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BioShock: The Collection

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BioShock Remastered

Es ist schwer zu glauben, dass bereits 13 Jahre vergangen sind, seit das ursprüngliche „BioShock“ veröffentlicht wurde. Diese Serie unglaublicher First-Person-Shooter ist bereits seit langer Zeit für eine Vielzahl von Plattformen erhältlich. Nun bringt 2K mit „BioShock: The Collection“ die Titel der Reihe in ihrer überarbeiteten Version auch auf Nintendo Switch, was den Spielern endlich ermöglicht, Rapture und Columbia auch unterwegs zu besuchen. Ohne Zweifel war „BioShock“ zu seiner Zeit eine Revolution mit der unheimlichen, Lovecraftian Atmosphäre, fantastischem Setting, hochklassigem Skript und interessantem Kampfsystem. Allerdings ist das bereits über zehn Jahre her und somit stellt sich in diesem Test die Frage, ob der erste Teil der Serie mit „BioShock Remastered“ auch heute zu überzeugen weiß oder besser zurück in die Tiefen von Rapture geschickt werden sollte.

Überreste einer neuen Zivilisation

Für alle, die bisher keine Berührung mit der Serie hatten: „BioShock“ beginnt damit, dass der eigene Charakter über dem Ozean einen Flugzeugabsturz überlebt. Glücklicherweise ist in direkter Umgebung ein Leuchtturm, der einen Aufzug beinhaltet. Dieser Aufzug führt in eine Unterwasser-Zivilisation, die dafür errichtet wurde, ein Paradies zu sein. Allerdings hielt der Frieden nicht lange, nachdem das Mutagen Adam entdeckt wurde. Die Bürger von Rapture waren regelrecht besessen von Adam. Ohne an dieser Stelle zu viel zu spoilern, sei erwähnt, dass hier eine mehr als packende Geschichte wartet, die den Spieler ein ums andere Mal mit einem mulmigen Gefühl zurück lässt.

Eine wunderbare Mischung aus Action und Horror

Jeder, der seit dem Jahr 2000 eine gewisse Zeit mit Videospielen verbracht hat, wird wissen was gemeint ist, wenn man sagt, dass „BioShock“ noch immer die schwerfällige Bewegung der Shooter aus dieser Zeit mit sich bringt. Spiele wie „Killzone“ und „Resistance: Fall of Man“ ließen ihren Hauptcharakter besonders schwer wirken, wenn es um Sprünge ging oder allgemeine Bewegungsmöglichkeiten. „BioShock“ spielt hier keine Ausnahme. Dasselbe Gefühl zeigt sich auch in der Switch-Version des Spiels, was der Erfahrung jedoch in keinem Falle im Wege steht. Vielmehr ist dies eine aufmerksame Beobachtung, mit einem unbeabsichtigten Nicken in Richtung des besagten Alters des Hauptspiels.

Aus einem rein grafischen Blickpunkt spielt sich „BioShock Remastered“ genauso flüssig wie damals und sieht ebenso beeindruckend und überwältigend aus, wie man es in Erinnerung hat. Vor allem die sehr gut inszenierte Ankunft am Leuchtturm sieht beeindruckend gut aus, selbst im Handheld-Modus. Die sonderbaren Charaktere und fantastischen RPG-lite Mechaniken sind weiterhin alle enthalten und machen es dem Spieler schwer, das Spiel aus der Hand zu legen. Natürlich ist die große Frage die sich bei einem solchen Switch-Port immer stellt: Wie ist es um die Qualität des Gameplays bestellt?

Kein Spiel für den Handheld-Modus

Es ist nicht unmöglich „BioShock Remastered“ im Handheld-Modus zu spielen, jedoch ist das Spiel definitiv dafür ausgelegt, mit einem vernünftigen Controller gespielt zu werden. Leider ist „BioShock Remastered“ ein weiterer First-Person-Shooter, bei dem die Joy-Con nicht gut mithalten können. Das geringe Profil der Joysticks macht ein präzises Schießen nahezu unmöglich, und das dunkle Setting von Rapture verlangt maximale Helligkeit im Handheld-Modus und die richtige Spiel-Position, damit die Dinge in der Unterwasser-Stadt auch deutlich erkannt werden können.

Wer „BioShock Remastered“ allerdings im TV-Modus mit einem Pro Controller spielt, erhält eine komplett andere Erfahrung. „BioShock“ debütierte auf der Xbox 360 und der Pro Controller der Nintendo Switch ist zufälligerweise sehr ähnlich modelliert. Es fühlt sich sehr natürlich an, sich zurück zu lehnen und komplett in der Welt von Rapture zu versinken. Bis zu dem Punkt, an dem man vergisst, dass man dieses Meisterwerk gerade auf Nintendo Switch spielt. „BioShock Remastered“ ist eine absolut fantastische, einnehmende Erfahrung im TV-Modus. Und wenn dazu ein Pro Controller zur Hand ist, ist dies zweifelsfrei der beste Weg dieses Abenteuer zu erleben.

Überzeugende Soundkulisse

Ergänzend sei erwähnt, dass „BioShock Remastered“ keine Bewegungssteuerung unterstützt. Was dagegen sehr zu überzeugen weiß, ist der Sound innerhalb der Switch-Version. Alle Sounds der Spielwelt, von Laufgeräuschen über Elektrizität, hören sich klar und detailliert an. Auch die vielen Schreie in der Spielwelt sind so hochwertig wie in den anderen Versionen. Die hochwertige Soundkulisse ergänzt den positiven Eindruck der grafischen Präsentation und verstärkt die immersive Erfahrung der Welt von Rapture.

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Fazit & Wertung

„BioShock“ zieht den Spieler in seine Welt und lässt ihn nicht mehr heraus, denn hinter jeder Ecke wartet etwas erschütternd und gleichzeitig so beeindruckend Neues. Das lineare Narrativ und die großartige Optik der Welt mit all ihren Details führen die Geschichte ganz natürlich und flüssig voran, so wie es kaum ein anderes modernes Spiel schafft. Nach all den Jahren hat „BioShock Remastered“ den Test der Zeit bestanden und bringt sieben Jahre nach dem Release des letzten Teils und 13 Jahre nach dem ursprünglichen Release von „BioShock“ allen neuen Spielern die Möglichkeit, den Beginn dieser ikonischen und bahnbrechenden Serie in verbesserter Form zu erleben, welche auch heute daran erinnert, immer höflich zu sein und jede Bitte mit den Worten „Wärst du so freundlich?“ zu beginnen.
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