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Snack World: Die Schatzjagd GOLD

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Snack World: Die Schatzjagd – Gold

Bereits 2017 erschien in Japan mit „The Snack World“ das neueste Großprojekt von Level-5. Neben einem Nintendo 3DS-Spiel wurden Mangas und eine Anime-Serie produziert, die durchaus Erfolg fanden, während mit Spielzeugen und einem MMORPG für Smartphones eigentlich eine große Zukunft sicher war. Dennoch wurde es still um die Reihe, selbst nachdem das Spiel im Jahr 2018 für Nintendo Switch portiert wurde. Diese Fassung erscheint morgen als „Snack World: Die Schatzjagd – Gold“ endlich auch hierzulande, doch hat sich das Warten gelohnt?

Ein Rollenspiel? Ein Rollenspiel?! Ein RPG!

Bereits zu Beginn macht das Spiel deutlich, dass niemand eine ernsthafte Geschichte erwarten braucht. Der Hauptcharakter, den der Spieler selbst erstellen darf, landet nämlich vor den Toren der Stadt Croquetta, hat aber alle seine Erinnerungen verloren. Vom König wird er deshalb zum Abenteurer ernannt, der im Endeffekt nur Aufträge für die selbstverliebte Prinzessin erledigen muss, bevor eine größere Gefahr droht, die gesamte Welt auszulöschen. Klingt klischeehaft, und ist auch Absicht.

„Snack World“ lässt sich wohl als Parodie zahlreicher Klischees beschreiben. Die Prinzessin ist das Gegenteil von liebenswürdig, die Helden stellen sich trottelig an und regelmäßig wird die vierte Wand durchbrochen. Leider geschieht das nicht unbedingt mit viel Geschick, denn während die erste Erwähnung eines RPGs noch charmant ist, möchte man bei der fünften Wiederholung die Augen rollen. Humor wird subjektiv wahrgenommen, doch leider konnten im Test die wenigsten Witze landen und sorgten eher für Fremdscham. Glücklicherweise lassen sich die Dialoge vorspulen, doch das spricht nicht gerade für die Qualität der Texte.

Märchenwald mal anders

Ein weiteres Problem am erzählerischen Rahmen ist die Welt, die sich nicht klar definieren kann. Der Mix aus Ritterzeit und modernen Einschlägen wie Zügen oder Robotern wirkt interessant, bis auf einige gute Designs wirken die Ortschaften aber sehr platt und machen schlichtweg nichts aus der Prämisse. Zwar müssen Lebensmittel häufig für Namen herhalten, doch es fehlte eine Pointe. Aus den Vorlagen werden weder interessante Orte gestaltet, noch echte Witze geschnürt.

Und dann wären da noch die Märchencharaktere, die an die Welt angepasst wurden, dennoch stark herausstechen. Peter Pannekuchen ist zum Beispiel ein übergewichtiger Nerd, der nicht genug von der Idol-Band „Die Rotkäppchen“ bekommen kann. Pinocchio ist ein Roboter, dessen Nase wächst, wenn er an die Fersen der Prinzessin denkt. Und natürlich darf ein Team aus schwulen Dschinns nicht fehlen, die dermaßen überzogen dargestellt werden, dass der schmale Grad zwischen lustig und homophob durchaus überschritten wird. Wie bereits erwähnt, Humor ist subjektiv, aber auch aus den skurrileren Ideen wird nichts gemacht, denn die Nebencharaktere haben stets eindimensionale Ziele, keinerlei Tiefe und müssen für Witze herhalten, die ständig wiederholt werden. Da hilft es auch nicht, dass die wenigen Wendungen zwar nicht immer vorhersehbar sind, aber den Spannungsbogen keinerlei bereichern.

