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Sakura Wars: So Long, my Love

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Sakura Wars: So Long, my Love

Immer wieder passiert es, dass auf den japanischen Markt zugeschnitten Spiele den langen Weg über den Ozean schaffen und so völlig unerwartet bei uns in den Ladenregalen zum Verkauf parat stehen. Auch das einstige Playstation 2-Spiel „Sakura Wars: So Long, my Love“ gehört zu einem dieser Titel und hat es jetzt auf der Wii letztendlich nach Europa geschafft. Wir haben uns dem Spiel ausführlich gewidmet und verraten euch in folgender Review, ob sich das Spiel auch an die breite Masse richtet und nicht nur ein Geheim-Tipp unter den „Japan-Freaks“ ist.

Rettet New York!


Im Spiel übernimmt man die Rolle des jungen japanischen Marineleutnants Shinjiro Taiga, welcher in die amerikanischen Metropole New York geschickt wird. Dort soll er sich der Geheimorganisation New York Combat Revue, Star Division anschließen, um seine Ziele und Ideale zu verfolgen. Wie der Name der Organisation bereits verrät, handelt es sich um eine Gruppierung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, New York vor bösen Geistern zu beschützen. Um die Tarnung aufrecht zu erhalten, treten die Mitglieder bei extravaganten Broadwayshows auf und riskieren in ihrer Freizeit ihr Leben, um das der New Yorker Einwohner zu schützen.


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Zwischen Visual Novel und Strategie-Gefechten


„Sakura Wars: So Long, my Love“ ist der fünfte Teil der in Japan äußerst beliebten “Sakura Wars”-Serie. Einst von SEGA für die Playstation 2 entwickelt, setzt das Spiel auf Elemente von Visual Novel- und Strategiespielen. Letztendlich lässt sich jedoch nicht sagen, dass es sich bei „Sakura Wars“ um ein Strategiespiel handelt. Das gesamte Spiel lässt sich in mehrere Kapitel unterteilen, an deren Anfängen man sich durch lange und ausführliche Dialoge liest und klickt. Bei diesen stehen dem Spieler stets verschiedene Antwortmöglichkeiten zu Verfügung, wie es einer Visual Novel entspricht. Je nachdem wie man antwortet, ändert sich der Spielablauf. Dies spiegelt sich im Falle von „Sakura Wars“ darin wider, dass die Charaktere sich einem anvertrauen, was wiederum positive Auswirkungen auf ihre Kampffähigkeiten hat. Zudem gibt es auch manch Geschicklichkeitsspiel.

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Nach dem Dialog-Part folgt der Strategie-Teil. In diesem verwandeln sich die STAR-Mitglieder in vollmechanische Kampfmaschinen, welche nun vom Spieler kontrolliert werden. Ziel während der Kampfrunde ist es, die gegnerischen Einheiten auszuschalten oder eine spezielle Bedingung zu erfüllen, um zu gewinnen. Dabei kämpft man vorrangig auf dem Boden, bei manchen Kampfabschnitten ist es jedoch erforderlich die Erde zu verlassen und das Gefecht in der Luft weiter auszutragen. Um mit seinen Charakteren zu interagieren, werden übrigens die sogenannten „Mobility“-Points benötigt. Jede Aktion, die man durchführen kann, erfordert eine gewisse Anzahl dieser Punkte. Aktionen wie Fortbewegen, Angreifen, Spezialangriffe ausführen oder zu heilen, lassen sich daher nur solange bewerkstelligen, wie Punkte zur Verfügung stehen. Hat man sich im zu vorigen Abenteuer-Teil gut mit den Charakteren angefreundet, sollte es spätestens jetzt zur Geltung kommen. Team-Angriffe sind deutlich stärker, wenn man sich mit den Charakteren gut versteht.

Technik


Das Spiel lässt sich wahlweise mit Wii-Remote und Nunchuk, jedoch auch ausschließlich mit dem Classic Controller steuern. Während der Dialoge werden einfach der A-Knopf sowie das Steuerkreuz verwendet, um sich durch die Textpassagen zu navigieren. Während der Kämpfe nutzt man den Nunchuk, um die STAR-Mitglieder zu bewegen, während man mit der Wii Remote zwischen den verschiedenen Angriffen und anderen Menüs auswählt und angreift.

Grafisch präsentiert sich das Spiel in einem japanisch typischen Anime-Look. Während der einzelnen Abschnitte werden zudem oft kurze Anime-Sequenzen abgespielt, welche das Spiel neben den langen Dialogen lebendiger wirken lassen. Während der Kampfabschnitte überzeugen vor allem die Effekte und Präsentation durch ihre Vielfalt. Trotz allem fällt auf, dass es sich lediglich um einen Playstation 2-Port handelt. Sämtliche Texte sind übrigens in Englisch gehalten, zudem gibt es auch eine teilweise englischsprachige Synchronisation.
Weiterführende Links: Forum-Thread

Fazit & Wertung

Fans der Reihe und generell von japanischen Videospielen werden sich sicherlich darüber freuen, dass „Sakura Wars: So Long, my Love“ auch endlich auf europäischen Konsolen erhältlich ist. Spieler, die jedoch mit anderen Titeln dieser Art bisher nichts zu tun hatten, sollten einen Kauf nur bedingt in Erwägung ziehen. Die langen Dialoge ziehen das Spiel enorm in die Länge, sodass man sich erst nach einer gefühlten Ewigkeit zum ersten Mal auf das Schlachtfeld begibt. Strategie-Fans sollten zudem auch vorsichtig sein, da diese schnell unterfordert sein werden. Lässt man sich jedoch auf diese Mankos ein, erwartet einen ein durchaus guter Mix zwischen Dating-Sim, Visual Novel und Strategie-Spiel der japanischen Art, bei dem vor allem die Charakter eine gute Inszenierung erfahren haben.

Bisher gibt es drei Kommentare

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  • Avatar von Patzi
    Patzi 29.04.2010, 22:08
    @Ichwieder
    Stimmt das das Gameplay so träge ist?

    Jetzt zum Spiel scheint echt nicht schle mir echt zu sein.
    Werde ich mir aber nich hohlen da es zurzeit soviele gute Wii Games gibt.
    Vlt nächstes Jahr steh auf die Aniem Sequenzen =)
  • Avatar von CubeGohan
    CubeGohan 28.04.2010, 20:19
    Scheint ja ein gelungener Genre Mix zu sein! Strategiespiele sagen mir in der Regel aber nur in Ausnahmefällen zu, müsste es mal anspielen um ein abschließendes Urteil abgeben zu können. Was ich schade finde ist, dass es sich mal wieder nur um einen Port handelt. Das ist doch ohnehin schon eher ein Nischenspiel, die großen Fans werden es sicher schon auf der PS2 gespielt haben
  • Avatar von Marco
    Marco 28.04.2010, 19:43
    Ich muss ja gestehen, dass ich mir dieses Spiel auch ausgeliehen und durchgespielt habe. Ich finde es eigentlich wirklich mal erfrischend, grade der Mix mach alles richtig. Ich bin doch eher auf einer 8ter Wertung