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Advance Wars: Dual Strike

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Advance Wars: Dual Strike

2005 schickt Nintendo mit Advance Wars: Dual Strike (DS) und Battalion Wars (GC) gleich zwei Spiele der vor allem in Fernost beliebten Wars-Reihe ins Rennen um die Gunst der Käufer. Während beim großen Bruder zur Zeit noch die Skepsis der Zielgruppe überwiegt, freut man sich beim DS-Ableger auf gewohnt hochwertige Kost. Inwieweit Nintendo den hohen Erwartungen gerecht werden kann, wollen wir im nachfolgenden Review klären.

Die Geschichte beginnt...


Seit dem Krieg in Marco-Land sind einige Monate vergangen. Es ist Andy, Nell und den anderen Kommandanten zu verdanken, dass die Armee von Black Hole besiegt werden konnte. Endlich konnten die Menschen wieder in Frieden leben. Doch auf dem entlegenen Kontinent Omega-Land braut sich etwas zusammen. Black Hole hat dort mit einer großen Invasion begonnen. Wie konnten sie in so kurzer Zeit ihre Armee wieder aufbauen? Wer ist der neue Oberbefehlshaber, nachdem sie Sturm verloren haben? Die vier Nationen Orange Star, Blue Moon, Green Earth und Yellow Comet haben ein Bündnis gebildet: Die Alliierten Nationen. Gemeinsam starten Sie eine Offensive, um das Land zu retten.

Fight for your right


Neben dem "Kampagnemodus", der in den nachfolgenden Abschnitten ausführlich erklärt wird, verfügt Advance Wars: Dual Strike noch über die Spielmodi "Kriegsgebiet", "Versus", "Survival" und "Echtzeitkampf". Das Spielgeschehen läuft, mit Ausnahme vom Echtzeitkampf, rundenbasiert ab. D.h. man produziert und bewegt Einheiten, erobert Gebäude oder greift mit den Einheiten an und danach ist der Gegner an der Reihe. Den Kriegsgebietsmodus kann man mit einem freien Spiel vergleichen, wo man aus einer reichlichen Auswahl an Karten die passende aussuchen kann. Zusätzliche Karten können im KO-Zubehörladen von Punkten, die man in den verschiedenen Spielmodi erspielt hat, gekauft werden. Beim Survivalmodus geht es darum, in einer scheinbar aussichtslosen Lage doch noch den Sieg zu erringen. Dabei kann man zwischen den Spielvarianten „Fonds“, „Runden“ oder „Zeit“ wählen. Bei der Spielvariante „Fonds“ muss man mit einem begrenzten Budget eine Abfolge von Missionen meistern. Dagegen hat man in den Spielvarianten „Runden“ und „Zeit“ entsprechend nur begrenzte Runden oder Zeit zur Abfolge der Missionen zur Verfügung. Wie im Kampagnenmodus reihen sich die mehreren Missionen aneinander, eine feste Story gibt es allerdings nicht. Der Versusmodus ist vor allem für Mehrspielerduelle geplant, bei denen bis zu vier menschliche Spieler mit jeweils einem Spielmodul gegeneinander antreten können. Allerdings kann man auch alleine gegen computergesteuerte Gegner antreten. Anders als im Kriegsgebietsmodus beginnt man nicht direkt nach der Auswahl der Karte mit dem Kampf, sondern stellt zusätzlich Dinge wie Nebel, Wetterbedingungen, Terrain, Ertrag pro gehaltenem Stützpunkt und Spiel mit oder ohne Gabe ein. Bei zwei Spielern mit jeweils einem Modul kann man Geländekarten, die man zuvor selbst im Arrangementmodus erstellt hat, miteinander tauschen. Im Echtzeitkampfmodus kauft man sich von einem knappen Budget einige Einheiten und muss nun 5 Missionen überstehen. Man steuert immer eine Einheit in Echtzeit und versucht dabei gegnerische Truppen zu treffen. Jede verlorene Einheit bleibt verloren und wird auch nicht in späteren Missionen ersetzt. Das ganze kann man mit nur einem Spielmodul auch mit bis zu sieben Freunden spielen. Zwar eine nette Idee, ein Mehrspieler-Survivalmodus mit nur einem Spielmodul wäre mir persönlich allerdings viel lieber gewesen.