Kloppen, schießen und schlagen

Glücklicherweise besteht ein Spiel aus mehr als nur dem Rahmen, und genau hier möchte „Snack World: Die Schatzjagd“ punkten. Der Titel lässt sich spielerisch wohl am einfachsten als Mix aus „Diablo“, „Monster Hunter“ und Dungeon Crawlern beschreiben, wobei hier nicht einfach kopiert wird. Vielmehr wählt der Spieler vor jeder Aufgabe bis zu sechs Waffen, sogenannte Jaras, aus, die er für die ausgewählte Mission benutzen möchte. Doch ein großes Problem offenbart sich bereits hier, denn wer nicht ständig im Spiel-internen Lexikon nachschauen möchte, welche Waffe gegen welchen Gegner effektiv ist, sollte lieber die automatische Ausrüstungsfunktion nutzen, die das Set dann optimiert. Dennoch kann es sich lohnen, danach einige Jaras auszuwechseln, denn nach vielen Stunden hat sich herausgestellt, dass einige gute Waffen ignoriert werden, wenn sie stark genug sind, aber nicht zu den effektiven zählen.

Dann geht es auch schon auf die Missionen, die sich in zwei Kategorien einteilen lassen. Die kürzesten bestehen aus einem recht kleinen Gebiet, in dem Monster bekämpft werden müssen oder ein Ziel erreicht werden muss. Die Aufgaben variieren nur geringfügig, denn ob 30 kleine oder ein großer Gegner besiegt werden muss, ändert nichts daran, dass diese Aufgaben nur rund fünf Minuten in Anspruch nehmen. Diese Kurzweiligkeit hat durchaus ihren Reiz, denn kurz in eine Mission zu springen, ein paar Feinde zu erledigen und dabei Beute zu erhalten, eignet sich wunderbar für kleine Runden zwischendurch.

Die Macht der Jaras

Es ist leider das Kampfsystem, das den Ablauf sehr eintönig gestaltet. Dabei gibt es wahnsinnig viele Waffen, von Lanzen und Schwerter über Hämmer bis hin zu Zauberstäben ist die Vielfalt groß, insbesondere auch deshalb, weil die Waffen unterschiedliche Spezialangriffe besitzen. Eine davon wird per X ausgelöst und kann zum Beispiel ein Rundumschlag, ein Pfeilhagel oder eine Statusverbesserung sein. Die zweite muss länger aufgeladen werden, ist dafür aber besonders mächtig und kann mehrere Gegner auf einmal erledigen.

Das große Problem dabei ist die erwähnte Effektivität gegenüber bestimmten Gegnern. Ein Zauberstab kann zum Beispiel ein Monster mit einem Projektil erledigen, das direkt danebenstehende könnte aber gleich zehn davon aushalten. Um das Durchwechseln zu erleichtern, lässt sich in solchen Situationen einfach der ZR-Knopf drücken, damit das Jara ausgewählt wird, das dem Feind den meisten Schaden zufügt. Klingt praktisch, ist es auch, dafür aber wenig spaßig. Anstatt selbst zu überlegen oder sich geschickt anzustellen, laufen die meisten Kämpfe schlichtweg so ab, dass man zur passenden Waffe wechselt, ein oder zwei Mal zuschlägt und diesen Prozess stets wiederholt. Dadurch wird die Masse an toll gestalteten Jaras untergraben, denn in den meisten Kämpfen ist das richtige Management, was im Fokus stehen sollte, unwichtig. Zwar kann man die Waffen für eine kurze Zeit nicht mehr benutzen, wenn sich eine entsprechende Leiste geleert hat, doch das hat nie zum Scheitern einer Mission geführt.

Das Kampfsystem ist der Pfeiler des Abenteuers, fühlt sich aber zu häufig nach hirnlosem Knöpfchendrücken an. Dabei gibt es die Ausnahmen, wenn man eine passende Waffe nicht besitzt und gegen einen stärkeren Feind antreten muss. Hier wird es plötzlich wichtig, die Fähigkeiten klug auszunutzen, Distanz zu gewinnen, Jaras regelmäßig zu wechseln und im richtigen Moment auszuweichen, um Schaden zu vermeiden. Sobald man aber die passende Waffe dabei hat, kann dieser Kampf um ein zehnfaches verkürzt werden.

