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Mario Tennis Fever im Test: Ass oder Tiebreak?

von

Johannes K.

10. Februar 2026
Nintendo-Online.de Backdrop Image

Mit „Mario Tennis Fever“ startet Nintendo die Sportsaison auf Nintendo Switch 2 und knüpft damit an eine altehrwürdige Tennis-Tradition an. Ihre Wurzeln reichen bis auf das NES zurück, wo das Spiel noch schlicht „Tennis“ hieß und Mario lediglich als Schiedsrichter am Netzrand stand. Erst später – auf dem Virtual Boy und schließlich dem Nintendo 64 – schlüpfte der Bruder von Luigi selbst ins Tennis-Dress und wurde zum festen Bestandteil der Reihe.

Im Jahr 2026 hoffen nun viele Fans darauf, dass das neueste Tennis-Spiel aus dem Hause Nintendo wieder voll aufschlägt. Ob diese Hoffnung berechtigt ist, klärt unser Review.

Spielerisch & optisch eine Offenbarung

Was „Mario Tennis Aces“Mario Tennis Aces | spielerisch einleitete, treibt „Mario Tennis Fever“ konsequent auf die Spitze – und zwar im besten Sinne. Es ist eine wahre Freude, Topspins, Slices und Lobs über die Plätze zu pfeffern oder den Gegner mit geschickt platzierten Stoppbällen bloßzustellen. Dabei zahlen sich sowohl die unterschiedlichen Charaktere mit ihren individuellen Eigenschaften als auch die neuen Fever-Schläger als große Pluspunkte für das Spielgefühl aus.

Während sich die spielerische Weiterentwicklung jederzeit deutlich bemerkbar macht, kann man sich zugleich an den charmanten und ausdrucksstarken Animationen der Figuren erfreuen. Es ist schlicht eine Wohltat, Spike beim Flitzen über den Court zuzusehen oder sich am herrlich affigen Aufschlag von Diddy Kong zu erfreuen. Insgesamt kommt die Präsentation audiovisuell in Bestform daher und überzeugt mit farbenfrohen Arenen, ausdrucksstarken Animationen und einem stimmigen Sounddesign, das das Geschehen auf dem Platz gekonnt untermalt.

Die namensgebenden Fever-Schläger bringen zusätzlich eine ordentliche Portion Thrill in die Partien. Sie sorgen für abwechslungsreiche Effekte, die mal taktisch eingesetzt werden können und mal für überraschende Momente sorgen. So hinterlässt der Ball beim Einsatz des Stachi-Schlägers mehrere Stachelwesen auf dem Feld, die dem Gegner das Leben spürbar erschweren. Der Sternschläger hingegen agiert defensiver und macht seinen Besitzer nach dem Auslösen des Fever-Schlags für kurze Zeit immun gegen gegnerische Attacken. Insgesamt warten 30 verschiedene Varianten darauf, ausprobiert zu werden. Wer es lieber puristisch mag, kann die Spezialschläger jederzeit deaktivieren.

Einen weiteren spürbaren Beitrag zum hervorragenden Spielgefühl leisten die kurzen Ladezeiten. Zwar sind die Matches aufwendig inszeniert und werden von der Plauderblume charmant kommentiert (was sich bei Bedarf auch abschalten lässt), doch gerade bei wiederholten Partien ist es angenehm, Animationen zügig überspringen zu können – und genau das funktioniert hier erfreulich reibungslos.

Unterm Strich steht fest: In Sachen Gameplay sitzt hier alles.

Baby-Alarm!

Widmen wir uns nun dem Story-Modus des Spiels, der offiziell den Namen „Abenteuer“ trägt. Dieser setzt auf einen typisch verspielten Aufhänger: Mario und seine Kumpanen werden von einem mysteriösen Fluch heimgesucht, der sie allesamt in Baby-Versionen ihrer selbst verwandelt. Dabei geht auch ihr gesamtes Wissen und Können in der namensgebenden Sportart verloren. Das Ziel ist demnach klar: Schritt für Schritt gilt es, die eigenen Fähigkeiten zurückzuerlangen und zugleich das Geheimnis hinter dem Fluch zu lüften.

Der Weg dorthin ist gespickt mit Matches, Herausforderungen, Bosskämpfen und Prüfungen, die allesamt gemeistert werden müssen, bevor die Figuren wieder ihre ursprüngliche Form annehmen können.

Zäher Start

Das Abenteuer beginnt an der Pilz-Tennisakademie, wo zunächst die Grundlagen des Tennisspiels vermittelt werden. In insgesamt acht Trainingsstationen lassen sich die Statuswerte Balltempo, Lauftempo und Gewandtheit nach und nach wieder auf Vordermann bringen. Doch bei einem bloßen Abarbeiten der Trainingsstationen bleibt es nicht: Zwischendurch stehen Matches gegen den eigenen Trainer Toad an, Theorieprüfungen zum Regelwerk müssen bestanden und kleinere Geschicklichkeitsaufgaben überwunden werden.

Die Arbeit in der Akademie ist manchmal zum Schreien

Nach und nach steigt man so im Level auf – vom Anfängerstatus über Level E bis hin zu Level A. Erst dann ist es möglich, die Akademie zu verlassen und sich der eigentlichen Hauptaufgabe zu widmen: dem Fluch endgültig auf den Grund zu gehen.

Jetzt geht's so richtig los!?

Ist die Akademie erst einmal verlassen, erwarten einen auf der Weltkarte knapp zwei Hände voll neuer Gebiete – von eisigen Ruinen bis hin zu nebligen Sümpfen. Und während uns die Akademie ehrlich gesagt etwas ermüdet zurückgelassen hat – zu viel Herumgerenne, zu repetitive Aufgaben – kommt im weiteren Verlauf der Story tatsächlich so etwas wie Abenteuerstimmung auf.

