen der unterschiedlichen Kampfplätze teleportiert, die sich am Design der jeweiligen Welt orientieren.

In den verschiedenen Seitenregionen können wir neben Informationen über die Spielwelt auch weitere Münzen – sogar rote Münzen, die wir wie in klassischen Mario-Spielen schnell aufsammeln müssen um eine Extra-Belohnung zu erhalten – oder zusätzliche Items finden. Wie im ersten Teil sind auch immer wieder witzige Situationen zu sehen, bei denen die Rabbids ihren üblichen Blödsinn produzieren oder wir einfach nur den Anblick der detailverliebten Umgebung und deren Bewohner genießen. Ein Blick ist alles davon auf jeden Fall Wert, anstatt direkt dem Hauptweg zu folgen. Eine sehr willkommene Abwechslung im Vergleich zu den linearen Welten aus „Mario + Rabbids Kingdom Battle“.

Raus aus den festen Strukturen

Eine weitere fundamentale Neuerung ist das während der Kämpfe aufgebrochene Bewegungsmuster. So bleibt „Mario + Rabbids Sparks of Hope“ dem Vorgänger treu und positioniert sich ebenfalls als Top-Down-Rundenstrategie-Spiel. Wo wir im ersten Teil dabei noch ein festes Gitter-Muster als Bewegungsrahmen vorgegeben hatten, können wir unsere Team-Mitglieder nun in einem freien Rahmen bewegen, ohne auf eine bestimmte Schrittzahl festgelegt zu sein.

Während unserer Züge können wir somit frei zwischen den bis zu drei Charakteren wechseln und diese unabhängig voneinander bewegen. Neben dem simplen Bewegen können wir wie auch im ersten Teil den Gegnern mit Rutschattacken Schaden zufügen oder uns hinter Objekten verstecken. Auch die Möglichkeit unsere Mitstreiter als Sprungbrett zu nutzen ist wieder zurück. Diesmal mussten die einzelnen Möglichkeiten aber an das freie Bewegungsmuster angepasst werden.

Bekannte Möglichkeiten neu interpretiert

So können wir nach der Rutschattacke je nach Charakter entweder weitere Dashs ausführen oder andere Aktionen nutzen. Für Fähigkeiten, Item-Nutzungen und Attacken stehen insgesamt zwei Aktionspunkte zur Verfügung, die frei genutzt werden können für die drei Einsatzzwecke. Bewegung, Sprünge oder Dashs verbrauchen keine Aktionspunkte und erlauben somit die nötige Freiheit im Vergleich zu anderen Genre-Vertretern trotz der Aktionspunkte-Beschränkung.

Während wir im ersten Teil noch fest zuweisen konnten, wo wir nach dem Sprung über einen Verbündeten landen, erhalten wir nun nach dem Sprung eine Art Gleiterfunktion in Form des uns erneut begleitenden Beep-O, der spontan seine Propeller ausfährt. Mit diesem können wir frei umhergleiten und somit bestimmen, wo wir nach dem kurzen Flug landen und von dort weitermachen. Je nach Charakter und zugewiesenen Sparks - worauf wir später noch zu sprechen kommen - können wir die Anzahl von Dashs, deren Wirkung oder einfach den Bewegungsrahmen unserer Mitstreiter noch erweitern.

Auch die Dashs selbst sorgen für neue taktische Möglichkeiten. So können wir die ebenfalls von Cursa beeinflussten Bob-Ombs nach dem betäubenden Dash eine Zeit lang mit uns herumtragen und im Rahmen unseres Bewegungsradius auf Feinde werfen, um dort Flächenschaden anzurichten. Wenn wir bestimmte Status-Upgrades besitzen können wir Feinde mit gekonnten Dashs sogar aus der Arena befördern und so erheblichen Extraschaden anrichten.

