Einige Vertreter der internationalen und deutschen Spielepresse konnte das noch in diesem Monat erscheinende 007: First Light anspielen. Viele Eindrücke fallen positiv aus, doch nicht alle sind vom jungen James Bond überzeugt. Wir blicken auf die Fachmeinungen und fassen zentrale Punkte für euch zusammen.
Die Vorschauen zeichnen ein überwiegend positives, aber nicht völlig einheitliches Bild vom neuen Bond-Abenteuer der Hitman-Macher IO Interactive.
Was bei vielen Previews zu 007: First Light hervorsticht, ist die Tatsache, dass IO Interactive seine Hitman-Erfahrung nicht einfach kopiert, sondern das Geschehen stärker inszeniert und sie in die Bondwelt hievt.
PC Games spricht etwa von „weit mehr als ein Hitman mit James-Bond-Anstrich“ und lobt die Präsentation mit Blick auf Zwischensequenzen, Texturen und Effekte. Auch GamePro zeigt sich nach dem Anspiel-Event in London deutlich angetan und stellt die Frage, ob IO Interactive neben Schleichen auch Gunplay, Story und schnelle Autos überzeugend hinbekommt.

Andere Medien üben durchaus auch Kritik. Polygon zeigte sich beispielsweise noch nicht vollständig vom jungen Bond überzeugt und bezieht seine Kritik auf den Charakter:
„Ich hatte ein großes Problem mit der Preview: Bond selbst. Obwohl ich mich in einer typischen James-Bond-Welt bewegte und auf eine sehr James-Bond-typische Art spielte, hatte ich zu keinem Zeitpunkt wirklich das Gefühl, dass die Figur, die ich spielte, James Bond war. So wie Patrick Gibson ihn darstellte, war er zu jung, zu eifrig und viel zu geschwätzig; er kommentierte seine eigenen Handlungen auf die klassische Art eines modernen AAA-Protagonisten. Ihm fehlte einfach die Coolness [...] Vielleicht ist das ein inhärentes Risiko, wenn man sich dafür entscheidet, eine Entstehungsgeschichte zu erzählen, in der der Charakter seinen typischen Zynismus und seine Weltgewandtheit noch nicht angenommen oder seine harte Schale noch nicht verfeinert hat... Vielleicht wird der Charakter im Laufe des Spiels erst richtig in seine Rolle hineinwachsen. Aber im Moment bin ich noch nicht überzeugt. Was ist ein James-Bond-Spiel ohne einen überzeugenden James Bond? Und wenn die Antwort „einfach ein sehr gutes Stealth-Action-Spiel“ lautet, wird das dann ausreichen?“
Ein Schwerpunkt scheint außerdem auf den Gadgets zu liegen. Laut TechRadar erklärte Senior Combat Designer Tom Marcham, dass nahezu alle Gadgets sowohl im Kampf als auch im Stealth-Spiel nutzbar seien. Genannt werden unter anderem Rauchbomben oder ein Laser-Armband. Gleichzeitig soll eine „License to Kill“-Mechanik verhindern, dass Bond wahllos Gegner erschießt. Tödliche Gewalt soll demnach stärker an konkrete Spielsituationen gebunden sein und Bond kann nur schießen, wenn er wirklich in Lebensgefahr ist.
007: First Light erscheint am 27. Mai 2026 für PC, Xbox und PlayStation. Ein genauer Termin für die Nintendo-Switch-2-Version steht weiterhin aus. Bisher ist diese mit Sommer 2026 datiert.
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