Zufälle gibt es selten

Die Dungeons sind die zweite Missionsart und eher Standardware, sehen aber zumindest stets hübsch aus, egal ob in einem Palast, einer Wasserhöhle oder im Wald. Im Aufbau gibt es aber keine Unterschiede, denn jeder Dungeon besteht aus zwei Ebenen, die zufällig generiert werden. Somit kann man ein völlig anderes Layout erhalten, wenn man dieselbe Mission wiederholt. Die Karte muss stets selbst aufgedeckt werden, es gibt aber auch lineare Wege, die zwar den Ablauf verkürzen, dafür aber nicht sonderlich spannend ausfallen. Ansonsten gilt es, den richtigen Weg zu suchen, was mal schnell geht, manchmal aber auch am letzten Punkt ist, den man absucht.

Auch das Voranschreiten ist nicht immer gleich. Mal liegt der Ausgang frei, mal muss ein Gegner besiegt werden, der einen Schlüssel trägt und manchmal müssen Schalter aktiviert werden. Das ist nicht wirklich spannend, sorgt aber dafür, dass man mehr Zeit in den Verließen verbringt. Diese beherbergen auch Fallen, die man schnell übersehen kann, da die Kamera recht weit reingezoomt ist, und somit die Felder beim Laufen nicht gerade herausstechen. An sich eine schöne Idee, leider dauern die negativen Statuseffekte viel zu lange an und frustrieren mehr, als eine zusätzliche Aufgabe darzustellen. Manchmal gibt es auch überraschende Tore, die zusätzliche Kämpfe oder Belohnungen beinhalten, und natürlich lohnt es sich, nach Truhen für mehr Loot zu suchen. Abwechslung darf aber niemand erwarten, denn was in den ersten zwei Stunden vorgestellt wird, zieht sich ohne allzu große Veränderung bis zum Finale.

Spannende Bosse

Am Ende der zufallsgenerierten Dungeons steht ein großer Boss, wobei in jedem Kapitel ein neuer eingeführt wird. Diese Begegnungen gehören zu den kniffeligsten, häufig aber auch zu den spaßigsten Momenten in „Snack World“, denn die Feinde sind zäh, verfügen über zahlreiche Angriffe und interagieren sogar mit den Arenen. Wer nicht gut genug vorbereitet ist, kann hier durchaus scheitern, denn auch die bis zu fünf Mal nutzbaren Tränke sind irgendwann verbraucht. Zwar werden die Bosse in zahlreichen Nebenmissionen wiederverwertet, doch dank zusätzlichen Fähigkeiten oder der Tatsache, dass man gleich zwei von ihnen besiegen muss, bleibt der Schwierigkeitsgrad höher, als man es erwarten würde.

Leider wird auch hier das Kernproblem der Jaras deutlich. Manchmal können die Bosskämpfe nämlich regelrecht brutal sein, weil man den Wesen kaum Schaden zufügen kann. Das ändert sich schlagartig, sollte man die passende Waffe besitzen, wodurch die Schlachten erheblich leichter und auch fairer werden. Leider weiß man nicht unbedingt, welches Jara man nutzen sollte, wenn man dieses nicht bereits besitzt. So kann es durchaus dazu kommen, dass ein Spieler an einem frühen Boss verzweifelt, während der andere ihn im ersten Versuch mit Leichtigkeit erledigt, weil er das passende Jara hat.