Taten und ihre Folgen

Wo wir in den festen Abläufen des ersten Teils noch die direkten Antworten der Feinde abwarten mussten erhalten wir diese nun direkt während unserer Aktionen. Dies kann gerade mit Sicht auf die entspannten Strukturen des ersten Teils nun etwas stressiger zu bedenken wirken, sorgt aber dafür, dass wir stets aufmerksam unsere Aktionen wählen. Da wir immer nur ein Item einsetzen können und nach dem ersten Angriff zwar noch weitere Aktionen durchführen können, sofern Aktionspunkte vorhanden sind, uns aber nicht mehr bewegen können, müssen wir den Einsatz der Heil-Items gut planen wenn der Feind nach unserem Angriff direkt auf uns zurennt.

Die Vielzahl an neuen Möglichkeiten zeigen wunderbar das zwar gewohnt wirkende Gameplay, gleichzeitig aber auch die neue taktische Tiefe und die damit einhergehenden neuen Faktoren, die es zu bedenken gilt, welche das bekannte Spielprinzip sinnvoll erweitern. Ein wenig Einarbeitungszeit wird zwar für die Eingewöhnung benötigt, jedoch sind wir nach den ersten paar Runden schnell wieder in unserem Element und genießen das wesentlich schnellere und dynamische Kampfsystem von „Mario + Rabbids Sparks of Hope“.

Auch wenn wir beispielsweise nicht erkennen können, welchen Bewegungsrahmen wir nach der Sprung-Gleit-Kombination haben und nachdem wir dort sind den Schritt auch nicht rückgängig machen können, bietet „Mario + Rabbids Sparks of Hope“ zwar nicht soviel taktische Tiefe wie ein “XCOM“, aber bleibt somit auch für Gelegenheitsspieler stets gut verständlich und nicht überfordernd. Gleichzeitig möchte man natürlich mit dem Nintendo-Hintergrund auch noch eine andere Zielgruppe erreichen als ein “XCOM“ und schafft dies auch mit entsprechend kreativer Freiheit, von der dieses Cross Over bereits im ersten Teil stark profitierte und deren Einschränkungen nie negativ aufgefallen sind.

Die leuchtenden Rabbids am Nachthimmel

Das war es aber noch lange nicht mit den Neuerungen. Die namensgebenden Sparks sind eine Verschmelzung der Luma aus „Super Mario Galaxy“ mit den Rabbids und bieten in „Mario + Rabbids Sparks of Hope“ eine weitere Ebene an spielerischer Taktik sowie Story getriebener Dramatik. Die unscheinbar wirkenden Sparks kommen nicht nur in allen möglichen Arten, Farben und Formen daher, sondern haben auch einen immensen Einfluss auf das neue Kampfsystem.

So können wir zu Beginn pro Team-Mitglied einen Spark auswählen, der quasi wie eine zusätzliche Waffe ausgerüstet wird. Im späteren Level konnten wir sogar zwei davon gleichzeitig ausrüsten um weitere Kombinationsmöglichkeiten zu erhalten. Anfangs bietet beispielsweise der Spark Starburst einen simplen Boost für 20% mehr Angriffskraft auf unsere Attacken und Bewegungsangriffe. Kurz danach erhalten wir sogar den Spark Reflector, welcher uns ermöglicht eine Fähigkeit einzusetzen um 20% des erhaltenen Schadens zurück an den Feind zu schicken.

Mehr Sparks, mehr Kombinationsmöglichkeiten

In der zweiten Anspiel-Session durften wir uns dann warm anziehen um ins Winterlevel Pristine Peaks zu gelangen, welches ein paar Spielstunden übersprungen hat von unserem ersten Startpunkt aus und uns bereits eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten bot. So konnten wir, wie bereits beschrieben, sogar zwei Sparks gleichzeitig ausrüsten und hatten auch eine Vielzahl weiterer Sparks zur Auswahl. Hier durften wir zwischen weiteren Status-verbessernden Sparks wählen, ähnlich zu den beiden oben genannten, hatten aber diesmal auch wesentlich aggressivere Versionen zur Auswahl.

