Wenn das bisherige Jahr eines gezeigt hat, dann, dass die Nintendo Switch 2 aller Zweifel und Widersprüche zum Trotz sehr wohl für moderne AAA-Spiele geeignet ist. Am 12. Mai erscheint „Indiana Jones und der große Kreis“ für die Nintendo Switch 2 und wir hatten bereits die Gelegenheit, uns in den ersten Spielstunden einen Eindruck von der technischen Umsetzung zu machen.
Indiana Jones und der große Kreis: AAA-Abenteuer auf der Nintendo Switch 2
Klar, „Indiana Jones und der große Kreis“ kann auf der Nintendo Switch 2 nicht auf das höchste Niveau aufdrehen, lässt auf der kleinen Konsole dennoch gehörig die Muskeln spielen.
Die wichtigste Nachricht: In unserer bisherigen Spielzeit konnten wir keine groben Einbrüche der Bildrate, geschweige denn Spielabstürze feststellen. Das Spiel läuft flüssig, es gibt keine zusätzlichen Ladezeiten und die Übergänge zwischen Spielszenen und Zwischensequenzen sind nahtlos.
Wer „Indiana Jones und der große Kreis“ bislang ausgelassen hat und ein Auge auf die Nintendo Switch 2-Fassung geworfen hat, kann erleichtert aufatmen. Ihr solltet euch aber dennoch auf Kompromisse vorbereiten.

Geht es noch ikonischer?
Grafische Kompromisse: Wo die Switch 2-Version sichtbar spart
Die notwendigen Einschnitte für ein flüssiges Spielerlebnis machen sich in der Bildqualität bemerkbar. Gleich das erste Spielgebiet, ein dicht gewachsener Dschungel, zeigt die grafischen Kompromisse der Nintendo Switch 2-Version deutlich.
Die komplizierten Licht- und Schatteneffekte zwischen Blättern und Ästen werden verspätet nachgeladen und tauchen in direkter Spielernähe aus dem Nichts auf.
Das beeinflusst zwar nicht direkt das Gameplay, ist aber ein unschöner Makel, der irritiert und ablenkt. Einmal bemerkt, verliert man die plötzlich auftauchenden Schatten nicht mehr aus dem Blick.


Achtung, Falle
Handheld vs. TV-Modus: Unterschiede bei Auflösung und Bildschärfe
In späteren Spielgebieten kann man derartige Fehler zwar weiter beobachten, sie treten aber weniger auffällig in Erscheinung, da die Lichtverhältnisse in Gebäuden und Stadtgebieten weniger komplex sind. Der Vatikan, eines der weitläufigsten Spielgebiete, lässt den Lüfter der Nintendo Switch 2 zwar hörbar arbeiten, kann die Bildrate aber trotzdem nicht in die Knie zwingen.
Dank Upscaling bleibt das Bild am TV hochauflösend. Im Handheld-Modus bemerkt man die geringere Auflösung durch das unschärfere Bild zwar, das Spielgeschehen bleibt trotzdem flüssig. Dennoch sind die Kompromisse hier spürbarer und Kantenflimmern sowie eine verringerte Bildrate bei entfernten NPCs oder Objekten fallen stärker ins Gewicht.

Kleine Grafikfehler in Zwischensequenzen trüben den Eindruck
Überraschend detailreich fallen die Gesichtsanimationen und Charaktermodelle aus. Dadurch geht von der Motion-Performance des hochkarätigen Casts nichts verloren. In den Zwischensequenzen kommt es dennoch immer mal wieder zu grafischen Fehlern.
Irritierend ist zum Beispiel die Tiefenschärfe, die zu merkwürdigen Artefakten um die Charakterumrisse führt. Es wirkt beinahe so, als seien die Charaktere in einer Bildbearbeitungssoftware unsauber vom Hintergrund freigestellt worden.
Die Umrisse der Charaktere können in Verbindung mit Tiefenschärfe-Effekten manchmal etwas eigenartig wirken

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Fazit
„Indiana Jones und der große Kreis“ auf der Nintendo Switch 2 ist nicht frei von Fehlern und geht technische Kompromisse ein. Auch wenn es nicht ganz an das Niveau der gelungenen Portierungen der letzten Monate heranragt, sind wir vom bisher Gesehenen angetan. In den ersten Spielstunden konnten wir die Probleme für uns gut ausblenden und uns auf Indys Abenteuer einlassen. Solltet ihr „Indiana Jones und der große Kreis“ bisher ausgelassen haben, könnte die Nintendo Switch 2-Fassung eine gute Gelegenheit sein, eines der besten Adventure-Spiele der letzten Jahre nachzuholen, sofern ihr euch mit den technischen Einschränkungen arrangieren könnt.
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