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Nintendo Labo: Robo-Set

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Entdeckt Nintendo Labo: Unsere Ideen mit der Toy Con-Werkstatt

Nintendo ist eigentlich immer für eine Überraschung gut und auch am Anfang des Jahres waren die Fragezeichen der Spieler groß. Auslöser dafür war Nintendo Labo, eine experimentelle Weise verschiedene Aspekte eines Spielzeugs mit haptischen und digitalen Elementen zu verbinden. Heraus kam die Pappe, die man zunächst baut und dann damit mit den Funktionen der Nintendo Switch spielt. Während wir euch das Basteln und das Spielen bereits vor einigen Wochen vorstellen konnten, widmen wir uns jetzt dem Entdecken. Was ihr alles noch so mit Labo machen könnt, wollen wir für euch mit dem folgenden Artikel ergründen.

Ein Blick hinter die Kulissen

Hat man es also geschafft, sein Toy-Con zu basteln und auch schon einmal damit gespielt, schaltet die Software die Entdecken-Funktion frei. In dieser wird man von den drei kauzigen Charakteren, Professor Bastlian von Papp, und L. Erna begrüßt. Die drei sehr gesprächigen Figuren repräsentieren dabei die drei Funktionen Basteln, Spielen und Entdecken von Nintendo Labo und zeigen einem, was hinter den Toy-Con sowie den ganzen anderen Funktionen steckt. Dafür wird das Ganze in einem Gruppenchat dargestellt, was durchaus für Charme sorgt.

Man muss natürlich bedenken, dass sich die Erklärungen an Kinder richten und somit sehr simpel ausfallen. Aber auch wer sich ein wenig für die Technik hinter Infrarot-Kamera, HD-Rumble und die verschiedenen Bewegungs-Sensoren interessiert, bekommt hier ordentlich was geboten. In über 50 Erklärungen wird in Videos, Bildern und auch technischen Erläuterungen wunderbar gezeigt, wie alles funktioniert. Gerade die tiefen Einblicke auf die Platinen der Joy-Con sind unerwartet detailreich und zeigen auf wunderschön visuelle Weise, wie die Technik arbeitet. 

Eine schwarz-weiße Werkstatt

Hat man sich die verschiedenen Funktionen erläutern lassen und weiß, wie die Toy-Con und Joy-Con funktionieren, schaltet man die Toy-Con Werkstatt frei. Man sollte nur bedenken, dass man die Werkstatt ausschließlich im Handheld-Modus ohne angeschlossene Joy-Con bedienen kann. In dieser simplen Entwicklungsumgebung können Knoten miteinander verbunden werden. Diese sind unterteilt in Eingabe, Ausgabe und ein Mittel-Teil bei dem zum Beispiel UND- oder NICHT-Verknüpfungen gemacht werden können. Zwar ist die Oberfläche recht kahl durch den schwarzen Hintergrund mit weißen Knoten, aber nach kurzer Eingewöhnung setzt ein richtiger Spieltrieb ein. Das liegt daran, dass die Eingaben, die zahlreich sind und alle Funktionen der Konsole über die Joy-Con bis hin zu den Toy-Con verwenden, eine direkt Ausgabe ermöglichen. Letztere sind entweder ein Vibrieren, einen Ton, der abgespielt werden kann, ein Leuchten auf dem Bildschirm sowie ein Infrarot-Signal, das von einem rechten Joy-Con ausgelöst und von einem zweiten gelesen werden kann.

Auch wenn die Ausgabe recht eingeschränkt ist, kann man damit schon nach kurzer Zeit simple Spielideen umsetzen. Und genau deshalb haben wir uns an die Werkbank gesetzt und in den letzten Tagen drei Ideen umgesetzt, die ohne viel Aufwand verschiedene Funktionen von Nintendo Labo verwendet. Diese wollen wir euch nun im Folgenden zusammen mit Erklärungen und dem Plan, damit ihr sie nachbasteln könnt, vorstellen.

Das Knopfduell

Ganz einfach und ohne ein Toy-Con geht unser kompetitives Knopfduell. In diesem bekommt jeder Spieler einen Joy-Con in die Hand und muss so schnell wie möglich einen Knopf – in diesem Fall ZR – drücken. Der Joy-Con des Spielers, der als erstes den Knopf 50 Mal gedrückt hat, fängt bei dem Erreichen des Zieles an zu vibrieren und signalisiert so den Sieger. Durch Druck auf den Bildschirm der Switch wird das Ganze wieder zurückgesetzt und eine erneute Runde kann gestartet werden.

