Obwohl der Name Satoru Okada nur wenigen bekannt ist, handelt es sich bei Okada um ein ganz hohes Tier in der Nintendo-Hierarchie. Der gute Mann war Director von Titeln wie Metroid und Kid Icarus. Zusammen mit dem wesentlich bekannteren Gunpei Yokoi schuf er den Game Boy. Dabei war Okada im Wesentlichen für die Technik zuständig. Zugleich war er Director des kultigen Launchtitels Super Mario Land.

Nachdem Yokoi Nintendo 1996 verlassen hatte, wurde die Abteilung Nintendo Research & Engineering (R&E) ins Leben gerufen. Sie war fortan für die Entwicklung von Nintendo-Handhelds zuständig. Ihr Generel Manager wurde Satoru Okada. Unter seiner Leitung entstanden so der Game Boy Color, Game Boy Advance, Game Boy Advance SP und der Nintendo DS.

Bezüglich Okadas weiterer Karriere ist jedoch wenig bekannt. Am 3DS war er offenbar bereits nicht mehr als Chefentwickler beteiligt. Anfang 2013 fusionierte R&E mit Nintendos Heimkonsolen-Abteilung Integrated Research & Development. Bis dahin war Okada vermutlich Supervisor der Handheld-Entwicklung.

Der Nintendo-Experte Erik Voskuil bestätigte nun, dass Okada inzwischen im Ruhestand ist. Voskuil ist als Betreiber der Seite BeforeMario bekannt, die sich mit Nintendos Frühgeschichte auseinandersetzt, und veröffentlicht demnächst ein eigenes Buch. Für dessen Vorwort konnte er Okada anheuern, zu dem er anscheinend gute Kontakte hat – und so erfuhr, dass jener nicht mehr bei Nintendo arbeitet.

Unbekannt ist, wann Okada in den Ruhestand trat, und wer jetzt an seiner statt die Leitung der Handheld-Entwicklung inne hat.