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Cast of the Seven Godsends (eShop)

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Cast of the Seven Godsends (eShop)

Es gibt so ein ganz bestimmtes Gefühl, das man hat, wenn sich etwas so anfühlt, als wäre es wahllos aus herumliegenden Teilen zu einem Ganzen zusammengeschustert worden. Dieses Gefühl manifestiert sich in „Cast of the Seven Godsends“, wie unser Review zeigt.

Wir wissen es

Böser Imperator im Königreich Dareca, Prinz wird getötet und wiederbelebt, nun will er Rache. Diese Geschichte hätte man eigentlich auch weglassen können, aber gut, die Entwickler wollten dem Spieler wohl einfach einen Grund geben, für den man sich durch die Level quält. Denn das Vorbild ist ganz offensichtlich „Super Ghouls’n’Ghosts“, was bedeutet: Es ist knallhart.

Tortur

Dem Vorbild getreu sollte man jeden der unzähligen, unausweichlichen Bildschirmtode dazu nutzen, um sich Gegnerposition und -verhalten sowie den Aufbau der Level inklusive der fiesen Fallen genau zu merken. Im Normalfall bedeuten bereits zwei Treffer das Ende. Obwohl viele Spiele heutzutage den hohen Schwierigkeitsgrad bewusst einsetzen, liegt meist doch faires Design vor, was man von „Cast of the Seven Godsends” nicht sagen kann. Die Perspektive ist schon ein gutes Stück zu nah am Geschehen, sodass man oft unweigerlich in sein noch nicht sichtbares Verderben rennen wird. Dass Fallen wie plötzlich entflammte Plattformen beim ersten Mal so gut wie unausweichlich sind, sorgt für mehr Wut als Spaß. Man wird das Gefühl nicht los, dass die Entwickler wahllos möglichst viele Elemente des Vorbilds in das Spiel stopfen wollten, ohne über ein sinnvolles Zusammenspiel nachzudenken.

Bis hierhin...

Sollte man dennoch nicht aufgeben und vielleicht den ersten Zwischenboss überstehen, macht spätestens der richtige Boss des ersten Levels nochmals deutlich, dass hier nichts zusammenpasst. Wieder bemerkt man dies zuerst an der nahen Perspektive, denn seine Geschosse kommen in einer Geschwindigkeit und einer Flugbahn angesaust, dass man mit gegebenen Steuerungsmöglichkeiten so gut wie gar nicht ausweichen kann. Schafft man es dennoch einmal, stürmt der wilde Eber drauf los und scheint unkontrolliert von einer imaginären Wand abzuprallen. Nur um es noch einmal zu verdeutlichen: Dies ist das erste von sechs Leveln!

Checkpoint

Sollte man diesen Wahnsinn im ersten Versuch nicht direkt durchschaut und gemeistert haben, steht man vor dem nächsten Problem: den Rücksetzpunkten. Man möchte ja eigentlich ein Spiel loben, wenn man direkt vor dem Boss wieder startet. Aber ohne die dicke Rüstung, die man im ersten Versuch hoffentlich irgendwo mitten im Level gefunden und bis zum Boss behalten hatte, kann man sich einen erneuten Versuch dann eigentlich auch gleich schenken.

Baukasten

Bei der Präsentation kommt ein ähnliches Gefühl wie bei der Zusammensetzung der Spielelemente zum Vorschein. Die komplette Grafik, vom Hauptcharakter über Gegner bis hin zum Level und Effekten wie Flammen, wirkt wie vorgefertigt aus verschiedenen Quellen zusammengeworfen. Für Animationen gab es offensichtlich keine Vorlagen, denn so gruselig wie diese sind, werden die Entwickler sich dann doch wohl selbst mal dran versucht haben.

Weiterführende Links: Forum-Thread

Fazit & Wertung

Da wollte wohl jemand den Klassiker „Super Ghouls’n’Ghosts“ wieder aufleben lassen, doch das ist leider komplett schief gegangen. Man hat das Gefühl, dass alles wahllos zusammengeschmissen wurde, ohne die einzelnen Elemente aufeinander abzustimmen. Wie man mit den gegebenen Steuerungsmöglichkeiten schon den ersten Boss ohne Wutanfall besiegen soll, sollen die Entwickler mal selbst vorführen!

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