Rachel, Jake, Max, Colin, Sascha


Zu Beginn jeder Mission wird die Geschichte weitererzählt und kurz neue Kommandanten und das Kampfgebiet vorgestellt. Das Kampfgebiet ist eine Karte, die Wüsten, Berge, Wiesen, Städte und Wälder ebenso abbilden kann, wie Flüsse, Korallenriffe, Seen und Meere. Die Größe der Karte variiert je nach Mission, wobei sie in späteren Missionen in der Regel größer ist. Danach erfolgt im Regelfall die Zuteilung mindestens eines Kommandanten. In einigen Missionen sind bestimmte Kommandanten vorgegeben, in anderen Missionen kann aus den im Verlauf der Story kennen gelernten Kommandanten gewählt werden. Alle Kommandanten haben unterschiedliche Stärken und Schwächen in verschiedenen Bereichen oder auf verschiedenen Flächen. Max ist zum Beispiel gefürchtet für seine starken direkten Angriffe, seine Schwäche liegt dagegen in Fernangriffen. Rachel ist dagegen bei direkten Angriffen nicht so stark, dafür heilen/reparieren sich Einheiten in den eigenen Städten wesentlich effektiver. Zusätzliche verfügen alle Kommandanten noch über eine spezifische Gabe bzw. Spezialgabe, die einem in einer Runde einen kleinen Vorteil verschafft. Das Repertoire der Gaben und Spezialgaben reicht von einem finanziellen Segen (Colin) über verstärkte Angriffskraft (Max) bis hin zur Unterstützung auf dem Feld (Rachel). Eine Übersicht über die Fähigkeiten und Stärken und Schwächen der Kommandanten erleichtert einem in dem ein oder anderen Fall die Wahl. Ansonsten stellt der Computer einen geeigneten Kommandanten an die Seite des Spielers. Wurde ein Kommandant zugeteilt bzw. gewählt, beginnt die Schlacht, sofern man sich nicht noch einmal über das Kampfgebiet informieren will.

Tami, Kid, Sensei, Grimm


Artillerie, Kampfpanzer, Helikopter, U-Boote und Truppentransporter sind nur einige der vorhandenen Truppentypen, die man in den Kampagnen befehligen muss und von denen einige schon zu Beginn einer Mission zur Verfügung stehen. Alle haben natürlich unterschiedliche Stärken und Schwächen. Insofern sollte man schnell verinnerlichen, welcher Truppentyp gegen welchen Truppentypen effektiv eingesetzt werden kann. Mit dem Flak kann man zum Beispiel gut gegen Infanterie-, Mech- und Hubschraubereinheiten kämpfen; gegen Kampfpanzer, Läufer oder U-Boote haben sie allerdings wenig bzw. gar keinen Erfolg. In anderen Missionen muss man dagegen selbst Einheiten produzieren, um die gegnerischen Armeen zu besiegen. Die Produktion findet je nach Kriegsgerät in Fabriken, Werften und Flugplätzen statt. Die benötigten finanziellen Mittel erhält man durch die Eroberung von Städten. Die Eroberung erfolgt dabei durch eine Infanterie- oder Mecheinheit, indem sie sich auf der entsprechenden Stadt befindet und man den Eroberungsbefehl gibt. Alle Einheiten haben grundsätzlich zehn Energiepunkte, Städte, Fabriken, Werften und Flugplätze zwanzig Eroberungspunkte. D.h. man muss der selben vollständig intakten Einheit in zwei Runden hintereinander den Eroberungsbefehl geben, um eine Stadt einnehmen zu können. Städte sind allerdings nicht nur aufgrund des finanziellen Aspektes bedeutend, sondern auch durch die Reparatur- bzw. Heilungswirkung für die eigenen Einheiten. Neben den Städten und Produktionsgebäuden sind in einigen Missionen auch noch besondere Gebäude auf der Karte zu finden. Raketensilos für einen einmalige Direktangriff, Energietürme zur Erhöhung der Angriffskraft und gegnerische Kristalle zählen zu diesen besonderen Gebäuden.