Beispielsweise konnten wir einen Spark auswählen, der uns die Möglichkeit eines Meteor-Schauers bot und wir somit sehr großen Flächenschaden verursachen konnten und auf diesem Wege sogar die Feinde in Feuer setzen. Wer sich nun an den ersten Teil erinnert weiß, dass die Feinde dann gern wild durch die Gegend gerannt sind, man bei wenig Glück deren Feuer direkt selbst abbekommen hat und die Runde schnell beendet war. Dies wurde nun behoben, da wir meist eine defensive Feuer-Immunität erhalten, sobald uns unser Spark die Möglichkeit verleiht, Feuerschaden zu verursachen. Eine sinnvolle Neuerung, die solche Zwischenfälle vermeidet und die neue taktische Tiefe mit sinnvollen Ergänzungen erleichtert.

Alternativ konnten wir aber auch Sparks wählen, die unsere Angriffe direkt mit anderen Elementen versetzen und wir somit auf die unterschiedlichen Resistenzen und Schwächen der Feinde Einfluss nehmen konnten. Haben wir etwa den neuen Charakter Edge gewählt, konnten wir einen Spark aktivieren um uns unsichtbar an den Feinden vorbeizuschleichen und in der kommenden Runde einen weiteren Spark nutzen um unsere, im Vergleich zu anderen Charakteren, erhöhte Dash-Anzahl mit dem Splash-Element zu verbinden und jeden der Feinde aus der Arena zu katapultieren. Anfangs wirkte die schiere Anzahl der Möglichkeiten noch etwas überfordernd, da wir jedoch beim Release auf natürlichem Wege im Spieldurchlauf die Anzahl der Sparks erhöhen, werden wir hier mit ein wenig Neugier ganz von selbst noch weitere kreative Kombinationen ausprobieren wollen, die uns jetzt noch gar nicht bewusst waren.

Leichte Rollenspiel-Anleihen

Eine weitere Neuerung ist, dass die Charakterentwicklung erweitert wurde. Wo wir im ersten Teil unsere Attribute nur durch den Kauf neuer Waffen oder den kompakten Fähigkeiten-Baum verbessern konnten, haben wir diesmal ein ganzes Auflevel-System zur Verfügung. Jeder Charakter erhält nach einem Kampf Erfahrungspunkte und kann mit erhaltenen Punkten beim Levelaufstieg die unterschiedlichen Ausrichtungen im Fähigkeitenbaum ausprobieren. Durch die Möglichkeit, die Punkte zurückzusetzen, sind der Kreativität hier keine Grenzen gesetzt. Erleichternd kommt hinzu, dass auch die Charaktere, die wir gerade nicht eingesetzt haben, die gleiche Anzahl Erfahrungspunkte erhalten, so dass wir stets aus dem vollen Charakter-Roster schöpfen können.

Aber auch die Sparks können wir, in bestimmter Relation zum Charakterlevel, mit Erfahrungspunkten verbessern. Hierzu sammeln wir in den Kämpfen sogenannte Star Bits, die wir bereits aus „Super Mario Galaxy“ kennen und können damit unsere Sparks füttern um deren Wirkungen zu verbessern. Durch in Bonus-Missionen gesammelte Star Potions können wir diese sogar direkt um ein Level verbessern, sofern unsere Charaktere bereits hoch genug gelevelt sind.

Das neue Level-System der Charaktere und Sparks in Kombination mit den bisherigen Systemen und den verschiedenen Möglichkeiten die Fähigkeitenbäume zu besetzen, boten für uns eine willkommene Möglichkeit die verschiedenen Charaktere genau so auszustatten, wie wir es gerne wollten. Die Einschränkung auf einheitliche Spielstile aus dem ersten Teil vor dem Donkey Kong-DLC wurde hier sehr gut aufgebrochen um auch den Wiederspielwert einzelner Missionen zu erhöhen. Und wer es lieber simpel mag, kann die Verteilung der Fähigkeitenpunkte auch automatisch festlegen lassen, so dass man sich hierüber keine Sorgen machen muss.

So schwer oder leicht wie man es mag

Apropos Missionen: Wer sich nach den bisherigen Ausführungen gefragt hat, ob man mit den verschiedenen Möglichkeiten zur Charakterausstattung nicht viel zu stark wird, darf hier ganz beruhigt sein. Sowohl jene, die ein leichtes Erlebnis möchten, als auch jene, die mehr Herausforderung wünschen werden in „Mario + Rabbids Sparks of Hope“ auf ihre Kosten kommen.