Das Kernproblem

All diese Schwächen lassen sich auf das leider völlig verkorkste Loot-System zurückführen. Die Jaras gibt es nämlich nur in extrem seltenen Fällen innerhalb der Level, stattdessen gehören sie zu den Missionsbelohnungen. Und auch hier gilt: Im Normalfall gibt es pro Mission nur ein spezifisches Jara, das man dafür mehrfach erhalten kann. Leider regiert der Zufall, wobei sich die Chancen steigern lassen. Nach dem Abschluss einer Mission erhält man nämlich Truhen, die nach dem Lootbox-Prinzip funktionieren. Sollte man sich besonders geschickt angestellt haben, zum Beispiel ohne ein Teammitglied verloren zu haben oder ohne Tränke benutzt zu haben, erhält man je eine weitere Truhe, die sich nach dem erfolgreichen Missionsabschluss öffnen lassen.

Leider ist nicht garantiert, dass man die gewünschte Waffe erhält, sodass man mitunter die Missionen immer und immer wieder wiederholen muss, um zum Beispiel den gewünschten Schild zu erhalten. Es kann zwar sein, dass man dieses im ersten Anlauf gleich drei Mal erhält, genauso gut ist es aber möglich, dass man es nach fünf Durchläufen kein einziges Mal sieht. Noch schlimmer wird das bei den Wunderbelohnungen, ein Jara, das mit noch geringerer Wahrscheinlichkeit erscheinen kann. Zwar erhöht sich mit jedem Missionsabschluss die Chance, dass man das Jara auch aus einer Truhe innerhalb der Mission erhält, doch es ist unfassbar frustrierend, wenn man die sowieso schon eintönigen Level ständig wiederholen muss, um für weitere eintönige Missionen vorbereitet zu sein. Die Motivationspirale geht überhaupt nicht auf, denn man hat trotz Werteverbesserung beim Levelanstieg nie das Gefühl, dass man eine faire Chance erhält, wenn man bestimmte Jaras nicht besitzt. Wer das Spiel einfach nur beenden möchte, sollte derweil rund 18 Stunden einberechnen, wobei man locker die 100 Stunden erreichen kann, wenn man alles sehen möchte. Und nach dem Finale gibt es auch noch genug zu erledigen.

Abseits der Schlacht

Hinzu kommt, dass die Waffen auch verbessert werden sollten. Dafür benötigt man Material in bestimmten Farben, was sich sehr einfach finden lässt, aber auch dieselbe Waffe nochmal. Dann muss man sich entscheiden, welche Waffe man verstärken möchte, denn selbst zwei gleiche können andere Spezialangriffe und Boni mitbringen, die sich nicht abändern lassen. All das sollen Anreize sein, die Missionen zu wiederholen, doch durch die fehlende Belohnungsgarantie wird das zu einer unglaublich frustrierenden Angelegenheit.

Besser funktioniert da schon das Craften der eigenen Rüstung. Dafür benötigt man zwar auch bestimmte Materialien, diese lassen sich aber mit etwas Erfahrung durchaus finden, und auch Accessoires, die wertvolle Boni mitbringen, werden regelmäßig verteilt. Leider sind diese eben nicht so wichtig wie die Jaras, deren Auswirkung stets größer ist. Ohne Vergleich können wir den Grund dafür zwar nur erahnen, doch in der originalen japanischen Version war es möglich, Jaras durch reale Truhen beim Spielwarenhändler zu erhalten, die sich anschließend haben einscannen lassen. Das erleichtert den Ablauf natürlich enorm, die Nintendo Switch-Version kommt aber ohne aus. Stattdessen gibt es eine Wahrsagerin, die täglich zufällige Items spendiert, die leider kaum einen Nutzen haben.

Aus Feind wird Freund

Die namensgebenden Snacks sind glücklicherweise gelungen. Immer wieder darf der Spieler ein Foto von besiegten Gegnern machen, was über ein einfaches Mini-Spiel funktioniert, um fortan bis zu drei davon als Begleiter auf Missionen zu nehmen. Deren KI lässt zwar erheblich zu Wünschen übrig, dennoch erweisen sie sich als wertvolle Kämpfer, von denen einige sogar auf Verteidigung oder Buffs ausgerichtet sind. Alle zu sammeln wird zwar dadurch zur ewigen Aufgabe, dass die Foto-Chance sehr gering ist und ebenfalls durch den Zufall bestimmt wird. Wer darauf aber keinen Wert legt, wird den netten Bonus gerne mitnehmen.