Zak, Kat, Eagle, Maverik


In den ersten zehn Einführungsmissionen werden einem nach und nach der Umgang mit Land-, Wasser- und Lufteinheiten, die Gaben und Spezialgaben der Kommandanten, die Auswirkungen der verschiedenen Terrains auf die Einheiten, die Produktion von Einheiten und die sonstigen Besonderheiten beim Einsatz beider Bildschirme beigebracht. Allerdings nicht in der Art eines Tutorials, sondern schon als fester Bestandteil der Kampagne und somit des Krieges gegen Black Hole. Die Missionsziele unterscheiden sich grob gesehen in drei Kategorien: Besiege alle gegnerischen Einheiten, erobere das gegnerische Hauptquartier oder zerstöre den gegnerischen Kristall. Meistens kann man sich während der Mission selbst entscheiden, ob man eher die Eroberung des gegnerischen Hauptquartiers oder die Zerstörung sämtlicher Einheiten erreichen möchte. Die benötigte Zeit und die eingesetzte Technik sind dabei meist zweitrangig und beeinflussen nur die Erfahrungswerte des eingesetzten Kommandanten. Manchmal sind allerdings Zeitlimits vorgegeben, in denen die Missionen erfüllt werden müssen, um ein bestimmtes Ereignis, zum Beispiel den Einschlag einer Rakete, zu verhindern. In anderen Missionen darf dagegen eine bestimmte Einheit nicht zerstört werden. Durch die gerade angesprochenen Erfahrungswerte in Bezug auf Geschwindigkeit, Technik und Kraft lassen sich die eingesetzten Kommandanten aufleveln, was deren Gaben und Spezialgaben noch effektiver macht. Als angenehme Überraschung empfand ich hierbei, dass sich die schon erreichten Erfahrungswerte der Kommandanten auch erhöhen, wenn ein anderer Spieler eine eigene Kampagne startet. Bei drei Spielern (aufgrund der drei Speicherstände), die immer abwechselnd Missionen ihrer eigenen Kampagne spielen, erhöhen sich die Erfahrungswerte der Kommandanten somit zusammen wesentlich schneller. Welcher Kommandant wie viel Erfahrungswerte bekommt, hängt dann von dem jeweils gewählten Kommandanten und dem personenspezifischen Vorgehen innerhalb der Missionen ab.

Touch this!


Während das Mikrophon des Nintendo DS nicht zum Einsatz kommt, ist der Einsatz des Touchscreens vorbildlich. Alle Einheiten werden per Stylus gesteuert und auch sämtliche Befehle werden mit dem Stylus auf dem Touchscreen eingegeben. Man wechselt zwischen den verschiedenen Statistiken mittels Stylus und trifft mit dem Stylus auch die Wahl der gewünschten Kommandanten. Wer das Wort Stylus jetzt häufig genug gehört hat, dem sei gesagt, dass man alternativ auch mit dem Steuerkreuz und dem A-Knopf agieren kann. Insofern muss man sich als überzeugter GBA-Spieler nicht an die Steuerung des Nintendo DS anpassen.