Neben dem einstellbaren Schwierigkeitsgrad gibt es auch die Möglichkeit in Extramissionen, welche wir etwas abseits vom Hauptpfad finden, beispielsweise nur bestimmte Charaktere nutzen zu dürfen um eine besonders große Herausforderung zu erleben. Dadurch wird der Schwierigkeitsgrad noch einmal deutlich erhöht, dank einer Kombination von ungünstigen und offenen Umgebungen in den Levels sowie der geschickten Platzierung sehr gefährlicher Feinde. Hier ist für jeden Geschmack das Richtige dabei und nie hatten wir das Gefühl etwas vom Spiel zu verpassen, wenn wir die Extraaufgaben nicht mitnehmen.

Technisches Upgrade

Auch wenn wir auf dem Event eine sich noch in Entwicklung befindende Version spielen durften, hatten wir keine starken technischen Probleme mit dem Spiel. Vereinzelte Bugs wurden willkommen von den anwesenden Entwicklern aufgenommen und insgesamt war das Spiel bereits in der gewohnten polierten Nintendo-Qualität.

Grafisch lässt sich die Ähnlichkeit zum ersten Teil selbstverständlich nicht verheimlichen, jedoch wirkten Texturen und Effekte noch einmal ein gutes Stück hochwertiger als im ersten Teil und somit können wir hier im Vergleich durchaus von einem grafischen Upgrade sprechen, welches auch nur in einer Nebel-Sequenz kurz Probleme mit der Framerate hatte und ansonsten sehr stabil lief. Unter Berücksichtigung dass es sich hierbei um eine frühe Version handelt und die Qualität nicht dem fertigen Spiel entspricht, waren wir bereits sehr beeindruckt vom technischen Zustand des Spiels.

Auch der Sound wirkte sehr hochwertig und wir fühlten uns in beiden Leveln mit individueller Musik gut begleitet, da diese die Atmosphäre stets gut einfing. Die teilweise sogar vorhandene Sprachausgabe einzelner Charaktere ist zwar Geschmackssache, bietet aber auch hier die willkommene Ergänzung zum ersten Teil.

Weiterführende Links: Forum-Thread

Ersteindruck & Fazit

Mit „Mario + Rabbids Sparks of Hope“ erleben wir weit mehr als einen simplen Nachfolger. Das bekannte Gameplay wirkt direkt vertraut und bietet dennoch ungekannte taktische Tiefe um diesmal mehr Variation im eigenen Spiel zu erlauben. Der Einbau der Sparks ist sehr gut gelungen und auch die Erkundung wirkt diesmal viel belohnender als noch im ersten Teil. Wenn die gut begonnene Story mit weiteren witzigen und emotionalen Situationen begleitet wird und bis zum Ende der taktische Anspruch erhalten bleibt, erwartet uns hier Ende Oktober ein sehr gelungenes Taktik-Abenteuer mit genau der richtigen Mischung aus Unterhaltung und Spielspaß.

Bisher gibt es vier Kommentare

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  • Avatar von Marlonius
    Marlonius 27.09.2022, 15:15
    Ich freue mich darauf Rayman zu sehen.
  • Avatar von Garo
    Garo 23.09.2022, 14:51
    Zitat Zitat von Rincewind Beitrag anzeigen
    danke für den Bericht !
    für mich ein klassisches Spiel das bei nem größeren Sale im Warenkorb geworfen wird
    ..., der da es von UbiSoft kommt, nicht allzu lang auf sich warten lassen dürfte.
  • Avatar von Rincewind
    Rincewind 23.09.2022, 14:05
    danke für den Bericht !
    für mich ein klassisches Spiel das bei nem größeren Sale im Warenkorb geworfen wird
  • Avatar von Alex
    Alex 23.09.2022, 13:03
    Danke für deinen ausführlichen Anspielbericht und deine Eindrücke! Habe den ersten Teil leider viel zu kurz gespielt. Irgendwie wollte bei mir der Funken nicht überspringen. Wenn ich mich richtig erinnere, war mir der ganze Spieleinstieg zu träge. Mal schauen wie der zweite Teil sich hier verhalten wird.