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Ubisoft soll an einem von Monster Hunter inspirierten König Artus-Spiel gearbeitet haben

von

Marco Lipke

28. Juli 2020
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Wie Jason Schreier von Bloomberg berichtet, hat Ubisoft an einem Spiel rund um König Artus gearbeitet. Verantwortlich zeichnete sich dafür Mike Laidlaw, Designer der Dragon Age-Reihe, der Ende 2018 von Ubisoft angeheuert wurde, das Unternehmen im Januar dieses Jahres allerdings verließ. Schuld daran sei, wie in den letzten Wochen häufiger berichtet, Serge Hascoët.

Das unter dem internen Titel Avalon bekannte Projekt sollte ein großes Fantasy-Rollenspiel werden, das sich mit König Artus und den Rittern der Tafelrunde beschäftigte. Spieler sollten neben dem Schwert auch Magie nutzen können, um in die Welt einzutauchen und zahlreiche Gefahren zu beseitigen. Dafür war auch ein großes Budget vorgesehen. Der Titel hätte das Portfolio von Ubisoft diverser gestaltet, denn der Mehrspieler-Modus von Avalon wurde stark von Monster Hunter inspiriert.

Leider fiel Avalon dem Machtwort von Hascoët zum Opfer. Dieser stellte hohe Anforderungen an das Fantasy-Genre und forderte vom Team, ein besseres Werk als Tolkiens Welten zu erschaffen. Dies wurde in seinen Augen nicht erreicht, weshalb das Team versuchte, das Setting zu verändern und sowohl Sci-Fi als auch die griechische Mythologie vorschlug. Das reichte Hascoët aber nicht, weshalb er das Projekt einstampfen ließ und Laidlaw daraufhin Ubisoft verließ. Nicht genannte Quellen, die an Avalon gearbeitet haben, sprachen von einem sehr guten Entwicklungsverlauf.

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All dies hänge mit der toxischen Leitungskultur von Ubisoft zusammen. Serge Hascoët habe die Macht gehabt, jede kreative Entscheidung alleine zu treffen – eine einmalige Position in der Welt der großen Videospielpublisher. Seine Vorlieben sollen zudem dazu geführt haben, dass sich Ubisoft-Spiele stets sehr ähnlich anfühlten, denn er selbst wollte in nahezu jedem Fall offene Welten, die von männlichen Protagonisten bereist wurden. Dadurch manövrierte sich das Unternehmen in eine Sackgasse, denn sowohl The Division 2 als auch Ghost Recon Breakpoint wurden zu kommerziellen Flops, weshalb das Team rund um Hascoët mit Maxime Béland und Tommy Francois vielfältiger gestaltet werden sollen. Mittlerweile arbeitet keiner der drei Männer mehr aktiv bei Ubisoft, da gegen alle eine Untersuchung in Bezug auf sexueller und psychischer Belästigung läuft.

Yves Guillemot hat große interne Änderungen für Ubisoft angekündigt, was bedeuten könnte, dass das wahre Potential des Publishers freigesetzt wird. In den vergangenen Jahren wurde stets kritisiert, dass sich die großen Reihen allesamt ähnlich spielten, während Titel wie Rayman auf Smartphones ausgelagert wurden.

bloomberg.com

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