Spiele • Switch

Layers of Fear: Legacy (eShop)

Mehr zum Spiel:

Layers of Fear: Legacy (eShop)

Der eShop der Nintendo Switch ist den letzten Monaten und Wochen durch einige sehr interessante Spiele aus allen möglichen Genres bereichert worden. Das Horror-Genre dagegen war bislang kaum vertreten. Mit „Layers of Fear: Legacy“ ist jedoch seit kurzem ein Titel erhältlich, der daran etwas ändern und Switch-Besitzern das Gruseln lehren will. Ob das gelingt, lest ihr in unserem Testbericht.

Das Gemälde des Wahnsinns

„Layers of Fear: Legacy“ erzählt die Geschichte eines Malers, der dem Wahnsinn verfallen ist und versucht, sein größtes Meisterwerk zu vollenden. In dieser Rolle bahnt man sich den Weg durch sein Zuhause, eine riesige schaurige Villa, die mit einigen dunklen Geheimnissen aufwartet. Das Besondere daran ist, dass sich die Räume und Gänge ständig verändern. Dadurch gelangt man zum Beispiel an völlig unterschiedliche Orte, auch wenn man zweimal durch die vermeintlich gleiche Tür geht. Auf dem Weg durch die Villa entdeckt man immer wieder Gegenstände wie beschriebene Zettel, die einem mehr zur Geschichte verraten. Diese Gegenstände werden ergänzt durch gelegentliche Monologe des Malers, während er Stück für Stück der Vollendung seines Meisterwerks näherkommt. Die Geschichte ist dabei spannend erzählt und wie für einen Horror-Titel üblich schön düster.

Ein Schrecken mit Schwächen

Doch auch wenn die Geschichte des Malers und seiner dunklen Vergangenheit sehr gut erzählt wird, hat das Spiel einige Schwächen. Die vermutlich auffälligste davon ist die Steuerung. Denn um beispielsweise eine Tür zu öffnen, muss man die rechte Schultertaste gedrückt lassen, während man mit dem Daumen den Steuerknüppel in die entsprechende Richtung schiebt. Das fühlt sich jedoch oftmals sehr hakelig an, und gerade beim Öffnen von Schubladen einer Kommode ist hier äußerstes Feingefühl angesagt, damit man auch wirklich die gewünschte Schublade zu fassen bekommt und nicht etwa die darüber oder darunter. Wählt man die Steuerung per Joy-Con, so fühlt sich dies zumindest ein wenig flüssiger und intuitiver an, bleibt aber unterm Strich immer noch zu hakelig.

Damit verbunden ist ein weiterer Kritikpunkt, nämlich das abwechslungsarme Gameplay. Zwar ist ersichtlich, dass die Geschichte im Vordergrund stehen soll, allerdings wären ein paar Rätsel durchaus passend gewesen und hätten ein wenig Abwechslung vom monotonen Laufen und Öffnen von Türen bringen können.

Das komplette Paket

Mit „Inheritance“ enthält die Switch-Version von „Layers of Fear: Legacy“ auch noch den bislang einzigen, für andere Konsolen-Versionen kostenpflichtigen DLC. Darin kehrt die Tochter des Malers in die gruselige Villa zurück, wodurch Spieler die Story noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben können. Wie auch schon im Hauptspiel liegt der Fokus auch hier wieder ganz klar auf der Geschichte der zerrissenen Familie, die authentisch erzählt wird und zu der es wieder mehrere optionale Enden gibt. Unterm Strich gibt „Inheritance“ Spielern mehr von dem, was sie bereits im Hauptspiel erlebt haben. Auch wenn der Perspektivenwechsel für etwas frischen Wind sorgt, wären noch mehr der recht seltenen Rätsel wünschenswert gewesen, um das Herumgelaufe ein wenig aufzulockern.

Schaurig-schön

Für ein Horror-Spiel ist eine schaurige Atmosphäre, erzeugt durch eine passende Grafik und gute Sound-Effekte, essentiell. Glücklicherweise gelingt es „Layers of Fear: Legacy“ besonders gut, eine solche Atmosphäre aufzubauen. Die dunklen Farben sorgen zusammen mit exzellenten Lichteffekten und anderen optischen Effekten dafür, dass man schon beim Entlanglaufen der Gänge ein mulmiges Gefühl bekommt. Besonders fällt dies zum Beispiel auf, wenn es draußen gewittert und Schatten von bestimmten Gegenständen durch einen Blitz an die Wand geworfen werden. Die Musik und die Soundeffekte stehen dem ganzen um nichts nach. Ob Kinderschreie, knarzende Dielen oder Donnern – hier haben die Entwickler hervorragende Arbeit geleistet.

Weiterführende Links: Forum-Thread

Fazit & Wertung

Mit „Layers of Fear: Legacy“ bekommt der eShop von Nintendo Switch ein gut gelungenes Horror-Spiel beschert. Die Geschichte des verrückten Malers ist spannend erzählt und mit dem „Inheritance“-DLC und der optionalen Bewegungssteuerung handelt es sich bei der Switch-Version wohl um die beste Fassung des Spiels.
Weitere Infos im Hub

Nintendo Switch

Preis, Termin, Hardware & Spiele der neuen Heimkonsole von Nintendo

Bisher gibt es zwei Kommentare

Du bist nicht angemeldet. Logge dich ein oder registriere dich, um kommentieren zu können.
  • Avatar von Garo
    Garo 13.03.2018, 16:19
    Zitat Zitat von fearly Beitrag anzeigen
    Virtuele Geisterbahn to go...

    Die beste Version des Spiels und trotzdem nur ne 7? Meeh ^^ Passt aber zu dem was ich bisher gesehen habe.
    Die 8er PS-Version hat halt Daniel gespielt und der steht wohl mehr auf Horror als Fredi. Ist nun mal subjektiv.
  • Avatar von fearly
    fearly 13.03.2018, 16:06
    Virtuele Geisterbahn to go...

    Die beste Version des Spiels und trotzdem nur ne 7? Meeh ^^ Passt aber zu dem was ich bisher gesehen habe.

    Es ist halt ein Walkingsimulator im Horror-Genre. Wenn man sich einige Lets Plays davon anguckt, so sieht man das das Spiel diesbezüglich aber vieles richtig macht. So ziemlich jeder hat sich vor Angst und Schreck eingesch****

    Wird definitiv noch nebst Outlast 1+2 auf meiner Switch landen.