Noch interessanter sind die Taschensnacks, bei denen es sich einfach um Snacks handelt, die nicht direkt mitkämpfen. Dafür kann sich der Spieler in die Monster oder Wegbegleiter verwandeln, die alle ihre eigenen Angriffe mitbringen. Das lockert das Kampfsystem enorm auf und bringt eben die spielerische Vielfalt mit, die ansonsten schmerzlich vermisst wird. Da diese aber auch erst über eine lange Zeit hinweg aufgeladen werden müssen, bleiben sie eher Höhepunkte, als eine integrale Mechanik.

Bunte Welt

Ansonsten gibt es nicht allzu viel zu tun. Im großen Dorf sowie zwei Nebenschauplätzen darf man sich mit NPCs unterhalten, Nebenquests annehmen und Jaras, Ausrüstungen und Items kaufen. Da diese aber stets teuer sind und erst die letzten Missionen bedeutende Geldmengen hergeben, ist der Shopping-Trip eher eine Ausnahme, als der Alltag. Dabei können bestimmte Modemarken die Chance auf Hauptgewinne erhöhen. Es gibt zudem eine Lotterie, doch auch hier sind die Tickets schwer zu ergattern, und die Gewinnchance wird dadurch geschmälert, dass sich die Preise täglich ändern. Dafür ist alles schön anzusehen, denn insbesondere das Schlossreich ist wunderbar detailliert gestaltet worden.

Das merkwürdigste Manko ist wohl die völlig unübersichtliche Menüführung. Möchte man nach einem Levelanstieg Punkte verteilen, muss man dies nämlich über das Handy tun, Waffen werden aber durch einen Rucksack angepasst, und auch die Snacks müssen über einen völlig anderen Punkt ausgewählt werden. Dadurch kann man schnell die Übersicht verlieren und muss manchmal zu lange überlegen und suchen, wie man zu bestimmten Menüs gelangt. Da auch die Erklärungen in ein Untermenü verbannt wurden, benötigt es mehrere Stunden, bis man sich eingefunden hat.

Besser mit Freunden

Ein großer Reiz besteht darin, sich online oder lokal mit Freunden zu treffen, um Missionen zu erledigen. Zwar geht das nur bei Nebenmissionen, funktioniert dafür wunderbar. In wenigen Sekunden ist ein privater oder öffentlicher Raum erstellt, dem drei weitere Spieler beitreten können. Im Test gab es keinerlei Verbindungsprobleme, und obwohl nur Quests passend zum niedrigsten Level angenommen werden können, eignet sich dies als guter Weg, diese zu wiederholen. Im Test gab es zudem auffällig viele Chancen, Snacks zu fotografieren, und mindestens ein Jara gab es pro Spieler zum Schluss. Ob es sich dabei lediglich um Zufall handelte, oder sich online die Chancen tatsächlich erhöhen, bleibt offen.

Zudem können auch Jaras und Snacks getauscht werden, was definitiv das Sammeln vereinfachen wird, im Test aber nur sehr begrenzt ausprobiert werden konnte. Bei „Snack World“ gilt zumindest das Prinzip, dass alles mit Freunden unterhaltsamer ist. Zwar hat man nie das Gefühl, die Missionen seien einfacher mit echten Spielern, dafür wird die Eintönigkeit etwas aufgelockert.