Das Knopfduell kann, nachdem das Grundgerüst steht, noch um viele weitere Funktionen erweitert werden. Zum Beispiel kann beim Druck auf den Bildschirm ein Timer gestartet werden, der nach und nach Leuchten erzeugt. In unserem Fall haben wir damit einen eigenen Countdown gebastelt, der dann, sobald die Eins verschwindet, noch einmal den Zähler für die Knöpfe zurücksetzt, damit das Duell auch bei Null für jeden gleichzeitig starten kann. Allein dieses Beispiel zeigt, wie zahlreich und vor allem auch schnell man eigene Alternativen und Ideen umsetzen kann.

Steuert das RC-Auto mit einem Toy-Con eurer Wahl

Das einzige Toy-Con, das nur per Vibration funktioniert, ist das RC-Auto. Aus diesem Grund kann man dieses auch, vorausgesetzt man hat ein weiteres Joy-Con-Paar, auf neue Art und Weise steuern. Jedes andere Toy-Con kann dafür ohne Probleme verwendet werden. Als Eingabe müsst ihr lediglich das gewünschte Toy-Con auswählen und die dazugehörige Aktion, die ausgeführt werden soll. Dann nur noch die Ausgabe für die Vibration des zweiten Joy-Con-Paares auswählen und alles miteinander verbinden. Dann kann man zum Beispiel die Angel nehmen und bei einem Schwenk nach links oder rechts vibriert auch der entsprechende Controller. Dreht man an der Kurbel vibrieren beide Controller gleichzeitig. Und schon kann man das RC-Auto mit der Angel steuern. Dieses Prinzip kann dann auf alle anderen Toy-Con angewendet werden.

Simon Says im Robo-Style

Wer den Roboter besitzt und ein weiteres Joy-Con-Paar, der kann mit diesem Spiel seine Freunde ins Schwitzen bringen. In einer Art Simon Says sind diejenigen, die die Joy-Con in der Hand haben, die Spielleiter und können durch die Analogsticks und Schultertasten verschiedene Sounds auslösen, die dann vom Spieler mit dem Roboter nachgemacht werden müssen, indem er die Beine und Arme bewegt. 

Alles, was man dafür machen muss, sind die ausgewählten Knöpfe mit Sounds zu verbinden. Gleichzeitig erstellt man Eingaben für die vier Gliedmaßen des Roboters, die je mit einem Sound verbunden werden. Wenn man jetzt nicht nur auf das Gehör der Spieler hofft sondern auch einen visuellen Hinweis geben möchte, der dann am Fernseher angezeigt wird, kann man einfach leuchtende Flächen einbauen, die sich über Berührungsfelder befinden. Letztere sind einer der wenigen Elemente, die im Spielen-Modus der Werkstatt angezeigt werden und können gleichzeitig dann auch das Spielen ohne den Roboter ermöglichen. Diese Variante seht ihr auch auf dem obigen Screenshot.

Einfach aber effektiv

Dies sind nur drei Möglichkeiten, wie man die Werkstatt verwenden könnte. Man kann sich auch seine ganz eigene Pappe zusammen basteln und dann basierend auf den vorgegebenen Funktionen eigene, kleine Spielereien erstellen. Einziger Wermutstropfen ist die sehr beschränkte Ausgabe, die noch deutlich ausbaufähig ist. Trotzdem kann man mit der Werkstatt einige Zeit verbringen und nach kurzer Zeit kommen dann einem schon kleine Ideen, wie man die vorhandenen Elemente für einfache Spielideen verwenden kann. Zudem ist es so einfach und spielerisch gestaltet, dass Kinder schon erste Schritte in der Programmierung und dessen Logik machen können.

Fazit

Insgesamt ist das Erkunden eine schöne Funktion, um Kindern zu zeigen, was hinter der Switch so alles steckt. Aber auch Erwachsene und jeder, der sich für Technik begeistert, wird der Blick hinter die Kulissen gefallen. Die Werkstatt ist zudem ein super Ort, um spielerisch den Drang zum selbst Basteln und Entwickeln anzuregen, auch wenn die Ausgabe-Möglichkeiten doch arg beschränkt sind. Wer nach dem Basteln also mehr Lust auf Labo hat aber vom Spielen enttäuscht ist, der sollte definitiv mal einen Blick in den dritten Menüpunkt werfen. Zudem gibt es im Internet immer wieder Anleitungen von anderen Spielern, die ihre eigenen Kreationen präsentieren.

Weiterführende Links: Forum-Thread
Weitere Infos im Hub

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Basteln, Spielen und Entdecken

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