Noch ein Monat trennt uns von der Veröffentlichung von „Yoshi’s Woolly World“ für die Wii U. Der Titel hat seit der Ankündigung zunächst mit seiner charmanten Optik und zuletzt durch die speziellen amiibo Woll-Yoshis viele Fans beeindrucken können und wird daher nun von einigen sehnlichst erwartet. Seit wenigen Tagen sind wir bereits in den kunterbunten Welten des neuen Abenteuers unterwegs und haben fleißig erste Eindrücke sammeln können. Ob die Vorfreude auf „Yoshi’s Woolly World“ berechtigt ist, klären wir in unserem Vorschaubericht.
Ewige Feinde in süßem Design
Anfangs begegnet man zahlreichen verschiedenfarbigen Yoshis, die alle im Woll-Atoll in Harmonie leben, als Kamek, der Anführer der Magikoopas, in ihr Heim eindringt und sämtliche Dinosaurier in fünf Wunderwollpakete zerstückelt. Einzig der grüne sowie rote Yoshi können sich im Garn in der Woll-Atoll-Mitte verstecken und entgehen somit dem bösen Fluch. Sie versuchen nun, den Magikoopa erfolglos an der Flucht zu hindern, und beobachten dabei, dass dieser einen großen Teil der Wunderwolle an die Level in den Welten verliert. Pflichtbewusst stürzen sich die beiden angehenden Helden in die erste Welt und ihr anstehendes großes Abenteuer.
Schluck und weg
Im Einzelspieler oder gleich mit einem weiteren Freund übernimmt man die Rolle der hinterbliebenen Yoshis und nimmt den Kampf gegen die Handlanger von Kamek auf. Die Dinosaurier können wie gewohnt springen, schlucken und Aufgeschlucktes in abschussbereite Eier verwandeln. Im Multiplayer funktioniert letzteres sogar unter den beiden Freunden, sodass man eine Wollkugel mindestens im Vorrat hat.
Yoshi ist aber nicht nur in der „Super Smash Bros.“-Reihe ein erfahrener Kämpfer und hat auch in diesem Ableger einige Kunststücke drauf. Mit Geschossen und Stampfattacken sind die meisten Gegner, die keine Stachel aufweisen, in Windeseile eingewickelt oder sogar direkt erledigt. Zusätzlich vollführt der knuffige Held einige Verwandlungen und gleitet als Schirm oder stampft als Riesenyoshi durch die Level der ersten Welt. Das Spiel versorgt den Abenteurer mit einer Überraschung nach der anderen und hält die Laune bereits zu Anfang sehr hoch.
Die wahre Herausforderung
Die Level der ersten zwei Welten sind größtenteils ohne Mühe beendet, da man nicht Game Over gehen kann und stets vom letzten Speicherpunkt beginnt. Selbst Zwischen- und Endgegner sind in „Yoshi’s Woolly World“ nicht allzu schwierig und schnell überwunden, sobald man ihre Schwachstellen gesehen hat. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch darin, die Passagen zu vervollständigen, was selbst für erfahrene Videospieler kein Einfaches sein wird.
Gesammelt werden in einem Level jeweils fünf Grinseblumen und Wunderwolle sowie insgesamt 20 Stempelaufnäher, die zu Miiverse-Stempel beitragen. Einige sind bereits in der ersten Welt geschickt versteckt und werden erst mit einem konzentrierten Blick wahrgenommen oder in den zahlreichen geheimen Passagen entdeckt. Zudem muss man zur Vervollständigung eines Levels und zum Erlangen eines goldenen Sterns auch mit vollem Leben durch die Ziellinie springen, wofür 20 Herzen nötig sind, die man nicht immer allzu einfach serviert bekommen wird.
Dein eigener Yoshi
Hat man in einem Level die fünf Wunderwollpakete aufgesammelt, lässt der Fluch über den jeweiligen Yoshi nach. Die befreiten Dinosaurier besitzen eigene Muster, die auch an den Farben der Wunderwolle zu erkennen sind, und können sogar gesteuert werden. Hierfür spricht man den entsprechenden Yoshi einfach an, sodass der aktuelle Dinosaurier nach einem charmanten Tanz die Rollen mit dem befreiten wechselt. An Fähigkeiten unterscheiden sich die verschieden bemusterten Helden nicht; zum Charme des Spiels trägt es nichtsdestotrotz bei.
Hergestellt aus magischem Garn
Das Design der Yoshis und Fieslinge sowie die Landschaften und Welten bestehen vollkommen aus Wolle und Garn. Die Optik bleibt dem Material also durchgehend treu und schaut, wie schon bei „Kirby und das magische Garn“, wunderschön aus. Erfreulich ist aber auch, dass kein Level allzu steril wirkt und das Spiel in einer hohen Auflösung flüssige Bilder auf dem Fernseher darstellt.
Die Musik erfüllt ihre Aufgabe, die Atmosphäre der gestrickten Welt zu untermalen, und überrascht gelegentlich mit außergewöhnlichen Stücken. In Erinnerung bleiben aber eher die Töne der süßen Dinosaurier, besonders die eines flatternden Yoshis.
Bisher gibt es zwölf Kommentare
Oder dürft ihr darüber noch nichts sagen bzw. habt sie nicht freigeschaltet?
Weiß man schon, welche Funktion die Amiibos haben werden?