Die Zeichen der Zeit

Leider ist das große technische Wort, das man immer wieder erwähnen wird, die Bildrate. Die schwankt derart stark, dass sie die Spielbarkeit beeinflusst. Während in kleinen Räumen alles in Ordnung ist, weiß schon die Stadt mit kleinen Rucklern ein unschönes Bild herbeizuführen. Auch in den Kämpfen läuft mal alles sehr flüssig ab, mal ruckelt die Action bei vielen Feinden oder Bossen aber unangenehm. Unspielbar wird „Snack World“ zwar nie, aber dieses technische Manko ist nicht wirklich nachzuvollziehen, da es sich um eine aufpolierte Version eines Nintendo 3DS-Spieles handelt. Zwar sieht die HD-Überarbeitung gut aus, insbesondere am TV lässt sich der Ursprung aber erkennen, mit vereinzelt niedrig aufgelösten Texturen und einer ganze Menge Clipping. Dafür sind die Charakter- und Waffendesigns überzeugend, und die Farben sehr kräftig.

Die Kamera entpuppt sich leider als merkwürdiges Problem, denn sie lässt sich nur zum Teil drehen, nicht aber vollständig. Das ist insbesondere in Dungeons komisch, denn somit kann man die Kamera nicht immer passend drehen und muss manchmal in den unteren Bildschirmabschnitt laufen, auf dem weniger vom Weg zu sehen ist. Ansonsten gibt es aber keine Probleme, denn die Musik ist akzeptabel und die Vertonung gelungen, auch wenn nur wenige Sätze eingesprochen wurden.

Weiterführende Links: Forum-Thread

Fazit & Wertung

„Snack World: Die Schatzjagd – Gold“ ist ein Spiel mit zahlreichen tollen Ideen, die leider nur selten punkten. Das Kampfsystem ist nett, das Leveldesign interessant, nichts davon aber wirklich motivierend genug, um zahlreiche Stunden mit den immer gleichen Aufgaben zu verbringen. Wirklich ärgerlich ist der Zufallsfaktor der Waffenvergabe, der zu häufig für Frustration statt Motivation sorgt. Da hilft auch die schön gestaltete Welt sowie die Fülle an Inhalten nicht, denn an der anfangs etablierten Formel ändert sich nichts. Das ist schade, denn somit eignet sich der Titel nur für kurze Runden, anstatt für lange Zeit an die Konsole zu fesseln.

Bisher gibt es vier Kommentare

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  • Avatar von Garo
    Garo 13.02.2020, 18:52
    Zitat Zitat von Mizunezumi Beitrag anzeigen
    Nicht alles, was Gold ist, kann auch glänzen.
    Besser?
    Jap!
  • Avatar von Mizunezumi
    Mizunezumi 13.02.2020, 18:36
    Zitat Zitat von Garo Beitrag anzeigen
    Aber es ​ist doch die Gold-Version.
    Nicht alles, was Gold ist, kann auch glänzen.
    Besser?

    Schade, dass die Bewertung so schlecht ausgefallen ist, aber damit hatte ich schon gerechnet. Bei Ankündigung war ich interessiert, weil es mich grafisch und vom Spielstil zunächst sehr an Fantasy Life erinnert hat. Je mehr Infos durchsickerten, desto mehr erinnerte es mich jedoch an Final Fantasy Explorers, vor allem wegen der Team-Sache.
    Ich hatte inzwischen ohnehin nicht mehr vor, mir das Spiel zu kaufen. Kann es sein, dass solche Spiele, die den Fokus auf Multiplayer legen, häufig floppen?
    Das ist für mich jedenfalls immer ein Grund, vorsichtig zu sein. Wenn ich Lust auf kooperatives Spiel habe, spiele ich lieber ein MMORPG, aber bei solchen Spiele schätze ich den Singleplayer.
  • Avatar von Garo
    Garo 13.02.2020, 16:58
    Zitat Zitat von BIGBen Beitrag anzeigen
    Tja, nicht alles was glänzt ist eben Gold
    Aber es ​ist doch die Gold-Version.
  • Avatar von BIGBen
    BIGBen 13.02.2020, 16:56
    Tja, nicht alles was glänzt ist eben Gold