Matches gegen schaurige Bewohner des Pilzkönigreichs, Umgebungsrätsel, die geschickt mit den erlernten Schlagarten gelöst werden müssen, sowie hübsch inszenierte Zwischensequenzen wissen durchaus zu motivieren. Doch während wir in der Akademie bereits rund zwei Stunden verbrachten, bietet auch die anschließende Suche nach den Monstern, die als Ursprung des Baby-Fluchs gelten, lediglich etwa zwei weitere Stunden Spielzeit. Das ist unserer Meinung nach etwas wenig – hier wäre noch reichlich Potenzial gewesen, um die Geschichte weiter auszubauen.

Der Abenteuermodus bietet entlegene Orte

Stattdessen nimmt das Abenteuer ein erstaunlich abruptes Ende, das leider wenig glamourös ausfällt. Unterm Strich bleibt damit ein Abenteuermodus, der im Ansatz vieles richtig macht, in der Umsetzung jedoch zu halbgar bleibt, um ein wirklich tiefes Spielgefühl zu erzeugen. Immerhin lernt man hier sämtliche Kniffe, Tricks und Herangehensweisen des Tennisspiels kennen – eine solide Grundlage für die übrigen Modi.

Was zählt, ist auf dem Platz!

Während das Abenteuer gerade für Tennis-Neulinge das nötige Handwerkszeug vermittelt, kann man sich anschließend in den übrigen Modi austoben. Allen voran steht dabei der Turniermodus mit insgesamt drei unterschiedlich schweren Cups, was in etwa dem Umfang von „Mario Tennis Aces“ entspricht. Sämtliche Cups lassen sich zudem auch mit einem Koop-Partner bestreiten.

In jedem Turnier absolviert man zunächst eine Vorrunde, gefolgt vom Halbfinale und schließlich dem Finale. Je nach Fortschritt handelt es sich dabei um ein Drei- oder Fünf-Satz-Match. Bei erfolgreichem Abschneiden winken neue, spielbare Charaktere. Gerade der Stern-Cup erweist sich dabei als angenehm fordernd. Hat man jedoch alle Turniere abgeschlossen, gibt es in diesem Modus darüber hinaus nichts Weiteres zu entdecken.

Die Wunderblume hat allerhand Chaos verursacht

Wer zusätzliche Herausforderungen sucht, wird im Modus Missionstürme fündig. Hier wechseln sich klassische Matches mit besonderen Aufgaben ab – etwa dem Piranha-Pflanzen-Parierer. Jeder Turm besteht aus zehn Etagen; zweimal darf man pro Stockwerk scheitern, beim dritten Fehlversuch ist Schluss und man beginnt wieder ganz unten. Apropos drei: Insgesamt darf man sich an drei dieser Türme abarbeiten. Auch dieser Modus lässt sich zu zweit spielen.

40 - 40

Natürlich darf auch der freie Modus nicht fehlen, in dem man nach Belieben Einzel- oder Doppelmatches bestreiten kann. Neben der Anzahl der Fever-Schläge lassen sich hier auch die Matchlänge festlegen, die Arena wählen, das Balltempo anpassen und selbstverständlich einer der 38 Charaktere auswählen. Alles in allem solide und funktional, aber nicht weltbewegend.

Zu guter Letzt gesellen sich noch der Spezialmix und der Realmodus hinzu. Während letzterer im Grunde ein freies Spiel mit Bewegungssteuerung darstellt, liefert der Spezialmix die deutlich ausgefalleneren Matchvarianten. So kann man sich etwa beim Ringschießen austoben, bei dem es gilt, durch möglichst viele Ringtreffer mehr Punkte als der Gegner zu sammeln. Wer es noch wilder mag, wagt sich auf den Flipperplatz, wo drei Bälle in den gegnerischen Öffnungen des Feldes versenkt werden müssen. Gerade für chaotische Tennisabende mit Freunden dürfte hier für Abwechslung gesorgt sein.

Wer sich online austoben möchte, kann dies wahlweise in Rang-Matches oder im offenen Online-Spiel tun. Die im Test absolvierten Partien liefen dabei durchweg flüssig, und dank GameShare stellte auch die Kommunikation mit anderen Redakteuren kein Problem dar. Die Möglichkeit, Online-Turniere auszutragen oder an von Nintendo organisierten Wettbewerben teilzunehmen, vermissen wir allerdings.

Unsere Wertung

0/10

Fazit

„Mario Tennis Fever“ rückt den Tennis-Spaß rund um Mario und seine Freunde wieder ins gleißende Rampenlicht. Das hervorragende Spielgefühl paart sich dabei mit einer intensiven und durchweg stimmigen Präsentation, die das Geschehen auf dem Platz lebendig und abwechslungsreich in Szene setzt.

Doch auch die schönsten Träume haben ihre Schattenseiten: Der Abenteuermodus überzeugt zwar mit einem vielversprechenden Ansatz, schöpft sein vorhandenes Potenzial jedoch nicht voll aus und auch im Online-Modus verbleiben noch einige Sandkörner ungenutzt. Abseits dessen ist „Mario Tennis Fever“ eines der unterhaltsamsten Tennis-Spiele der letzten Jahre und ein echtes Highlight für Fans von zugänglichem Arcade-Tennis.

Weitere Infos

Mario Tennis Fever Cover

Mario Tennis Fever

Publisher: Nintendo
Genre: Sport
Release: 12. Februar 2026
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