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Driift Mania

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Driift Mania

Rennspiele mit Miniaturautos, wie „Micro Machines“ und „Bleifuß Fun“, erfreuen sich seit Jahren einer treuen, kleinen Anhängerschaft. Doch in letzter Zeit machte sich das Subgenre rar und wirklich nennenswerte Vertreter kamen nicht auf den Markt. Das möchte Konami mit „Driift Mania“ nun ändern. Dann mal hinter das Steuer und die Motoren angeworfen…

Meisterschaft


„Driift Mania“ kann sowohl im Einzel- als auch im Mehrspielermodus bestritten werden. Im Einzelspielermodus tritt man in den Meisterschaften Leicht, Mittel, Schwer und Spezial an. Neben dem aufsteigenden Schwierigkeitsgrad zeichnen sind die unterschiedlichen Kategorien auch durch den zur Verfügung stehenden Fahrzeugkatalog aus. In der niedrigsten Stufe sind die Fahrzeuge klein und wendig, haben allerdings nicht eine so hohe Endgeschwindigkeit wie Fahrzeuge höherer Stufen. Jede Meisterschaft ist noch einmal in die vier Themengebieten Stadt, Berg, Oase und Schnee mit jeweils drei Rennstrecken unterteilt, so dass man insgesamt auf zwölf Rennstrecken kommt. Ein abschließendes gemischtes Themengebiet Welt rundet die Meisterschaftscups ab.

Spezial, Team und Meteoritenhagel


Herzstück von „Driift Mania“ ist allerdings der Offline-Mehrspielermodus mit bis zu acht menschlichen Spieler. Mit Spezial, Team, Meteoriten, Kontamination, Kalte Kartoffel und VIP stehen insgesamt sechs Spielvarianten zur Auswahl bereit, wobei nur die ersten drei von Beginn an gefahren werden können. Kontamination, Kalte Kartoffel und VIP müssen erst durch gute Ergebnisse in der Meisterschaft freigespielt werden. Die Spielvariante Spezial ist mit der Meisterschaft zu vergleichen, in der man eine bestimmte Anzahl an Kursen auswählen und mit bis zu sieben Freunden bestreiten kann. Bei der Spielvariante Team kommt der entsprechende Ausdruck zum tragen und nur das Team gewinnt, das kumuliert die meisten Punkte auf dem Konto hat. Beim Meteoritenhagel bekommt man für jede gefahrene Runde Punkte, wird man allerdings einmal von einem einschlagenden Meteoriten getroffen, endet die Runde für diejenige Person.

Kontamination, VIP und Kalte Kartoffel


Der letztplatzierte der ersten Runde wird in Kontamination verseucht und muss nun versuchen die anderen zu kontaminieren. Jeder kontaminierte Fahrer versucht nun innerhalb des Zeitlimits weitere Fahrer anzustecken und so Punkte zu sammeln. Währenddessen versuchen alle noch nicht kontaminierten Fahrer nicht in Kontakt mit den kontaminierten Fahrer zu kommen und am Ende die Maximalpunktzahl einzustreichen. Was sich sehr spannend anhört, funktioniert in der Praxis allerdings nicht sonderlich. Wesentlich besser macht es die Spielvariante VIP, bei der die Fahrer wieder in zwei Teams eingeteilt werden und zufällig ein Fahrer jedes Teams als VIP ausgewählt wird. Der VIP muss nun das Rennen so schnell wie möglich beenden, alle Fahrer des eigenen Teams müssen einen schützen und währenddessen den gegnerischen VIP behindern. Bei der Kalten Kartoffel muss man versuchen eine kalte Kartoffel so lange wie möglich zu halten, bei jeglicher Berührung mit einem anderen Fahrer wechselt die kalte Kartoffel den Besitzer.

Bäume, Pylonen und Beschleunigungsstreifen


Die Rennen selbst laufen in der Vogelperspektive ab, die Strecken sind je nach Themengebiet mit sowohl unzerstörbaren, als auch interaktiven Hindernissen und vielen Besonderheiten bestückt. Wände, Bäume und Streckenbegrenzungen zählen beispielsweise zu den unzerstörbaren Hindernissen, Pylonen dagegen zu den interaktiven Hindernissen. In der Schneelandschaft findet man Eisflächen, die einen ins Schleudern bringen und in Oasen Sandflächen, die einen verlangsamen. Beschleunigungsstreifen findet man auf nahezu jeder Strecke und bei Zusammenstößen muss man sich zudem auf Ölspuren auf der Strecke einstellen. Waffen, wie beispielsweise in „Micro Machines“, gibt es allerdings nicht. Erwähnenswert ist noch die Tatsache, dass im Mehrspielermodus die Reihen der fehlenden menschlichen Fahrer nicht durch computergesteuerte Fahrer aufgefüllt werden.

Steuerung


Die kleinen Autos aus „Driift Mania“ werden grundsätzlich mit einer waagerecht gehaltenen Wii-Fernbedienung gespielt. Treten acht Spieler im Mehrspielermodus an, kommen noch vier Nunchuks beziehungsweise vier Classic-Controller hinzu. Eine Steuerung mit GameCube-Controllern ist nicht vorgesehen. Die standardmäßige Steuerung mit der Wii-Fernbedienung und/oder dem Nunchuk wurde in einigen heißen Mehrspielerduellen mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Während diejenigen, die in die Kategorie Core-Gamer fallen ganz gut mit der Steuerung zu recht kamen, waren diejenigen, die in die Kategorie Casual-Gamer fallen hoffnungslos mit der Steuerung überfordert. 3 zu 4 war am Ende das Ergebnis zu Ungunsten der Steuerung.

Technik


Während der Sound von „Driift Mania“ mit seinen rhythmischen Klängen durchaus einen positiven Eindruck hinterließ, war grafisch auch nicht alles Gold was glänzt. Das Problem ist nicht mangelnde Abwechslung oder irgendwelche grafischen Fehler, sondern die stark flach und damit künstlich wirkende Strecke. Außerdem ist die Grafik überzeichnet, was den künstlichen Eindruck noch einmal verstärkt. Positiv sind dagegen die unterschiedlichen Themengebiete und kleinere grafische Spielereien, wie Öl- und Reifenspuren.
Weiterführende Links: Forum-Thread

Fazit & Wertung

„Driift Mania“ ist wahrlich kein schlechtes Spiel, doch habe ich noch nie erlebt, dass man so viel Potential verschenkt hat. Spielvarianten wie Kontamination oder Meteoriten zünden nicht, Spielvarianten wie Last Driver Out/Eliminierung gibt es nicht. Die Steuerung ist alles andere als einsteigerfreundlich, die Grafik wirkt künstlich und Onlineduelle sind nicht möglich. Trotzdem reicht es am Ende für eine 7er-Wertung, weil Core-Gamer wirklich Freude an „Driift Mania“ haben, der Umfang für ein WiiWare-Spiel ordentlich ist und die Teamduelle im Mehrspielermodus einen Heidenspaß machen.

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