Double Screen, Double Action


Dem zweiten Bildschirm des Nintendo DS kommen bei Advance Wars: Dual Strike unterschiedliche Bedeutungen zu. Meistens werden Statistiken mit Werten bestimmter Truppentypen angezeigt. Steht aber zum Beispiel eine Mission mit einem Zeitlimit bis zum Einschlag einer Rakete an, wird die verbliebene Zeit und die Entfernung der Rakete von den Zielkoordinaten mit Hilfe einer grafischen Darstellung angezeigt. Kämpft man dagegen mit einem computergesteuerten Partner an zwei Fronten, zum Bespiel am Boden und Himmel, kommandiert man am unteren Bildschirm die einen Einheiten und am oberen Bildschirm der computergesteuerte Partner die anderen Einheiten. Alternativ kann man auch selbst die Kontrolle über die zweite Front übernehmen, wobei die Bildschirme dann beim Wechsel der Kommandanten getauscht werden, damit man auch seine zweiten Einheiten am Touchscreen befehligen kann. Durch das Verschicken von eigenen Einheiten zur Unterstützung des Partners/des zweiten Kommandanten kann man zusätzlich Einfluss auf die andere Front ausüben. Natürlich stehen diese Einheiten dann allerdings an der ersten Front nicht mehr zur Verfügung. Wenn an der oberen Front ein Sieg errungen wurde, stößt der Kommandant des computergesteuerten Partners/des zweiten Kommandanten zur anderen Front vor und man hat nun die Kontrolle über zwei Kommandanten an einer Front. Nun sollte man aber nicht damit rechnen, die Truppen des Partners zu erhalten oder in jeder Runde zwei Züge machen zu dürfen. Letzteres ist nur dann möglich, wenn man immer munter zwischen den beiden Kommandanten am Ende der eigenen Runden wechselt, so dass beide ihre Spezialgabe einsetzen können, dann noch eine Runde wartet und die Doppelgabe einsetzt. Jetzt verfügt man über die Spezialfähigkeiten beider Kommandanten und darf zusätzlich gleich zweimal angreifen. Ein entscheidender Vorteil, der einem oft in einer scheinbar aussichtslosen Situation hilft. Je besser die beiden Kommandanten als Team zusammenarbeiten (z.B. Colin und Sasha oder Rachel und Jake) desto effektiver wird die Doppelgabe.

Technik


Grafisch kann Advance Wars: Dual Strike mit Sicherheit nicht mit Konkurrenten wie Castlevania: Dawn of Sorrow mithalten. Die Cartoongrafik erinnert dafür zu sehr an die beiden GBA-Ableger der Reihe. Die kleinen Einheiten sind zwar hübsch designt, allerdings wirkt die grafische Darstellung der Terrainkarten recht trist. Insgesamt kann man die grafische Qualität als zweckmäßig, allerdings nicht zeitgemäß bewerten. „Besser nur kleine, gute als große, schlechte Veränderungen“ mag sich der ein oder andere Fan vielleicht denken und wer sich die derzeitige grafische Qualität eines Battalion Wars anguckt, wird ohne zu zögern zustimmen. Aus der musikalischen Ecke gibt es dagegen keine Kritikpunkte. Die musikalische Untermalung geht in Ordnung, die Fahrzeug- und Explosionsgeräusche sind erste Sahne.
Weiterführende Links: Forum-Thread

Fazit & Wertung

Mit Advance Wars: Dual Strike und Castlevania: Dawn of Sorrow sind nun endlich zwei ausgezeichnete Kaufgründe für den Nintendo DS erhältlich. Mit der Notwendigkeit von strategischem Denken und der vergleichsweise hohen Spieldauer hat das Nintendoprodukt aus meiner Sicht allerdings die Nase vorn. Selten hab' ich mich so in ein Videospiel vertieft, dass schon einmal ein ganzer Sonntag Nachmittag nahezu nicht existent verstrich. Immer auf den Schutz der eigenen Truppen bedacht, werden Taktiken und Strategien entwickelt, um gegnerische Truppenverbände mit möglichst wenig Verlusten zu besiegen. Wenn man dann auch noch vom Befehligen der eigenen Truppen träumt, wird schnell klar, dass Advance Wars: Dual Strike süchtig macht.

