Die schwedische Embracer Group hat erneute eine Neustrukturierung angekündigt. Künftig sollen große Marken wie Tomb Raider, Der Herr der Ringe, Metro und Kingdom Come: Deliverance in Fellowship Entertainment gebündelt werden, während THQ Nordic, Plaion und weitere Unternehmen bei Embracer verbleiben.
Große Marken im Fokus
Der Umbau des Unternehmens geht damit in die nächste Runde. Wie das Unternehmen bekannt gab, will man mit Fellowship Entertainment einen neuen, eigenständigen und börsennotierten Zweig etablieren. Die Abspaltung ist für das Kalenderjahr 2027 geplant, eine Notierung an der Nasdaq Stockholm wird angestrebt.
Dabei soll der Fokus auf großen Marken, Lizenzgeschäften, AAA-Produktionen und dem Publishing liegen. Zu den genannten Marken gehören unter anderem Der Herr der Ringe beziehungsweise Mittelerde, Tomb Raider, Dead Island, Kingdom Come: Deliverance, Metro, Darksiders und Remnant. Auch weitere bekannte IPs wie Legacy of Kain, Deus Ex, Saints Row, Red Faction, Thief oder TimeSplitters sollen stärker auf externe Partnerschaften und Lizenzmodelle geprüft werden, so Lars Wingefors Gründer der Embracer Group.
Embracer bleibt Heimat für Plaion, THQ Nordic und AA-Spiele
Neben der erwähnten Fellowship -Sparte will man weiterhin an seinen Publishingzweigen und Studios wie Plaion, THQ Nordic, Limited Run Games, Milestone, HandyGames, Aspyr und Co. festhalten. Hier liegt der Fokus laut Wingefors auf PC- und Konsolenspielen mit A- und AA-Budget, Retro-Gaming, physischer Distribution, Mobile-Spielen sowie Film- und Serienverwertung. Bekannt Marken sind hier unter anderem Gothic, Titan Quest, Destroy All Humans!, Wreckfest, MotoGP, Ride, und Biomutant.
Phil Rogers, derzeit CEO der Embracer Group, soll das Unternehmen bis zur Abspaltung führen und anschließend die Rolle des Group CEO bei Fellowship Entertainment übernehmen. Für die verbleibende Embracer Group wurde die Suche nach einem neuen CEO angestoßen.
Was die Aufspaltung für kommende Spiele bedeuten könnte
Die Aufspaltung in die beiden Zweige folgt auf zahlreiche Anpassungen innerhalb des Unternehmensgruppe. Einst hatte Embracer zahlreiche Übernahmen angestoßen, musste schließlich aber nach geplatzten Finanzierungsplänen und schwächerer Marktentwicklung auch Studios schließen. In der Vergangenheit wurden bereits Asmodee und Coffee Stain aus der Gruppe herausgelöst. Fellowship Entertainment folgt nun als nächster größerer Schritt.
Für Spielerinnen und Spieler dürften sich kurzfristig zunächst keine unmittelbaren Änderungen ergeben. Langfristig soll Fellowship Entertainment laut Wingefors eine höhere Veröffentlichungsfrequenz großer Spiele erreichen und ab dem Geschäftsjahr 2027/28 mindestens zwei größere AAA-Titel pro Jahr veröffentlichen.






