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Save me, Mr. Tako (eShop)

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Save me, Mr. Tako (eShop)

Klassische Jump ‘n’ Runs gibt es wie Sand am Meer aber viele wollen gerade in den letzten Jahren immer noch einen kleinen Twist anbieten. Dass das aber nicht immer so sein muss, zeigt „Save me, Mr. Tako“. Ob der Titel aber damit auch überzeugen kann, zeigen wir mit der folgenden Review.

Nostalgie pur

Was einem als erstes ins Auge stößt, ist die Optik. Denn „Save me, Mr. Tako“ bietet eine Grafik, wie man sie vom Game Boy kennt. Das wichtigste ist dabei die Monochromatik, weshalb es nur eine Farbe mit verschiedenen Kontrasten gibt. Während des Spiels kann man per Knopfdruck zwischen den Farben, wie dem klassische Grün, jederzeit wechseln. Zudem gibt es gleich drei verschiedene Seitenverhältnisse, die man frei auswählen kann und neben 16:9 und 4:3 auch noch die originalen Seitenverhältnisse des Game Boys bieten. Zwar läuft das Spiel auch bei den aufwendigsten Situationen komplett flüssig, wie es damals auf Nintendos Handheld nicht gewesen wäre, aber dafür bekommt man eben auch einen gut spielbaren Titel geboten. Ansonsten bekommt man aber wirklich eine sehr klassische Erfahrung geboten, die aber gerade dadurch auch ihren Charme hat.

Abtrünniger Oktopus

Genau das gilt dann aber auch für die restlichen Elemente. In „Save me, Mr. Tako“ hat das Volk der Octopi mittlerweile genug und wollen ihren rechtmäßigen Platz an der Oberfläche wieder zurückerobern. Deshalb steht die Welt vor einem großen Krieg, den die Oktopoden wahrscheinlich sogar gewinnen werden. Inmitten davon befindet sich Tako, ein Oktopus, der eigentlich nur Frieden möchte. Gespalten zwischen seinen Idealen und seinem eigenem Volk, erlebt er sein ganz eigenes Abenteuer. Die Geschichte selbst wird stilecht in Dialogboxen mit Schrift erzählt. Dabei sind die Texte wirklich gelungen und wechseln sich zwischen Witz und Ernst gekonnt ab. Gerade diese Mischung hält einen aber auch am Ball und bringt genau die Fantasie und Kreativität auf den Bildschirm, die man so von den Klassikern kennt.

Zusammenhängend

Spielerisch werden zwar nur klassische Wege bestritten aber in einem Gewand, das gleich mehrere Spiele von damals zitiert. Die Oberwelt zum Beispiel erinnert ganz klar an „Kirby’s Adventure“. Auf dieser schaltet man nach und nach Level frei und muss kleinere Hüpfpassagen auf der Karte absolvieren, um das Tor zum nächsten Level zu erreichen. Aber es gibt auch noch Städte, die offenere Level ohne lineare Struktur sind. In diesen kann man dann Aufgaben annehmen, mit den Bewohnern sprechen und Minispiele absolvieren. Dadurch erzeugt „Save me, Mr. Tako“ unerwarteter Weise das Gefühl, dass die gesamte Welt zusammenhängt und nicht einfach nur einzelne, unabhängig voneinander angereihte Level sind.

Fashionista

Der wohl schwächste, aber trotzdem noch gut umgesetzte Teil des Spiels sind die Level selbst. Wie bereits erwähnt, sind diese sehr linear aufgebaut. Die Grundmechanik des Hüpfens und Laufens funktioniert sehr gut, sofern man sich an den sehr hohen Sprung gewöhnt hat. Etwas schwammig ist die Möglichkeit, an Kanten von Plattformen doch noch hoch zu kraxeln, wenn man den Sprung knapp verpasst. Man kann kaum einschätzen, wann der Sprung hoch genug ist und wann Tako diesen nicht mehr schafft. Im schlimmsten Fall führen diese Situationen dann auf frustrierende Art zu einem Bildschirmtod.

Natürlich stehen dem Held auch Feinde gegenüber. Diese kann er mit seinen Tinten-Kugeln abschießen aber getötet wird hier niemand. Ist ein Gegner getroffen, wird er kurz eingefroren und man kann ihn als Plattform nutzen, was im Spiel eine allgegenwärtige Mechanik ist. Kurz darauf bewegen sich die Feinde auch wieder munter weiter. Damit man aber auch etwas hat, was das Gameplay immer wieder ändert, kann Tako verschiedene Hüte tragen. Diese bringen ihm nicht nur ein weiteres Leben, da man sonst bei einem Treffer stirbt, sondern auch eine weitere Fähigkeit. Oft bewirkt diese einen anderen Schuss, wie schnelle Pfeile oder große, hüpfende Steinblöcke. Damit man seinen Angriff nicht nur spamt, gibt es eine Tinten-Anzeige, die man durch großzügig verteilte Tinten-Kugeln wieder auffüllt. 

Kurz, linear, knackig

Was letztlich die Spieler aber spalten wird, ist das Level-Design. Denn diese sind wirklich sehr kurz und oft birgen sie auch keine besonderen Geheimnisse. Immerhin kann man aber sehen, wenn man alle Geheimnisse innerhalb der Level gefunden hat oder eben nicht. Die Abschnitte sind sehr vertikal aufgebaut und wenn mal was versteckt ist, dann muss man schon etwas kniffligere Situationen überstehen. Sowieso ist „Save me, Mr. Tako“ nicht das einfachste Spiel. Startet es noch sehr simpel, muss man doch recht schnell präzise Sprünge meistern und einige Timings erlernen, um dem Bildschirmtod zu entkommen.

Weiterführende Links: Forum-Thread

Fazit & Wertung

„Save me, Mr. Tako“ ist ein Liebesbrief an die gute alte Jump ‘n‘ Run-Zeit. Es bietet einen wunderbaren Charme durch seine Optik, dem Soundtrack sowie die Geschichte und spielt sich für das Genre wirklich gut. Es macht zwar absolut nichts neu aber das muss es auch nicht, da es so schon für genug Spielspaß sorgen kann.

Bisher gibt es zwei Kommentare

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  • Avatar von BIGBen
    BIGBen 04.01.2019, 17:32
    Ich finde es auch ziemlich ansprechend. Sieht echt aus wie ein verloren gegangener GameBoy-Klassiker
  • Avatar von Naska
    Naska 04.01.2019, 16:34
    Ich mag das aussehen vom Spiel und wenn es mal physical kommt oder ich ein paar Euro über habe denke ich schlage ich zu .