Bisher gibt es 21 Kommentare

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  • Avatar von lavars
    lavars 15.09.2013, 00:13
    ohha der Artikel ist ganz schön alt XD
  • Avatar von Gerard1305
    Gerard1305 09.05.2013, 08:49
    Die Kommentare passen gar nicht hierher!!!!!
  • Avatar von Björn
    Björn 03.09.2012, 20:51
    Wirkt so, als ob hier ein Fehler wäre...
  • Avatar von 3dsZocker
    3dsZocker 14.06.2012, 16:44
    achja aber so ist es naja meine wertung 3 punkte von 10
  • Avatar von 3dsZocker
    3dsZocker 14.06.2012, 16:42
    is nicht so gut wie man denkt :(
  • Avatar von Alex
    Alex 06.04.2012, 15:32
    War mein erster Titel für den DS. Leider besitze ich es aus unerklärlichen Gründen nicht mehr, spiele aber mit dem Gedanken es mir wieder zuzulegen.
  • Avatar von SweetPink
    SweetPink 10.12.2011, 21:50
    Naja, fands am Anfang ganz gut, aber wird doch ziemlich schnell langweilig, da man immer die gleichen Sachen machen muss.
    Das witzigste war noch, fand ich, das Tiere dressieren xD
  • Avatar von 3DS-Freak
    3DS-Freak 06.12.2011, 15:39
    Naja, es wird mit der Zeit langweilig, da keine ,,echten" neuerungen zu sehen sind
  • Avatar von pokemonfan
    pokemonfan 05.12.2011, 13:48
    Die Stage ist total lustig besonders weil man auf der einsamen Insel sein kann
  • Avatar von Moggle
    Moggle 05.12.2011, 11:51
    Hört sich auf jeden Fall interssant an!
  • Avatar von Lele29
    Lele29 29.10.2011, 14:17
    hab das spiel seit April 2006 und bis zum letzten Jahr jeden Tag mal 20 min gespielt.
    ich finde es genial. Nur ein paar Sachen närfen mich wie nicht schwimmen gehen können was jedoch in der 3ds version verbessert wurde. 9 Punkte von meiner Seite
  • Avatar von domexxor
    domexxor 01.04.2011, 23:40
    Klasse Spiel muss ich sagen.Ich habe es 2 Jahre lang aktiv gespielt und hole es immer wieder gerne aus dem Regal.
  • Avatar von Richy94
    Richy94 25.12.2010, 15:07
    gutes spiel spieles es schon seit 3 jahren habe schon alle früchte und es fehlen nur noch ein paar sachen 9 punkte von mir^^
  • Avatar von VentusRaygius
    VentusRaygius 24.12.2010, 16:40
    Sehr schönes Spiel, habs beim kauf eigentlich noch nicht erwartet
  • Avatar von Garo
    Garo 06.12.2010, 14:10
    Ich werd mir das Spiel wohl demnächst holen. Es ist das enzige Rabbids-Spiel, welches sich noch nicht in meinem Besitz befindet.
  • Avatar von McGloomy
    McGloomy 06.12.2010, 00:34
    An dieser Stelle veröffentliche ich mal eine Rezension für Another Code, die ich im zarten Alter von fünfzehn Jahren verfasst habe. ^^

    "Ashley Mizuki Robins ist dreizehn Jahre alt und auf der Suche nach ihren totgeglaubten Eltern. Schließlich verschlägt es sie auf eine verlassene Insel, wo sie es auch noch mit einem (zum Glück) freundlichen Geist namens D zu tun bekommt. Er ist seit fünfzig Jahren tot und kann sich nicht an sein Leben erinnern. Gemeinsam ziehen Ashley und D los um das Geheimnis uber Ashleys Familie und Ds Erinnerung zu lüften.

    Im Rahmen dieser Hintergrundstory spielt sich "Another Code: Doppelte Erinnerung" ab, ein klassisches Point&Click-Adventure für den Nintendo DS. Man steuert Ashley aus der Vogelperspektive auf dem Touchscreen durch eine detaillierte, liebevoll gestaltete 3D-Welt. Ladezeiten sind praktisch nicht vorhanden, nicht eine Sekunde muss man warten, bis der nächste Raum der Villa geladen ist. Einziger Kritikpunkt sind dabei die groben Texturen, die erfreulicherweise nur bei gelegentlichen Kamerafahrten ins Auge fallen. Zur Steuerung kann man mit dem Stylus einfach in eine Richtung auf dem Bildschirm tippen - Ashley geht sofort dorthin. Auch die Nutzung des Steuerkreuzes ist möglich und fühlt sich etwas präziser und gewohnter an. Auf dem Topscreen wird in wunderschön gestalteten Standbildern die Villa aus Ashleys Sicht gezeigt. Ein Druck auf den "Untersuchen"-Button am Bildschirmrand überträgt diese Ego-Perspektive auf den Touchsreen. Nun kann man mit dem Stylus verschiedene Gegenstände ansehen und natürlich kombinieren. Oft werden dabei auch kleine Minispiele eingeschoben, in denen der DS voll auf seine Kosten kommt. Man pustet oder haucht ins Mikrofon, dreht einen Schlüssel mit Hilfe des Stylus im Schloss herum und manchmal muss man den Nintendo DS zusammenklappen, um zum Beispiel einen Stempel auf ein Blatt Papier zu drücken! Diese Minispiele sind aber immer logisch mit der Story verbunden und wirken nicht fehl am Platze wie bei anderen Spielen. Außerdem verfügt Ashley über eine Kamera, um ihre Umgebung zu fotografieren oder zwei Gemälde so übereinander zu legen, dass sie eine geheime Botschaft offenbaren! Das Zusammenspiel dieser leicht zu erlernbaren, intuitiven Steuerung ist der Trumpf von ?Another Code.?

