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Bridge Constructor: Ultimate Edition

With a little help of my friend, aber nicht in diesem Falle. Nach dem „Bridge Constructor Portal" im März 2018 sehr positiv von uns bewertet wurde, wollen wir euch zeigen, ob die nun erhältliche Ultimate Edition der Reihe auch ohne Hilfe des bekannten „Portal"-Franchise zu überzeugen weiß. 

Schuster bleib bei deinen Leisten

An der bekannten Formel des Spiels hat sich wenig überraschend auch wenig geändert, was sich als sehr positiv herausstellt. Weiterhin gilt es, Brücken über verschiedene Schluchten zu bauen, um beim folgenden Testlauf dafür zu sorgen, dass mindestens zwei Autos die Eigenkreation unbeschadet überbrücken können. Anfangs steht als Material ausschließlich Holz zur Verfügung, später gesellen sich auch Stahlseile, Eisenträger und Betonpfeiler hinzu. In jedem Level gibt es bestimmte Befestigungspunkte, die als Ausgangspunkte für den Bau dienen. Vollkommen frei in der Gestaltung ist der Spieler also leider doch nicht. Gleichzeitig gilt es, ein gewisses Budget nicht zu überschreiten, sinnvolle Konstruktionen sind also sinnlosem Zubauen vorzuziehen. Allerdings machen diese Einschränkungen auch einen großen Teil der eigentlichen Herausforderung aus.

Die simple Aufgabe besteht darin, für eine sichere Überfahrt zu sorgen. Die verschiedenen Schluchten sind mal größer, mal kürzer und bieten meist verschiedene Ansätze zur Lösung. Was tatsächlich dafür sorgt, dass man einzelne Level erneut spielt, nur aus Neugierde, ob die gedankliche Alternative der Spielphysik standhält. Und nur, weil am Ende eventuell beide Autos in der Simulation die eigene Brücke sicher überqueren, heißt das nicht, dass es die beiden Lkw oder der später freigeschaltete Tanklaster auch tun. Bringt man diese sicher auf die andere Seite, steigert dies den eigenen Highscore und bringt gleichzeitig das großartige Gefühl, ein toller Bauherr zu sein.

Die Freude am eigenen Misserfolg

Zur Erkennung von etwaigen Problemen in der eigenen perfekten Konstruktion hilft eine einfache farbliche Darstellung des Materials. Ist in der Simulation alles grün, kann der Testlauf sorgenfrei starten. Geht es allerdings in den roten Bereich, kann man fast sicher sein, dass bei Befahrung alles auseinander fällt - was allerdings oft eher für amüsante als genervte Situationen sorgt. Oft findet man sich in der einen oder anderen witzigen Situation wieder, wenn Autos und Brückenteile beim Kollaps meterweit und -hoch durch die Luft fliegen. Wenn dann zumindest einer der Wagen auf dem Dach liegend ins Ziel rutscht, bleibt zumindest das Gefühl eines Teilerfolges und ein Lächeln im Gesicht, über die sehr amüsante Spielphysik. 

Es gilt also dafür zu sorgen, dass die eigene Konstruktion das jeweilige Gewicht vertragen kann. Oft vergisst man die Zeit, während man minutenlang herumprobiert und experimentiert, bis man auf die Lösung kommt oder eben nicht. Andere Level sorgen stattdessen für ein schnelles Erfolgserlebnis, weil sehr offensichtlich ist, wie das Endprodukt aussehen muss. Der gute Mix aus Erfolgserlebnissen und harten Kopfnüssen sorgt für eine anhaltende Motivation.

Über 80 Brücken musst du gehen

„Bridge Constructor: Ultimate Edition“ weiß vor allem durch eines zu überzeugen: Inhalt. Zusätzlich zu den 40 Leveln des Originalspiels liefern die beiden Erweiterungen Trains und SlopeMania insgesamt mehr als 80 Level in verschiedensten Settings. Ob in den Bergen oder am Strand, sogar in den verschneiten Bergen kann man dank zusätzlichen Jahreszeiten-Events Autos oder Züge über die eigenen Brücken düsen lassen und findet so immer wieder neue Herausforderungen, inklusive einem Modus zum freien Bauen.

Grafisch sollten die eigenen Erwartungen nicht zu hoch gesetzt werden. Bereits beim Release des Originalspiels 2011 waren die Grafiken vor allem zweckmäßig. Dennoch sollte man sich immer klar machen, dass das Spiel seinen Fokus definitiv im Gameplay sieht und nicht in hochkarätiger Grafik. Immerhin bietet das den Vorteil, dass quasi keine Ladezeiten vorhanden sind und das Spiel insgesamt sehr flüssig läuft und ohne Ruckler auskommt. Die Steuerung bleibt wie immer ein wenig kontrovers. Klar ist, dass trotz zuschaltbaren Planungsmustern die Steuerung am PC mit Maus ein wenig genauer funktioniert als mit dem Controller auf Nintendo Switch. Allerdings ist dies nur Meckern auf hohem Niveau und fällt nur dann auf, sobald man beide Steuerungen testen konnte. Die Steuerung funktioniert problemlos mittels Controller und alle Tasten sind sinnvoll belegt. Selbst die eingebaute Touchscreen-Steuerung bietet im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein gutes Ergebnis, allerdings ist hier die exakte Ausrichtung einzelner Bauteile auch eine gewisse Geduldsfrage.

Weiterführende Links: Forum-Thread

Fazit & Wertung

„Bridge Constructor: Ultimate Edition“ beweist erneut, dass ClockStone ihr Handwerk verstehen. Das simple Spielprinzip sorgt trotz zweckmäßiger Grafik für einen hohen Suchtfaktor. Die mitgelieferten Erweiterungen sorgen für viele Stunden Spielspaß und das Spielprinzip ist perfekt für das ein oder andere kurze Projekt während der Bahnfahrt im Handheld-Modus geeignet. Auch wenn die Steuerung mittels Touchscreen nicht ganz so exakt ist wie man es sich wünschen würde, lässt sich diese vollgepackte Version auch ohne Unterstützung eines hochkarätigen Franchise problemlos empfehlen.
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