Spiele • Switch

Cook, Serve, Delicious! 2!! (eShop)

Mehr zum Spiel:

Cook, Serve, Delicious! 2!! (eShop)

Köche haben die Videospielwelt schon vor vielen Jahren erobert. Insbesondere „Overcooked!“ konnte positiv herausstechen, doch auch „Cook, Serve, Delicious! 2!!“ wurde häufig gelobt, ist aber bei weitem nicht so bekannt, obwohl es sich spielerisch komplett von ähnlichen Titeln unterscheidet. Wieso das Spiel mehr Aufmerksamkeit verdient hat, verraten wir im Test.

Nach Rezept

Schon alleine die Zubereitung der Mahlzeiten ist überraschend spaßig. Mit dem Y-Knopf wird eine Bestellung ausgewählt, und anschließend müssen die passenden Zutaten mit den entsprechenden Knöpfen ausgewählt werden, um das gewünschte Gericht zu kochen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass nicht jeder Kunde alle möglichen Zutaten auf den Hot Dogs oder Burgern haben will, weshalb der Spieler genau darauf achten muss, sich nicht zu verdrücken, um genau das zuzubereiten, was in der Bestellung steht.

Das klingt etwa umständlich, doch bereits nach wenigen Runden wird die Steuerung überraschend intuitiv. Dennoch bleibt es durchweg eine ansprechende Herausforderung, den Wünschen nachzugehen, denn das Spieltempo ist stets immens. Unter dem Druck keine Fehler zu machen wird extrem schwierig, vor allem, wenn Wartezeiten, mehr Zutaten als Knöpfe und Beilagen hinzukommen.

Taktische Geschicklichkeit

Wurde das Spielprinzip verinnerlicht, dürfen die anderen Mechaniken ins Licht rücken. Denn eine Runde besteht aus zahlreichen Bestellungen, die möglichst schnell zubereitet werden müssen. Rush Hours sorgen weiter dafür, dass eine extreme Hektik entsteht und Fehler definitiv passieren. In genau den Momenten zeigt „Cook, Serve, Delicious! 2!!“ seine strategische Seite, denn Gerichte müssen vorausgeplant werden und wer passende Beilagen vorbereitet, erhält sogar mehr Zeit. Das nimmt allerdings einen Platz der oberen Leiste weg, die man für andere Zutaten benötigt. Deshalb muss man innerhalb weniger Sekunden Entscheidungen treffen, die womöglich die gesamte Spielrunde beeinflussen können.

Müssen dann noch die Sanitäranlagen gereinigt werden, ist der Stress nicht zu vermeiden. Glücklicherweise lassen sich alle Aufgaben mit wenigen Knopfdrücken erledigen, und so merkwürdig es klingt, die Hektik erzeugt gigantischen Spielspaß. Nach einigen kniffeligen Runden kann man endgültig in den Spielfluss eintauchen, lernt die Gerichte schneller zuzubereiten und bestimmte Arten von Bestellungen so einzuteilen, dass nichts verbrennt oder Kunden zu lange warten müssen. Die Mischung aus dem konzentrierten Knöpfedrücken und der Planung innerhalb der Runden macht das Betreiben der Restaurants zu etwas ganz besonderem.

Jahresvertrag

Der Rahmen wird durch den sogenannten Tower, in dessen über 33 Küchen man arbeiten darf. Alle davon bieten mehrere Schichten, doch man muss sie nicht nacheinander abarbeiten, sondern schaltet recht schnell viele frei. Sie unterscheiden sich in unterschiedlichen Bereichen, denn manchmal müssen mehr Bestellungen gleichzeitig abgearbeitet werden, manchmal gibt es weniger Möglichkeiten zur Vorbereitung. Am stärksten ist derweil die immense Vielfalt an Gerichten, denn überall gibt es einzigartige Bestellungen, die man zuerst kennenlernen muss. In jeder Küche gibt es neue Spielmechaniken zu verinnerlichen, was die Vielfalt zur großen Stärke des Spieles macht.

Doch auch das eigene Restaurant muss versorgt werden. Mit dem verdienten Geld darf man sich neue Ausstattungsgegenstände kaufen und somit den Hintergrund anpassen. Das ist zwar nur eine kleine Spielerei, entpuppt sich aber als gute Belohnung für die harte Arbeit. Zudem gibt es einen Mehrspieler-Modus, der zwar ebenfalls unterhaltsam bleibt, allerdings die Planung der Gerichte noch weiter erschwert – dafür lassen sich die Aufgaben teilen, sodass der Nachteil ausgeglichen wird. Dennoch spielt sich der Titel am besten im Solo-Modus, wenn man die komplette Kontrolle erhält. Wem das Spiel zu schwer ist, der darf zudem den Zen-Modus wählen, oder im Classic-Modus auf Boni verzichten. Wer verzweifeln möchte, darf den höchsten Schwierigkeitsgrad wählen, bei dem ein kleiner Fehler in einer Katastrophe enden kann.

Gelungener Snack

Optisch ist das Spiel simpel gehalten, wodurch die wichtigen Elemente stets herausragen. Die Bilder der vielen Gerichte und Zutaten sind derweil gut gelungen und lassen regelmäßig das Wasser im Mund zusammenlaufen. Man darf ansonsten keine allzu aufwändige Inszenierung zu erwarten, denn Animationen halten sich in Grenzen. Das funktioniert überraschend gut und erzeugt eine angenehme Atmosphäre, die die ruhige Musik weiter unterstützt. Technische Probleme gab es deshalb glücklicherweise auch keine.

Weiterführende Links: Forum-Thread

Fazit & Wertung

„Cook, Serve, Delicious! 2!!” ist ein wunderbares Kochspiel, dessen Fokus genau richtig gesetzt wurde. Die Kombination aus rasanten Zubereitungen und taktischem Planen der Bestellungen versetzt den Spieler in einen Stress, dessen Belohnung in Form von zufriedenen Kunden unbezahlbar ist. Auch der Inhalt ist dank zahlreicher Küchen und damit auch Aufgaben riesig, wahlweise darf man sogar mit einem Freund loslegen. Wer den hektischen Ablauf mag und keine aufwändige Inszenierung erwartet, darf sich auf ein faszinierendes Spiel freuen.

Das sagen unsere Leser

Du bist nicht angemeldet. Logge dich ein oder registriere dich, um kommentieren zu können.