    Während des Spielens bekommt man auch Hintergrundmusik zu hören, die einen gewissen Wiedererkennungswert aufweist, sich bald jedoch leider allzu sehr wiederholt. Die Geräuschkulisse ist auch sehr eingeschränkt, immerhin hört man sehr schön, auf welchem Untergrund Ashley gerade läuft: Parkett knarrt, Teppich federt, Kies knirscht unter ihren Füßen, und im Wald hört man einen Vogel zwitschern. Insgesamt ist der Sound nicht überwältigend, aber in Ordnung.

    "Another Code: Doppelte Erinnerung" lebt nicht zuletzt von Gesprächen. In diesen wird die komplexe, aber nicht gerade überraschende Story weitergeführt. Die Charaktere, die auf der Oberwelt eher grob dargestellt werden, werden in den Gesprächen in einem Animé-ähnlichen Zeichenstil gezeigt. Hier wirken die Charaktere außer Mundbewegungen und Augenzwinkern sehr statisch, verfügen aber über eine breite Auswahl an Ausdrucksformen wie Überraschung, Freude oder Zorn. Die Gespräche laufen meist nach einem festen Schema ab; die Auswahlmöglichkeiten sind sehr eingeschränkt. Tatsächlich wirken die oft langen Gespräche aufgepumpt und sind voller Wiederholungen oder überflüssiger Dialogzeilen. Das Gefühl, das die Macher von diesem Spiel die leider sehr kurze Spieldauer bewusst in die Länge gezogen haben, wird bestärkt durch die Tatsache, dass Ashley einen Gegenstand erst in ihr Inventar aufnimmt, wenn sie es für sinnvoll erachtet. So muss man oft noch einmal quer durch die ganze Villa rennen, nur um ein Item zu holen, die man für ein Rätsel benötigt.

    Ein etwas dynamischeres Spielerlebnis mit mehr Gegenständen, Rätseln und Charakteren hätte das Spiel um einiges aufgewertet. So bleibt dennoch ein handfestes Point&Click-Adventure mit spaßigen, lösbaren Rätseln und einer mysteriösen Story, das selbst beim zweiten Mal Durchspielen noch neue Überraschungen bietet. "
  • Avatar von Astorax
    Astorax 05.12.2010, 18:25
    Eines meiner absoluten Videospielen ist Super Mario 64. Auf dem Nintendo DS kommt für mich persönlich das "feeling" des Originals nicht so rüber..
  • Avatar von The-HackZ
    The-HackZ 26.01.2010, 19:30
    Das Spiel ist der Hammer!!
    Ist schon ein Nachfolger angekündigt?
  • Avatar von Dennis97
    Dennis97 27.05.2009, 13:01
    die screenshoots sehen ganz lustig aus, wenn der preis nicht zu hoch ist lege ich mir das spiel mal zu
  • Avatar von Marco
    Marco 25.01.2009, 14:32
    Also ist es ein neues Spiel oder eine GBa portierung?
  • Avatar von david.boyle
    david.boyle 29.12.2008, 12:00
    Die Bilder die dort sind gehören zu dem Spiel Animal Crossing Lets go to the city (Wii)